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World Robotics Report

Bis 2020 sollen 3 Millionen Industrieroboter weltweit im Einsatz sein

| Redakteur: Katharina Juschkat

Der World Robotics Report der International Federation of Robotics (IFR) sagt ein jährliches Wachstum der Industrieroboter von 14 Prozent voraus – was bis 2020 zu einem weltweiten Bestand von drei Millionen Industrierobotern führen soll. Der größte Wachstumsmarkt ist aktuell in Asien – aber Deutschland ist unter den Top 5.

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Joe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics, erklärt: „Das rasant wachsende Angebot erweitert die Einsatzmöglichkeiten für Industrie-Roboter und gibt Betrieben aller Unternehmensgrößen die Chance, flexibel zu automatisieren.“
Joe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics, erklärt: „Das rasant wachsende Angebot erweitert die Einsatzmöglichkeiten für Industrie-Roboter und gibt Betrieben aller Unternehmensgrößen die Chance, flexibel zu automatisieren.“
( Bild: IFR )

Bis 2020 werden mehr als 1,7 Millionen neue Industrie-Roboter in den Fabriken der Welt installiert, schätzt die International Federation of Robotics (IFR) in ihrem World Robotics Report 2017. Die Robotik-Branche in Asien verzeichnet dabei aktuell das stärkste Wachstum – angeführt von China als Weltmarktführer.

In Asien sollen bis 2020 1,9 Mio. Roboter im Einsatz sein

Bis 2020 erhöht sich voraussichtlich der weltweite Bestand an Industrie-Robotern von rund 1.828.000 Einheiten auf 3.053.000 Einheiten. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate beträgt damit 14 Prozent. Der operative Roboterbestand soll laut IFR in Asien-Australien im Jahr 2017 voraussichtlich um 16 Prozent, in Amerika um 9 Prozent und in Europa um 7 Prozent steigen.

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In China sind seit 2016 die meisten Industrie-Roboter im Einsatz. Im Jahr 2020 sollen es rund 950.300 Einheiten sein – deutlich mehr als in Europa mit fast 611.700 Einheiten. Der japanische Roboterbestand soll zwischen 2018 und 2020 nur leicht ansteigen. In Asien insgesamt werden laut IFR 2020 rund 1,9 Millionen Roboter im Einsatz sein – was fast dem weltweiten Roboterbestand von 2016 entspricht.

Die fünf wichtigsten Märkte weltweit

74 Prozent des Gesamtumsatzes der Industrie-Roboter entfallen 2016 auf fünf Hauptmärkte: China, Südkorea, Japan, die Vereinigten Staaten und Deutschland. China hat seine führende Position mit einem Marktanteil von 30 Prozent des Gesamtangebots im Jahr 2016 ausgebaut.

Südkorea ist weltweit der zweitgrößte Markt. Aufgrund hoher Investitionen der Elektro- und Elektronikindustrie stieg der Jahresumsatz bei den Robotern deutlich an. Im Jahr 2016 wurden rund 41.400 Einheiten verkauft, 8 Prozent mehr als noch 2015. Südkorea verzeichnet die höchste Roboterdichte der Welt: Rund 630 Roboter pro 10.000 Beschäftigte sind in der Fertigungsindustrie installiert.

In Japan stieg der Roboterabsatz 2016 um 10 Prozent auf rund 38.600 Einheiten und erreichte damit den höchsten Stand seit 2006. Japan ist das führende Land bei der Roboterfertigung. Um der wachsenden Nachfrage nach Industrierobotern gerecht zu werden, haben die japanischen Roboterlieferanten ihre Kapazität weiter erhöht: Die Produktion verdoppelte sich von 73.900 Einheiten im Jahr 2010 auf 152.600 Einheiten im Jahr 2016. Das entspricht 52 Prozent des weltweiten Lieferumfangs im Jahr 2016.

In den USA stiegen die Roboterinstallationen um 14 Prozent auf einen Spitzenwert von 31.400 Einheiten (2016). Mit einer Dichte von 1.261 installierten Robotern pro 10.000 Mitarbeiter rangierten die USA laut IFR-Bericht nach Südkorea auf Platz zwei. Dabei werden die meisten Roboter in den USA aus Japan, Korea und Europa importiert.

Deutschland ist der fünftgrößte Robotermarkt der Welt und der mit Abstand größte in Europa. Der Anteil der jährlichen Neuinstallationen betrug letztes Jahr 36 Prozent des gesamten Roboterumsatzes in Europa. Die Zahl der verkauften Roboter stieg im Vergleich zu 2015 (19.945 Stück) leicht auf 20.039 Einheiten.

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