Cluster für Mechatronik & Automation Clusterforum Mechatronik informierte über „Smart Production – flexible Produktionssysteme“ im Siemens Airport Center

Redakteur: Reinhard Kluger

Das Umsetzen flexibler Produktionssysteme in der Praxis diskutierten am 14. Juli die Teilnehmer des Cluster Forums Mechatronik in Fürth. Das Fazit: Ohne strukturelle Veränderungen geht künftig nichts mehr.

Firmen zum Thema

Stellte die vorbildliche Vernetzung der regionalen Netzwerkaktivitäten des Automation Valleys Nordbayern mit dem Cluster Mechatronik heraus: Günter Baumüller, IHK-Vizepräsident und Cluster-Beirat.
Stellte die vorbildliche Vernetzung der regionalen Netzwerkaktivitäten des Automation Valleys Nordbayern mit dem Cluster Mechatronik heraus: Günter Baumüller, IHK-Vizepräsident und Cluster-Beirat.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Gerade im vergangenen Jahr haben wir gemerkt, was es für die Produktion in den Unternehmen bedeuten kann, wenn sich der Markt extrem positiv und dann negativ entwickelt. Durch den Einsatz flexibler Produktionssysteme können wir auch auf solch extreme Entwicklungen reagieren,“ so Siegfried Koller von der Siemens AG, Amberg.

Günter Baumüller in seiner Doppelfunktion als IHK-Vizepräsident und Cluster-Beirat lobte dagegen den Industriestandort Nürnberg und stellte dabei die vorbildliche Vernetzung der regionalen Netzwerkaktivitäten des Automation Valleys mit dem Cluster Mechatronik heraus. Prof. Dr.-Ing. Klaus Feldmann betonte in seiner Eröffnung dafür umso mehr die „Faszination Mechatronik und das riesige Potenzial, das darin liegt.“

Bildergalerie
Bildergalerie mit 11 Bildern

Die digitale Fabrik als Ziel

Der 3. größte Flughafen Deutschlands war von Teilnehmern aus ganz Bayern am Clusterforum Mechatronik gut besucht. Der Veranstaltungsort war gut gewählt, leistete er doch einen interessanten Transfer von zukunftsfähigen Technologien, die Unternehmen der Automatisierungsbranche auch in ihren Prozessen und Produkten einsetzen können. Von der Fabrik des Jahres berichtete Siegfried Koller und erklärte, dass sich Siemens die digitale Fabrik zum Ziel gesetzt hatte, jedoch „die Simulation weiterhin ein wichtiger Weg für uns ist, aber noch lassen sich nicht alle Prozesse digital darstellen“.

Zentrales Element eines jeglichen Produktionssystems ist die Arbeitsplatzgestaltung. Darin einig waren sich Dr.-Ing. Gerald Pachur von der MAN Nutzfahrzeuge AG und Edwin Lotter von der LP Montagetechnik GmbH. Beide unterstrichen zum einen aus Sicht des Anwenders und zum anderen aus Sicht des Anbieters diesen zentralen Bereich für eine effiziente und effektive Produktion.

Förderumfeld nutzen, Projekte einreichen

Ein weiterer Block der Veranstaltung zeigte den Teilnehmern die möglichen Synergien auf, die zum einen der VDI/VDE IT als Programmträger des Förderprogramm Mikrosystemtechnik und Informations- und Kommunikationstechnologie mit dem Lehrstuhl FAPS der Universität Erlangen-Nürnberg bietet. Beide Referenten, Prof. Dr.-Ing. Jörg Franke und Dr. Jürgen Dam appellierten an die Teilnehmer, das günstige bayerische Förderumfeld zu nutzen und Projekte einzureichen.

Über die Anwendung einzelner Technologien wie RFID, 3D-Toleranzsimulation, MES und OPC klärten die Referenten der Unternehmen TTC³, Siemens AG, Xavo AG und die INAT GmbH die interessierten Teilnehmer auf. Reger Informationsaustausch wurde in den Pausen gepflegt, bei denen die Referenten gefragte Gesprächspartner waren.

(ID:311438)