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CNC-Plattform Sinumerik wird 50

| Redakteur: Reinhard Kluger

Siemens feiert ein Jubiläum: 1960 kam mit Sinumerik 1960 die weltweit erste industrietaugliche NC (Numerical Control)-Steuerung auf den Markt. Um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, investiert Siemens auch weiterhin gezielt in Forschung und Entwicklung der NC-technik.

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Siemens brachte mit Sinumerik 1960 die weltweit erste industrietaugliche NC (Numerical Control)-Steuerung auf den Markt und erhöhte damit Produktivität und Flexibilität von Fertigungsprozessen. Heutzutage vernetzen Kunden mit Sinumerik alle Bereiche ihres Produktionsbetriebs, um Daten von der Entwicklung über die Konstruktion bis hin zur Fertigung an der CNC-gesteuerten Maschine auszutauschen.
Siemens brachte mit Sinumerik 1960 die weltweit erste industrietaugliche NC (Numerical Control)-Steuerung auf den Markt und erhöhte damit Produktivität und Flexibilität von Fertigungsprozessen. Heutzutage vernetzen Kunden mit Sinumerik alle Bereiche ihres Produktionsbetriebs, um Daten von der Entwicklung über die Konstruktion bis hin zur Fertigung an der CNC-gesteuerten Maschine auszutauschen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Als einer der wichtigsten europäischen Elektroausstatter des Maschinenbaus brachte Siemens 1960 die erste industrietaugliche NC-Steuerung unter dem Namen „Sinumerik“ auf den Markt. Auf Basis diskreter elektronischer Bauelemente wurde die erste Bahnsteuerung entwickelt. Kurz danach folgte mit den Sinumerik-Versionen 200 und 300 die Steuerung für die Bearbeitungstechniken Drehen, Fräsen, Schleifen und Nibbeln sowie für elektrohydraulische Antriebe. 1973 wurde mit Sinumerik 500C die erste CNC (Computerized Numerical Control) eingeführt, jedoch zunächst nur für Dreh- und Fräsanwendungen.

Mehrkanalfähige CNC

Preisgünstige Mikroprozessoren beschleunigen die Entwicklung. Siemens konnte dadurch Mitte der 1970er Jahre erstmals eine DNC-Vernetzung für durchgängige Programmverwaltung und -übertragung anbieten. Bereits drei Jahre später gab es mit Sinumerik-System 8 eine mehrkanalfähige CNC mit integrierter speicherprogrammierbarer Steuerung (SPS). Sie eignete sich für Dreh- und Fräsbearbeitungen sowie für Bohr- und Nibbelmaschinen. Parallel entstand die Sinumerik Primo, eine kompakte CNC in Schuhkartongröße mit schleifspezifischen Funktionen. 1981 präsentierte Siemens mit Sinumerik-System 3 eine CNC mit anwendungsspezifischer Bedienoberfläche und Grafikfunktionen zum Programmieren.

Prinzip Offenheit

Ab Mitte der 1980er Jahre bestimmte das Prinzip der „Offenheit“ die weiteren CNC-Generationen, wie etwa die Sinumerik 810 und 820: Maschinenhersteller konnten seitdem ihre eigene Bedienoberfläche projektieren und um individuelle Bausteine wie Bilder oder Menübäume ergänzen. Etwa zehn Jahre später führte Siemens mit Sinumerik 840D eine CNC-Steuerung für den oberen Leistungsbereich ein. Sie verfügt über digitale Antriebskopplung und offenen NC-Kern und erlaubt es, Softwarekomponenten in die CNC zu integrieren. Ab 1996 bot Siemens die erste CNC-integrierte Sicherheitslösung mit Sinumerik Safety Integrated an. Ein Jahr später wurden die werkstattorientierten, grafischen Programmieroberflächen ShopMill und ShopTurn vorgestellt, mit denen Werkstücke über eine grafische Bedienoberfläche programmiert werden konnten.

Webbasiertes Condition Monitoring

Um die Produktivität von Maschinenhersteller und -anwendern zu erhöhen, erweiterte Siemens sein Angebot um webbasiertes Condition Monitoring und Mechatronik Support für Maschinensimulation und virtuelles Prototyping. 2005 präsentierte Siemens die offene und innovative CNC-Steuerung Sinumerik 840D sl für bis zu 31 Achsen sowie Sinumerik 802D sl für Dreh- und Fräsmaschinen im unteren und mittleren Leistungsbereich. Kurz darauf konnte Siemens Lösungen für die gesamte CAD/CAM/CNC-Prozesskette zur effizienten Bearbeitung von Werkstücken anbieten.

Technologiecenter in Erlangen

Auf der Werkzeugmaschinenmesse EMO präsentierte Siemens 2009 neben der Kompakt-CNC Sinumerik 828D auch die Bedienoberfläche Sinumerik Operate sowie das Technologiepaket Sinumerik MDynamics für Fräsanwendungen. Uwe Häberer, Leiter Werkzeugmaschinen bei der Siemens-Division Drive Technologies: „Siemens bedient den weltweiten Maschinenbau als anerkannter Partner über den gesamten Maschinen- und Produktlebenszyklus. So können Maschinenbediener bei uns beispielsweise Trainings und Schulungen absolvieren. Eigens für den Technologietransfer haben wir vor drei Jahren ein Technologie- und Applikationscenter in Erlangen mit modernsten Werkzeugmaschinen eingerichtet.“

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