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IP67-Kompaktsteuerung Codesys-3-Steuerung für IoT befreit vom Schaltschrankzwang

| Autor: Sariana Kunze

Mit der IP67-Kompaktsteuerung TBEN-L-PLC macht Turck bestehende Anlagen fit für Industrie-4.0-Szenarien, befreit vom Schaltschrankzwang und ermöglicht modulare Maschinenkonzepte. Die Steuerung ist zudem mit Codesys 3 und einer Cloud-Lösung ausgestattet.

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Die IP67-Kompaktsteuerung TBEN-L-PLC von Turck bringt die Intelligenz direkt an die Maschine.
Die IP67-Kompaktsteuerung TBEN-L-PLC von Turck bringt die Intelligenz direkt an die Maschine.
(Bild: Turck)

Mit der Digitalisierung der Industrie kommt zunehmend der Trend von modularen, schaltschranklosen Maschinenkonzepten auf. Auch der Automatisierungsspezialist Turck bringt mit der IP67-Kompaktsteuerung TBEN-L-PLC mit Codesys 3 die Steuerung direkt an die Maschine. Maschinennahe Automatisierungskonzepte und die Verwendung vorkonfektionierter Leitungen reduzieren den Verkabelungsaufwand und erleichtern die Inbetriebnahme, denn dezentrale Lösungen ohne Schaltschränke sind nicht nur zeit- sondern auch kostensparend.

Flexibel durch viele Kommunikationsschnittstellen

Als Master unterstützt das Gerät neben den Industrial-Ethernet-Protokollen Profnet, Ethernet/IP und Modbus TCP auch Modbus RTU, CANopen und SAE J1939. Die seriellen RS232- und RS485-Schnittstellen können auch frei in Codesys verwendet werden. Daneben bietet die Block-I/O-Steuerung acht universelle I/O-Kanäle zur direkten Anbindung von Sensoren und Aktoren. In den Ethernet-Netzwerken Profinet, Ethernet/IP und Modbus TCP sowie Modbus RTU- und CANopen-Netzwerken kann die SPS auch als Slave (bzw. Device) agieren, was zum Einsatz als Protokollkonverter ermöglicht. Die Steuerung kann beispielsweise als CANopen-Manager eines mit CANopen vernetzten Maschinenmoduls agieren und diesen an eine Anlage anbinden, die mit Profinet vernetzt ist.

IoT-tauglich mit Cloud-Lösung

Auf der SPS IPC Drives 2016 stellte Turck an seinem Stand die Codesys-3-Steuerung erstmals der Öffentlichkeit vor und zeigte zugleich einen Zusatznutzen. Mit der Turck Cloud Solutions demontierte das Mühlheimer Unternehmen eine Cloud-Lösung für die Steuerung. Allerdings befindet sich die Cloud-Lösung momentan noch in der Test- und Entwicklungsphase.

Für die SPS stehen drei Haupteinsatzszenarien im Fokus: Mit der Kompaktsteuerung können kleinere Maschinen komplett autark gesteuert werden. Die TBEN-L-PLC kann aber einzelne Maschinenmodule steuern, die wiederum an einer Hauptsteuerung hängen oder sie kann als Protokollkonverter eingesetzt werden, um Maschinen mit unterschiedlichen Ethernet- oder Feldbussystemen miteinander zu vernetzen. Ein weiteres Einsatzszenario der TBEN-L-PLC ist die Steuerung einzelner Maschinenmodule. Der Mehrwert kleiner, autarker Einheiten ergibt sich aus flexiblen Kombinationen von Modulen zu einer Lösung. Gerade bei Maschinenmodulen muss häufig abhängig von deren Kombination entschieden werden, wo das Zentrum der Maschine liegt und damit die Steuerung. Mit der SPS hat jedes Maschinenmodul seine eigene Steuerung an Bord, die als Master oder Slave agieren kann. So kann der Maschinenbauer von Maschine zu Maschine neu entscheiden, wo die Intelligenz der Maschine liegt. Die Hardware setzt ihm dabei keine Grenzen. Zur Verknüpfung zweier Module müssen dann nur noch die beiden Kommunikations- und die Spannungsleitungen miteinander verbunden werden.

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Über den Autor

 Sariana Kunze

Sariana Kunze

Redakteurin online/print bei elektrotechnik AUTOMATISIERUNG, elektrotechnik