Künstliche Intelligenz

Die Mehrheit denkt bei Künstliche Intelligenz an Alexa, Siri und Co.

| Redakteur: Karin Pfeiffer

Das Thema KI ist im Bereich der Geschäftsreisen angekommen, allerdings geht es den meisten dort laut Studie von SAP Concur vor allem um sprachtaugliche Roboter und Sprachassistenten.
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Das Thema KI ist im Bereich der Geschäftsreisen angekommen, allerdings geht es den meisten dort laut Studie von SAP Concur vor allem um sprachtaugliche Roboter und Sprachassistenten. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Für Automatisierer füllt sich der Begriff Künstliche Intelligenz (KI) bekanntlich bereits mit Leben. Aber wie schaut es im ganz normalen Joballtag aus? Geschäftsreise-Experte SAP Concur hat über 4.000 Beschäftigte in sechs Ländern befragt, was sie über KI wissen. Immerhin: Die meisten haben von KI schon einmal gehört.

Während die KI-Technologie für die Wirtschaft vielfach als Hoffnungsträger gilt, schürt sie im privaten Umfeld bei vielen Menschen Unsicherheit. Doch was wissen die Menschen tatsächlich über KI und in welchen Bereichen wird die neue Technologie bereits angewendet? SAP Concur, ein führender Anbieter von integrierten Lösungen für das Geschäftsreisemanagement, hat dies in seiner jüngsten repräsentativen Befragung unter 4.273 Berufstätigen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich sowie in Schweden, Dänemark und Finnland ermittelt.

Viele haben von KI gehört – nur wenige nutzen das Potenzial

Etwas mehr als die Hälfte der befragten Deutschen geben an, dass sie den Begriff KI kennen und wissen, welche Technologien sich dahinter verbergen. Damit liegen sie im Ländervergleich knapp über dem Durchschnitt, heißt es in einer Presseinformation von SAP Concur zur Studie. Etwa 40 % der Deutschen haben demnach zwar von KI gehört, wissen aber nicht genau, was sich dahinter verbirgt. Während Befragte in Großbritannien (61 %) und Finnland (55 %) ebenfalls mehrheitlich wissen, was es mit der KI-Technologie auf sich hat, sind es in Schweden (46 %), Dänemark (41 %) und vor allem in Frankreich (29 %) deutlich weniger.

Entsprechend der Umfrage-Ergebnisse fällt die Nutzung von KI bisher eher gering aus. Knapp 70 % geben an, KI überhaupt nicht zu nutzen. Von den Anwendern geben wiederum nahezu 16 % an, KI-Technologien vorrangig privat zu verwenden. Die rein geschäftliche Anwendung fällt mit 8 % deutlich geringer aus. Finnland zeigt sich als Vorreiter in Sachen KI: Hier nutzen rund 41 % bereits KI (privat als auch beruflich), Großbritannien folgt mit 34 % und Deutschland liegt an dritter Stelle mit etwa 30 % vor Frankreich, Dänemark und Schweden.

Was in technologiegetriebenen Branchen überraschen mag, wo KI als höchst komplexes Thema gilt, erklärt sich, schaut man sich die Assoziationen mit dem Begriff an. Demnach denken die meisten der Befragten bei Künstlicher Intelligenz an Sprachassistenten (54 %) und sprachfähige menschenähnliche Roboter (53 %). Ähnlich ihrer Assoziationen mit dem Begriff KI nutzen Berufstätige KI-Technologie hauptsächlich in Form von Sprachassistenten. Insbesondere in Deutschland (57 %) und Großbritannien (56 %) werden vorrangig Alexa, Siri und Co. verwendet.

Wie kann Künstliche Intelligenz auf Geschäftsreise unterstützen?

Als Anbieter von Geschäftsreisemanagement hat SAP Concur gezielt auch Anwendungen in diesem Feld erhoben, zum Geschäftsreisende viele unterschiedliche Herausforderungen meistern müssen – egal ob Bahnstreik in Frankreich, Unwetterwarnungen oder überbuchte Hotels. KI könne hier die Arbeitnehmer in vielerlei Hinsicht entlasten. Doch wo vermuten Berufstätige selbst die größte Erleichterung durch KI? Deutsche, britische, dänische und schwedische Arbeitnehmer sehen in personalisierten Empfehlungen für Hotels, Restaurants sowie Veranstaltungen den größten Nutzen. Berufstätige Deutsche sehen zudem einen Vorteil in automatisierten Benachrichtigungen, die konkrete Handlungsempfehlungen beinhalten, indem sie beispielsweise auf verspätete Flüge hinweisen und Alternativen aufzeigen (22 %). In Frankreich ist vor allem die Kostenanalyse interessant: 31 % benennen einen Vorteil von KI in der selbstständigen Analyse von Reisekosten. Die Finnen sehen hingegen die größte Erleichterung bei der KI-basierten, automatisierten Reisekostenabrechnung (27 %).

Losgröße 1 bei Geschäftsreisen

Mit Blick auf den Sicherheitsaspekt sind vor allem Deutsche und Finnen der Meinung, dass KI – beispielsweise durch Predictive Analytics – Geschäftsreisen sicherer machen kann. Die Mehrheit der Befragten sieht zudem einen potenziellen Vorteil durch eine Personalisierung der Geschäftsreise mithilfe von KI. Obwohl Arbeitnehmer dem Thema KI laut SAP Concur verhältnismäßig positiv gegenüberstünden, stellen Unternehmen bisher noch kaum KI-Tools zur Verfügung: 64 % der Befragten geben an, keine KI-Lösungen im Unternehmen zur Verfügung zu haben.

Weniger Digital-Skepsis in Deutschland als erwartet

Die gewinnbringende Nutzung von KI verlangt häufig auch nach Nutzerdaten. Hier sind jedoch viele noch kritisch: Befragte aus Frankreich und Dänemark scheuen sich laut Studie am stärksten, persönliche Daten weiterzugeben, um von Vorteilen der Künstlichen Intelligenz auf Geschäftsreise zu profitieren. Deutsche hingegen zeigen sich auskunftsfreudig: Dort würden im Ländervergleich die meisten Befragten Geschlecht, Telefonnummer, Geburtsdatum, Firmensitz und Wohnort angeben. Am wenigsten gern werden länderübergreifend biometrische Daten angegeben.

„Die Studienergebnisse zeigen, dass noch viel Aufklärungsarbeit in Puncto KI geleistet werden muss“, so Götz Reinhardt, Managing Director MEE bei SAP Concur, gegenüber der Presse. „Etwa die Hälfte der Befragten in Deutschland gibt an, nicht genau zu wissen, was eine KI ist. Dabei ist das Verstehen einer neuen Technologie nicht nur Voraussetzung für die Implementierung im Unternehmen, sondern auch für die Akzeptanz und Nutzung der neuen Technologien durch die Mitarbeiter. Ist das Fundament gelegt, kann KI – gerade im Bereich Geschäftsreisen – das Reisen sicherer, preiswerter und komfortabler gestalten. Mit Betaversionen für einen Slack-Chatbot, einer Amazon-Alexa-Fähigkeit mit Concur-APIs oder OCR-Technologien, die bereits heute in unseren Produkten zum Einsatz kommen, arbeiten wir daran, das Potenzial, das KI bietet, voll auszuschöpfen.“

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