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Innovationswettbewerb

Digitaler Marktplatz bringt Anwender und Anbieter von KI zusammen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Ein digitaler Marktplatz, der vor allem kleine und mittelständische Unternehmen mit KI-Anwendungen zusammenbringt – das ist die Idee von It‘s OWL, mit der sie in die zweite Runde des Innovationswettbewerbs des Bundeswirtschaftsministeriums starten.

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Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, aus unzähligen Daten virtuelle Modelle zu erstellen, die bei intelligenter Produktentwicklung eine immer größere Rolle spielen. Dass Anwender und Anbietert von KI zusammenfinden, dafür soll der digitale Marktplatz sorgen.
Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, aus unzähligen Daten virtuelle Modelle zu erstellen, die bei intelligenter Produktentwicklung eine immer größere Rolle spielen. Dass Anwender und Anbietert von KI zusammenfinden, dafür soll der digitale Marktplatz sorgen.
(Bild: Miele)

Das Bundeswirtschaftsministerium (IBMWi) hat den Innovationswettbewerb ‚Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftliche relevante Ökosysteme‘ ausgeschrieben, auf den sich 130 Organisationen beworben haben. Jetzt startet der Wettbewerb mit 35 ausgewählten Organisationen in die zweite Runde. Mit dem Projekt möchte das Bundesministeriums Innovationen im Bereich KI in Deutschland fördern und auf eine breitere Basis als bisher stellen. Die eingereichten Ideen stammen aus Bereichen wie Mobilität, Gesundheitswirtschaft, Industrie, Smart Living, Landwirtschaft, Handel und Bauen.

Die vom BMWi ausgewählten 35 Teilnehmer erhalten bis Sommer 2019 die Möglichkeit und die Fördermittel, um detaillierte Roadmaps zur Umsetzung ihrer Konzeptidee und zur Bildung schlagkräftiger Konsortien auszuarbeiten. Die aussichtsreichsten Vorschläge werden zum Abschluss des Wettbewerbs prämiert und können in der anschließenden Umsetzungsphase Ende 2019/Anfang 2020 verwirklicht werden.

Künstliche Intelligenz für die Produktentwicklung

Mit dabei ist auch It‘s OWL mit der Projektidee, Künstliche Intelligenz für die Produktentwicklung zu nutzen und Unternehmen Lösungen auf einem virtuellen Marktplatz bereitzustellen.

Das sind die Projektpartner:

  • Das Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM
  • Das Heinz-Nixdorf-Institut
  • Das Institut für industrielle Informationstechnik Init aus Lemgo
  • Das Exzellenzcluster Cognitive Interaction Technology Citec aus Bielefeld

Das Vorhaben der OWL-Partner ist im Bereich Industrie verortet. „Wir freuen uns, dass wir als eine von nur sechs geförderten Industrieprojektideen ausgesucht wurden,“ sagt Prof. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer Strategie it‘s OWL.

Ein digitaler Marktplatz für künstliche Intelligenz

„Wir wollen in dem Projekt eine digitale Plattform – einen sogenannten Marktplatz –entwickeln, welcher die Anbieter von KI-Anwendungen und produzierende Unternehmen zusammenbringt“, erläutert Projektleiter Dumitrescu das Vorhaben. Gleichzeitig würden bereits bestehende und verfügbare KI-Angebote auf dem digitalen Marktplatz zur Verfügung gestellt, so Dumitrescu weiter. Der KI-Marktplatz funktioniert auf ähnliche Weise wie bekannte Marktplätze, zum Beispiel Amazon, im Konsumentenbereich. Ein Hersteller von Maschinen hat über den KI-Marktplatz beispielsweise Zugang zu Forschungsergebnissen aus dem Bereich KI im Engineering. Diese Ergebnisse kann er dann ohne aufwändige und kostenintensive firmeninterne Forschung nutzen, um sie für das eigene Engineering anzupassen.

Im Projekt wird dazu untersucht, wie ein derartiger Marktplatz gestaltet werden muss, damit Unternehmen ihn nutzen. Das rund 200 Partner umfassende Technologie-Netzwerk It’s OWL wird dabei die Keimzelle des nationalen KI-Marktplatzes sein. Aus verschiedenen Anwendungsszenarien soll ein Erfolg versprechendes Konzept entwickelt und umgesetzt werden. Vom digitalen KI-Marktplatz sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren. Sie haben selten ausreichend Ressourcen, um eigene KI-Anwendungen zu entwickeln. Als Teil des Marktplatzes hätten sie Zugriff auf Technologie, die ihr Unternehmen bei der Digitalisierung voranbringt und ihr Geschäftsmodell nachhaltig in die Zukunft führt.

Für die Projektphase bis zum Sommer können sich interessierte Unternehmen aus dem Clusterumfeld bewerben, um die möglichen Anwendungsszenarien sowie die geplante Roadmap mitzugestalten und von Anfang an Teil des KI-Marktplatzes zu sein.

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