5G

E.Go Mobile rüstet auf 5G-Technologien um

| Redakteur: Katharina Juschkat

E.Go setzt auf 5G (v.l.): Prof. Schuh, CEO E.Go Mobile AG und Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland.
E.Go setzt auf 5G (v.l.): Prof. Schuh, CEO E.Go Mobile AG und Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland. (Bild: Vodafone / Valéry Kloubert)

Der Elektroautohersteller E.Go Mobile hat sein Werk als erster Automobilhersteller in Deutschland auf 5G-Technologien umgerüstet. Damit wird die Bandbreite erhöht und die Latenzzeiten verkürzt.

Das Werk von E.Go Mobile, dem ambitionierten Elektroautohersteller aus Aachen, der mit seinem bezahlbaren E-Auto Schlagzeilen machte, steht ganz im Zeichen von Industrie 4.0. Jetzt rüstet das Unternehmen auf die 5G-Technologie um.

Mobiles Assistenzsystem auf 5G umgerüstet

Das Unternehmen startet gemeinsam mit Vodafone, Ericsson und SEW Eurodrive die Datenkommunikation über ein Mobilfunknetz, welches vollständig vom öffentlichen Mobilfunknetz isoliert ist. Dazu nutzen die Unternehmen die heute schon verfügbaren Standards und Protokolle der kommenden 5G-Technologie. SEW rüstet in diesem Zuge ein erstes mobiles Assistenzsystem auf die modernen Mobilfunkstandards um, weitere könnten im Anschluss folgen.

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Mobile Edge Computing und Network Slicing im Einsatz

Damit kommen laut E.Go erstmals in der Automobilproduktion in Deutschland in einem autarken Netz die 5G-Technologien „Mobile Edge Computing“ und „Network Slicing“ zum Einsatz. Mobile Assistenzsysteme, Maschinen und Werkzeuge tauschen so nahezu in Echtzeit Informationen aus – über den aktuellen Standort, zum momentanen Batteriezustand oder zur geplanten Fahrroute. Die Mobilfunktechnologie „Network Slicing“, die Vodafone speziell und virtuell für das E.Go-Werk 1 bereitstellt, verringert die Verzögerungszeit, mit der die Daten übertragen werden – die Latenz – auf weniger als zehn Millisekunden.

Die mobilen Assistenzsysteme sind mit Sensoren ausgestattet und erfassen eigenständig sämtliche Umgebungsinformationen. Weil die erfassten Daten direkt in der Produktionshalle in kleinen Echtzeit-Rechenzentren – „Mobile Edge Computing“ – ausgewertet werden, gelangen sie per Mobilfunk in Echtzeit zurück zum Fahrzeug. Dieses passt, basierend auf den analysierten Daten, die Fahrtrichtung an und lenkt, bremst und beschleunigt selbstständig. Im Nahfeld kann ein mobiles Assistenzsystem mit der eingebauten, referenzlosen Navigation oder einem anderen Ortungsverfahren autonom navigieren.

Insgesamt 36 kleine Mobilfunkantennen sollen in der 8.500 m² großen Produktionshalle künftig für Bandbreiten im Gigabit-Bereich und Latenzzeiten von wenigen Millisekunden sorgen. Damit lösen die beteiligten Unternehmen die WLAN-Kommunikation ab und wollen einen Erfahrungsschatz in der Nutzung zellfunkbasierter Kommunikation aufbauen.

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