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Kommunikation Ein Toolkit sorgt für die schnelle Entwicklung von OPC UA-Funktionen

| Autor / Redakteur: Georg Süss* / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Für den Zugriff externer Anwendungen auf Gerätedaten setzte Lenze bislang auf den Standard OPC Classic. Da dieser Standard moderne Anforderungen aber nicht mehr abdeckt, entschied sich das Unternehmen für die Entwicklung eines OPC UA-Servers. Dafür kam ein OPC-Development-Toolkit von Softing Industrial Automation zum Einsatz.

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Einfach intelligente Maschinen bauen: Die Easy Machine 2.0 von Lenze.
Einfach intelligente Maschinen bauen: Die Easy Machine 2.0 von Lenze.
(Bild: Lenze)

Lenze ist ein weltweit führender Antriebs- und Automatisierungs-Spezialist für den Maschinenbau. Unter dem Thema „Motion Centric Automation“ bündelt Lenze mehr als 65 Jahre Erfahrung in der Bewegungsführung und unterstützt seine Kunden in allen Phasen des Entwicklungsprozesses, von der initialen Idee bis hin zum Betrieb der Maschine. Die Basis bildet ein umfassendes Portfolio von vorgedachten Antriebslösungen, kompletten Automatisierungssystemen, Engineering Tools, modularer Software sowie Dienstleistungen aus einer Hand, die dem Kunden die Realisierung, Produktion und den Maschineneinsatz so einfach wie möglich machen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet die Verwendung offener Standards und Schnittstellen.

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Das Lenze-Entwicklungswerkzeug Easy Starter fasst die Funktionalität für die schnelle und einfache Geräteinbetriebnahme und -wartung durch Service-Techniker zusammen. Eine grafische Oberfläche mit wenigen Schaltflächen erlaubt die einfache Parametrierung, Inbetriebnahme und Online-Diagnose aller Lenze-Geräte einschließlich Steuerungen. Auch lassen sich mit dem Starter komplette Anwendungen auf das Gerät laden. Er unterstützt die Einbindung verschiedener Kommunikationsverbindungen über Ethernet, Feldbussysteme und die USB-Schnittstelle. Er beinhaltet außerdem die Logik zur Erkennung der Lenze-Geräte, zur Auswahl der passenden Gerätebeschreibung sowie spezielle Methoden zum Zugriff auf Gerätefunktionen.

Von OPC Classic zu OPC UA

Entsprechend der Lenze-Philosophie erfolgt der Zugriff der Anwender mit Fremd-Software auf die Lenze-Geräteparameter über eine standardisierte, sichere und zukunftsfähige Schnittstelle, die unabhängig vom Einsatz bestimmter Feldbusse und Plattformen ist. In der Vergangenheit kam dafür der Lenze-Drive-Server auf Basis des OPC Classic-Standards zum Einsatz. Dieser setzt auf der COM-Technologie von Microsoft auf, kapselt die verwendeten Kommunikationsprotokolle und stellt die Geräteparameter anderen Automatisierungsanwendungen, z.B. Visualisierungssystemen, zur Verfügung. Allerdings ist die COM-Technologie inzwischen in die Jahre gekommen und schwer zu warten. Zudem deckt dieser Standard moderne Anforderungen wie die Realisierung von Sicherheitsaspekten nicht ab.

Bei der Suche nach einem zukunftsfähigen Lösungsansatz für die Nachfolge von OPC Classic untersuchte Lenze den Standard OPC UA (Unified Architecture). Neben der unterstützten Funktionalität spielte auch die Leistungsfähigkeit eine wichtige Rolle, da insbesondere die zeitkritischen Anforderungen abgedeckt werden sollten. Aber auch das umfangreiche Sicherheitskonzept, die Kommunikation über das Internet, die Möglichkeit zum Einsatz auf Embedded-Plattformen sowie Abdeckung der Industrie 4.0-Anforderungen sprachen für den OPC UA-Standard. Nach eingehender Prüfung entschied sich Lenze für die Entwicklung eines OPC UA-Servers.

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