Rundsteckverbinder

Eine runde Sache für den Geräteanschluss

| Autor / Redakteur: Jörg Zenkner* / Ines Stotz

Herzstück der elektrischen Verbindungstechnik – robuste Rundsteckverbinder zur Signal- und Leistungsübertragung
Herzstück der elektrischen Verbindungstechnik – robuste Rundsteckverbinder zur Signal- und Leistungsübertragung (Phoenix Contact)

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Überall, wo es im rauen Industrieeinsatz auf zuverlässige Signal- und Leistungsübertragung ankommt, bilden Rundsteckverbinder das Herzstück der elektrischen Verbindungstechnik. Als Kompetenzzentrum für Rundsteckverbindungen bietet die Phoenix Contact-Tochter Coninvers ihre umfassenden Lösungen mit zahlreichen Neuerungen an.

Die Anforderungen an die Steckverbindungstechnik sind in den letzten Jahren vielfältiger geworden. So erfordern etwa höhere Vibrationsbelastungen sichere Kontaktlösungen und spielfreie Stecksysteme. Zunehmende Bedeutung gewinnt auch die einfache und schnelle Verriegelungstechnik von Steckverbindern. Auch die globale Verfügbarkeit und der weltweite technische Support spielen eine wichtige Rolle.

Rundsteckverbinder haben viele Vorteile

Rundsteckverbindungen vereinen durch ihren konstruktiven Aufbau verschiedene Vorteile in sich. Sie sind einfacher abzudichten und erfüllen die Anforderungen an eine hohe Schutzart - üblicherweise IP 65/67. Die zylindrische Form erweist sich für die EMV-Richtlinien als vorheilhaft - etwa im Hinblick auf die Richtlinie 2004/108/EG zur Vermeidung von elektrischen Störungen anderer Betriebsmittel.

Waren noch vor zwanzig Jahren fast alle Rundsteckverbindungen durch amerikanische MIL-Standards geprägt, hat sich seit der Einführung der ersten EMV-Richtlinie am 1.1.1996 immer stärker das metrische System durchgesetzt. Mit ihren metrischen Gewinden bieten die Rundsteckverbinder auch Vorteile bei der Schirmanschlusstechnik und Schutzleiter-Gehäuseanbindung.

Eine Lösung für alle Fälle

Bei der Spezifizierung und Auswahl von Steckverbindern stehen die elektrischen Anforderungen im Mittelpunkt - Strom, Spannung und Polzahl. Unterschieden wird zwischen Signal- und Leistungssteckverbindungen.

Signalsteckverbindungen werden meist innerhalb der Grenze für Schutzkleinspannungen betrieben und sind bis maximal 50 V AC ausgelegt - es sei denn, sie verfügen über eine doppelte Isolierung, die die Berührung von beschädigten Litzen zum Metallgehäuse verhindert.

Bei Leistungssteckern wird anhand von Verschmutzungsgrad und bestehenden Luft- und Kriechstrecken die maximale Spannungsbelastung errechnet und durch die elektrische Überschlagsprüfung validiert. Für typische Industrieanwendungen liegt die Betriebsspannung bei maximal 630 V. Alle Signal- und Leistungsstecker gibt es auch als vorkonfektionierte Kunststoff-umspritzte Ausführungen.

Bei den neuen Komponenten hat Coninvers viel Wert auf eine einheitliche Konfektionierbarkeit gelegt. Vor allem die Leistungsstecker für Signal und Leistung können nun mit der gleichen schnellen Konfektionierungstechnik angeschlossen werden. Bei der Schirmauflage kann dabei meist auf die Kürzung des Schirmgeflechts verzichtet werden. Alle Komponenten verfügen nun über den Schnellverschluss „Speedcon“ und können außerdem mit Farbmarkierungen zur besseren Unterscheidung ausgestattet werden.

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Modulare Signalsteckverbindungen

Signalstecker gibt es in den Größen M17 und M23, letztere sind seit vielen Jahren etabliert. Mit ihren Polzahlen 6, 7, 6+3, 8+1, 12, 16, 17 sowie 16+3 bieten sie ein weites Spektrum an Gehäusebauformen und Anschlussarten. Zur Hannover Messe 2013 hat Coninvers ein komplettes Re-Design dieser Serie vorgestellt: M23 Advance. Zu den Produktverbesserungen gehört auch das Schnellverschlusssystem Speedcon sowie eine optimierte Konfektionierbarkeit.

Auch bei den Gerätesteckern hat sich einiges getan – alle Isolierkörper sind nun von hinten einrastbar und im Service-Fall von vorne zu lösen. Damit wird die Montage der Stecker im Gerät bequem und prozesssicher, besonders bei vorkonfektionierten Baugruppen und bei der Leiterplatten-Montage.

Die Dezentralisierung der Antriebstechnik sowie immer kleinere Motoren lassen auch die Steckverbinder schrumpfen. Die M17-Signalsteckverbinder von Coninvers gibt es daher in zwei Baugrößen: M17 Standard sowie als um 15 Prozent kleinerer M17 Compact. Für beide Baugrößen werden Signalisolierkörper mit 8 und 17 Kontakten angeboten.

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