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WSCAD Suite 2018 Electrical Engineering – Gold für Preis und Leistung

| Autor/ Redakteur: Thomas Walker und Ines Stotz* / Ines Stotz

Planen, entwickeln und konstruieren – gewerkeübergreifend auf einer Plattform mit zentraler Datenbank: Das bietet die WSCAD Suite in den Disziplinen Elektrotechnik, Schaltschrankbau, Verfahrens- und Fluidtechnik, Gebäudeautomation und Elektroinstallation. Die Version 2018 bringt neue Funktionen und viele Verbesserungen.

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Mit der neuen WSCAD Suite 2018 entwickeln und konstruieren Anwender in sechs Disziplinen auf einer Plattform.
Mit der neuen WSCAD Suite 2018 entwickeln und konstruieren Anwender in sechs Disziplinen auf einer Plattform.
(Bild: WSCAD)

Wer die Planung seiner Maschinen und Anlagen mit dem Verfahren beginnt, kann entweder die erzeugten PDF-Pläne in die E-CAD-Lösung von WSCAD einlesen oder diese gleich mit dem Modul PI (steht für Piping & Instrumentation Diagrams) der WSCAD Suite entwickeln. Messstellen lassen sich beim Einlesen wandeln oder nachträglich setzen und später in den Stromlaufplänen weiter nutzen. Den Rohrleitungsdiagrammen folgen die Fluid- und Stromlaufpläne mit den Modulen FE (Fluid Engineering) und EE (Electrical Engineering). Für den Aufbau von Schaltschränken gibt es das Modul CE (Cabinet Engineering). Grundlage sind zuvor erstellte Stromlaufpläne oder ein Datenimport aus anderen E-CAD-Systemen. Komponenten lassen sich zehntelmillimetergenau platzieren, Verbindungen und der Füllgrad der Kabelkanäle werden automatisch berechnet und angezeigt. Die erzeugten Daten lassen sich sofort und ohne zusätzlichen Aufwand für die Fertigung von Drähten, Drahtsätzen, Montageplatten und Schranktüren auf NC-Automaten namhafter Hersteller nutzen.

Neu ist die Verwendung von 3D-Daten im Step-Format für die fotorealistische 3D-Darstellung und Berechnung eventueller mechanischer Bauteilkollisionen im Schrank.

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AR-App: nie wieder vergilbte oder fehlende Unterlagen

Ein Highlight für Servicetechniker ist die neue AR-App für Augmented Reality im Schaltschrank. Sie erkennt das per Smartphone oder Tablet anvisierte Bauteil, zeigt es in allen Plänen und blendet alle dazu gehörigen Artikeldaten ein – inklusive der original Herstellerdatenblätter. Nie wieder gibt es vergilbte, veraltete oder gar fehlende Unterlagen vor Ort. Instandhalter wissen sofort, was sie vor sich haben.

Ergänzendes zum Thema
Electrical Engineering mit der WSCAD Suite 2018
Interview mit Dr. Axel Zein, Geschäftsführer, WSCAD

Dr. Axel Zein, Geschäftsführer, WSCAD: „Unser Fokus liegt seit jeher darauf, kostenbewussten Anwendern eine intuitiv nutzbare Lösung an die Hand zu geben.“
Dr. Axel Zein, Geschäftsführer, WSCAD: „Unser Fokus liegt seit jeher darauf, kostenbewussten Anwendern eine intuitiv nutzbare Lösung an die Hand zu geben.“
( Bild: WSCAD )

Kurz zusammengefasst: Was steckt technisch in der neuen WSCAD Suite 2018?

Zu den vielen Neuerungen gehören unter anderem die übergeordnete Strukturierung nach IEC DIN EN 81346, eine Augmented Reality App für Service und Instandhalter, hochwertige 3D-Daten im Step-Format in unserem Onlineportal wscaduniverse.com sowie die in allen Disziplinen durchgängig nutzbaren Datenpunkte im Modul Building Automation.

Welchen Mehrwert bieten Sie Ihren Kunden damit?

Eine konsequent durchdachte übergeordnete Strukturierung bringt viele Vorteile: einfach eine Teilschaltung in die Pläne eines anderen Standortes ziehen – und alle Referenzkennzeichen werden automatisch in die übergeordnete Strukturierung eingegliedert. Das sonst zeitintensive und fehleranfällige manuelle Umbenennen entfällt.

Mit der Augmented Reality App wissen Instandhalter sofort, welche Komponenten sie im Schaltschrank vor sich haben und wo und in welchen Plänen diese verbaut sind. Zudem haben sie auf Knopfdruck Zugriff auf die zugehörigen Artikeldaten und Originaldatenblätter der Hersteller. Das bringt eine immense Zeitersparnis, weil die heute umständliche und oft erfolglose Suche nach aktuellen Schaltplänen entfällt.

Das Thema 3D-Daten im Step-Format birgt gleich zwei große Vorteile: Erstens nutzen wir dieses Datenformat für eine fotorealistische 3D-Darstellung der Schrankaufbauten, zweitens berechnen wir damit eventuelle mechanische Kollisionen im Schrank auf Grundlage der tatsächlichen Komponentenmaße. Mit einem Klick lässt sich also herausfinden, ob eine Schranktür sauber schließt. Schließlich hat die Durchgängigkeit der in der Gebäudeautomation erfassten Datenpunkte über alle Disziplinen hinweg große Auswirkungen, beispielsweise die direkte Zuordnung zum passenden E/A-Kanal der DDS/SPS-Steuerung.

Sie sagen, dass Anwender für diese Funktionalität im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten nur etwa die Hälfte bezahlen müssen. Wie ist das ohne Qualitätseinbußen machbar?

Der Fokus von WSCAD liegt seit jeher darauf, kostenbewussten Anwendern eine intuitiv nutzbare Lösung an die Hand zu geben. Letztes Jahr haben uns Kunden vor allen anderen E-CAD-Anbietern in der Kategorie ‚Bestes Preis-Leistungsverhältnis‘ das ‚Goldene e 2016‘ verliehen. Diese Tradition behalten wir bei. Auch in der neuen Version haben wir die Funktionalität und die Qualität signifikant nach oben gedreht, nicht die Preise. Daher muss die Frage eher lauten: Warum sind die Wettbewerber von WSCAD so viel teurer?

Vor einem Jahr sagten Sie an dieser Stelle, die Welt lässt sich nicht auf einmal revolutionieren und haben das Thema Automatisieren des Electrical Engineerings in ein Vierstufenkonzept gepackt. Jetzt sind es fünf Stufen. Hat es sich bewährt?

Absolut. Viele unserer Kunden fangen in kleinen Schritten an und erschließen sich durch Strukturieren und Standardisieren zahlreiche Vorteile: Sie arbeiten erheblich schneller, gewinnen ein hohes Maß an Transparenz in ihren Projekten und liefern zudem so ganz nebenbei eine höhere Qualität ab. Wenn sie dann weitergehen und mit Makros und Makrovarianten Teilschaltungen systematisch wiederverwenden oder mithilfe unseres Project Wizards Pläne mehr oder weniger vollständig auf Knopfdruck generieren, verkürzen sich die Konstruktionszeiten weiter.

Hosokawa Alpine beispielsweise arbeitet bereits nach zwei Monaten um 20 Prozent schneller und unternehmensweit mit einheitlichen Plänen und Standards. Bei Caterpillar erzeugt der Vertrieb mithilfe eines eigenen Produktkonfigurators über unser Automation Interface die kompletten elektrotechnischen Unterlagen. Das läuft als Hintergrundprozess mit konstant hoher Qualität und ohne Interaktion der Elektrokonstrukteure. Noch mehr freie Zeit lässt sich kaum gewinnen …

Gebäudeplanung: Datenpunkte jetzt durchgängig in allen Disziplinen

Auch Gebäudeautomatisierer dürfen sich freuen: Anlagen- oder Regelschemata werden mithilfe des Moduls BA (Building Automation) erstellt. Damit stehen die in Datenpunktlisten nach VDI 3814 und 3813 erfassten Datenpunkte jetzt durchgängig in allen Disziplinen für die weitere Bearbeitung zur Verfügung. Heißt, sie können direkt dem passenden E/A-Kanal einer DDS/SPS-Steuerung zugeordnet werden. Liegen die Schemata erst einmal vor, werden mit dem Modul EI (Electrical Installation) die erfassten Feldgeräte an den Ort ihrer späteren Montage in die Grundrisse eingezeichnet. Diese kommen meist von Planungsbüros und Architekten in Form von PDF- oder DWG-Dateien und werden für die weitere Bearbeitung einfach eingelesen. Nach der Verknüpfung lassen sich Materiallisten erstellen und zuvor angelegte Kabel sofort als fertige Kabellisten für den weiteren Einsatz auswerten.

Umfangreichste E-CAD-Datenbibliothek

Weil die sechs Module auf einer Plattform laufen und Symbole und Artikeldaten aus ein und derselben Datenbank kommen, referenzieren diese in allen Plänen und Dokumenten aufeinander. Die Änderung einer Komponente oder ein Makrotausch sind sofort in allen anderen Plänen vollzogen. Die mit der WSCAD-Lösung mitgelieferte Datenbank enthält bereits eine große Anzahl an Symbolen und Artikeldaten. Anwender haben zudem kostenlosen Zugriff auf wscaduniverse.com, die derzeit weltweit umfangreichste E-CAD-Datenbibliothek mit aktuell über 1,2 Mio. Datensätzen von mehr als 170 Herstellern in den E-CAD-Formaten WSCAD und Eplan. Neu zu finden sind dort jetzt auch hochwertige 3D-Daten im Step-Format.

Lizenzen einfach ausleihen

Bestandteil der neuen WSCAD Suite 2018 ist die übergeordnete Strukturierung von Maschinen und Anlagen mithilfe von Strukturkennzeichen nach IEC 81346. Konsequent durchdacht und angelegt, wird mit einem kleinen Zusatzaufwand zu Anfang die Transparenz und Qualität der Projekte dauerhaft erhöht – und dies entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses durch vereinheitlichte Methoden, Pläne, Listen und Materialien.

Neu ist auch die Ausleihfunktion in der Lizenzierung: Lizenzen können jetzt für einen bestimmten Zeitraum ausgeliehen werden – beispielsweise wenn man auf die Baustelle oder zu Kunden geht.

* *Thomas Walker, Walkerbretting Corporate Publishing GmbH

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