EMV 2012

EMV Young Engineer Award und Best Paper Awards verliehen

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Minimal-invasiv Schaltnetzteile lokalisieren

„Minimal-invasive Methode zur Lokalisierung von Schaltnetzteilen mit schadhaftem Zwischenkreis-Kondensator in hochverfügbaren Anlagen“ Martin Frey, ARGE Rundfunk-BetriebstechnikSchaltnetzteile beinhalten leistungselektronische Schaltregler, die bei größeren Abweichungen von ihrem bestimmungsgemäßen Betriebspunkt z.B. durch gealterte, schadhafte Zwischenkreiskondensatoren in jeder Netzspannungshalbschwingung periodisch zu instabilen Prozessen neigen. Dann werden sie zu EMV-Störquellen, die Signale mit komplexer Struktur aussenden. Dadurch können sie andere Signalsysteme in einer Gebäudeinfrastruktur in ihrer Funktion beeinträchtigen. Außerdem sind die Störsignale ein Indiz für den baldigen Ausfall dieser Netzteile.Aus beiden Gründen (Störquellenbeseitigung und vorbeugende Wartung) ist der zeitnahe Ersatz dieser auffälligen Netzteile geboten. Detektion und Lokalisation müssen in hochverfügbaren Anlagen, wie z.B. Rechenzentren ohne unzulässige Minderung der Verfügbarkeitsanforderungen erfolgen. In diesem Beitrag wird daher eine minimal-invasive Methode vorgestellt, die bei redundanter Struktur der Stromversorgung bis zum Endgerät das Auffinden der Störquelle unter den genannten Bedingungen ermöglicht.Die Wirksamkeit der Methode wurde in einem Labornetzwerk mit vier vernetzten Sensoren überprüft. Die im Labornetzwerk durchgeführte Detektion und Lokalisation von Netzteilen mit schadhaftem Zwischenkreiskondensator, die als reale Störquellen in Theatern und Funkhäusern auffällig geworden waren, werden dokumentiert, bevor der Beitrag mit einem Ausblick auf die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten endet. „Beschleunigung schneller Löser in der Momentenmethode bei Einkopplungsproblemen mit Mehrfachanregung“Arne Schröder, Technische Universität Hamburg-HarburgEin wichtiger Aspekt auf dem Gebiet der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) ist die Einkopplung externer Felder in teilweise geöffnete Strukturen wie z.B. Flugzeuge, Gerätegehäuse

oder Fahrzeugkarosserien. Zur Beurteilung der Immunität gegenüber äußeren Feldern ist es notwendig, das betrachtete Objekt einem elektromagnetischen Feld aus verschiedenen Einfallsrichtungen auszusetzen. Das numerische Lösen von Problemstellungen mit Mehrfachanregung unter Verwendung von Beschleunigungsalgorithmen in der Momentenmethode ist in der Regel sehr zeitaufwendig, da eine Vielzahl von Problemen zu lösen ist. Dieser Beitrag stellt eine Hybridmethode vor, die den Lösungsaufwand von Einkopplungsproblemen erheblich reduziert und die im Programmpaket CONCEPT-II implementiert wurde. Die Effizienz und Genauigkeit des vorgestellten Ansatzes wird anhand der Einkopplung externer EM Felder in praxisnahe Objekte demonstriert. Der Beitrag zeigt, dass der vorgestellte Ansatz eine Beschleunigung bis zu einem Faktor sechzehn im Vergleich zu einer konventionellen Methode erzielt und den aus der Literatur bekannten Verfahren deutlich überlegen ist.

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