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Siemens Erinnerungen an die Pioniere des ersten Stromzeitalters

Redakteur: Sariana Kunze

Bei einem Festakt würdigten Prinz Luitpold von Bayern, der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon und Siemens-Chef Peter Löscher die ersten Pioniere des Stromzeitalters.

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1924 Eröffnung des Walchenseekraftwerks: Die leistungsstarken Generatoren des damals größten Speicherkraftwerks der Welt sind von der Siemens-Schuckertwerke - hier ein Einphasen-Generator im Prüffeld <em id="ForP_4A7ACF2E-BCD8-589B-5FFBBDF97D23A056">Bilder: Siemens</em>
1924 Eröffnung des Walchenseekraftwerks: Die leistungsstarken Generatoren des damals größten Speicherkraftwerks der Welt sind von der Siemens-Schuckertwerke - hier ein Einphasen-Generator im Prüffeld <em id="ForP_4A7ACF2E-BCD8-589B-5FFBBDF97D23A056">Bilder: Siemens</em>
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Auftrag von König Ludwig II. hatte Sigmund Schuckert 1878 auf Schloss Linderhof das weltweit erste Elektrizitätswerk auf Basis von nach dem Siemens-Prinzip arbeitenden Dynamos errichtet. „Auch heute“, sagte Peter Löscher, „stehen wir wieder an der Schwelle zu einem neuen Stromzeitalter. Es wird geprägt sein durch erneuerbare Energien, intelligente Netze, Elektromobilität und eine hohe Energieeffizienz. Gerade die Geschichte von Linderhof zeigt: Visionen können Wirklichkeit werden.“

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Rund 100 Gäste aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien nahmen am Festakt „Pioniere des Stromzeitalters“ auf Schloss Linderhof teil. Bereits 1878 ließ König Ludwig II., dessen Todestag sich am 13. Juni zum 125. Mal jährt, die Venusgrotte in Linderhof elektrisch beleuchten. „Tradition und Technik sowie Schutz der Natur und Fortschritt waren schon damals - und sind es auch heute - keine Widersprüche“, betonte Prinz Luitpold von Bayern. „Unser Vorfahre, Ludwig II., verfolgte konsequent seine visionären künstlerischen Ziele, aber er setzte dabei stark auf die Erfindung von Technik- Pionieren wie Sigmund Schuckert und Werner von Siemens, wobei er stets auch den Erhalt der bayerischen Natur als wesentlichen Werkt für die Zukunft im Auge behielt.“

24 nach dem Siemens-Prinzip arbeitende Dynamomaschinen sowie Kohlebogenlampen von Siemens ermöglichten damals die von Ludwig II. erträumte, märchenhafte strahlende Farbenpracht in der Venusgrotte. Diese elektrische Anlage in Linderhof wurde ein Jahr von Thomas A. Edisons ersten Versuch mit Glühlampen und vier Jahre vor der Errichtung der ersten öffentlichen Elektrizitätswerke fest installiert. „Man kann daher mit Fug und Recht sagen, dass das Zeitalter der nutzbaren Elektrizität in Linderhof seinen Anfang nahm“, sagte Siemens-Chef Peter Löscher.

Während für Ludwig II. die Ästhetik im Vordergrund stand, zählt für die Pioniere unserer Tage vor allem die Optimierung der Effizienz, so Peter Löscher: „Wir stehen am Beginn einer neuen Zeit. Einer Epoche der Nachhaltigkeit. Wachstum, Lebensqualität und steigender Wohlstand bei zugleich geringerem Ressourcenverbrauch und Schonung des Klimas müssen unser Ziel sein: Dies miteinander in Einklang zu bringen, ist unsere Aufgabe und Verantwortung.“ Die Lösung liege im neuen Stromzeitalter: „Zu Ludwigs Zeiten war Strom Wegbegleiter der Industrialisierung. Heute ist Strom Wegbereiter der grünen Re-Industrialisierung“, sagte Peter Löscher. Denn Strom könne extrem umweltfreundlich erzeugt, verlustarm übertragen und hoch effizient genutzt werden.

„Energie und elektrischer Strom sind entscheidende Erfolgsfaktoren für Wirtschaft und Umweltschutz“, betonte auch Finanzminister Georg Fahrenschon. „Mit unserem Energiekonzept schaffen wir in Bayern genau die richtigen Rahmen auf dem Weg ins neue Stromzeitalter.“ Pionierprojekte und Partnerschaften wie die Modellregionen für Elektromobilität oder die Initiative für CO2-freie Haushalte seinen wichtige Schritte auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft.

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