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Industrial Ethernet

Ethernet-Schnittstelle mit B-Kodierung für mehr Anwendungen

| Autor/ Redakteur: Jonas Diekmann* / Sariana Kunze

Robuste und kleine Schnittstellen sind gefragter denn je. Für Anwendungsfälle von Cat. 6A Industrial Ethernet bietet Harting die Ethernet-Schnittstelle ix Industrial in A-Kodierung. Für noch mehr Anwendungen gibt es diese künftig auch in 10-poliger Signalausführung – ix Industrial Signal in B-Kodierung.

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Die Ethernetschnittstelle ix Industrial kombiniert Datenübertragung und Stromversorgung in einem Interface. Neben der A-Kodierung gibt es diese nun auch als B-Kodierung.
Die Ethernetschnittstelle ix Industrial kombiniert Datenübertragung und Stromversorgung in einem Interface. Neben der A-Kodierung gibt es diese nun auch als B-Kodierung.
(Bild: Harting)

Industrielle Geräte werden immer kleiner und filigraner. Jedoch kommen noch vielfach Schnittstellen für Daten und Power zum Einsatz, die schon seit Jahrzehnten am Markt sind, wie z.B. RJ45, M12 und Co. Diese stellen mittlerweile das mit Abstand größte Bauteil bei miniaturisierten Geräten dar. Doch nicht nur die Baugröße kann problematisch sein, auch die Stabilität, wie z.B. bei RJ45, ist immer wieder ein Knackpunkt.

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Abgebrochene Verrasthebel sind hier keine Seltenheit. Eine kleinere und robustere Schnittstelle für Industrial Ethernet bietet Harting mit dem ix Industrial Steckverbinder. Diese miniaturisierte Schnittstelle gibt es seit der Hannover Messe 2018 mit einer haptisch verbesserten Gehäuseform, die das Handling sicherer und einfacher machen soll. Zudem bietet das Familienunternehmen jetzt auch eine Typ B Version mit zehn Kontakten für Signale und Bussysteme an. Im Gegensatz zur Gigabit-Variante werden hier alle zehn Kontakte für die Signalübertragung verwendet und nicht als Schirmungselement von getrennten Kontaktpaaren genutzt. Rein äußerlich ist die B-Kodierung kaum von der Gigabit-Variante zu unterscheiden. Lediglich das Steckgesicht verrät den Unterschied der Anwendungsbestimmung. Durch die verschiedenen Kodierungen ist zudem ausgeschlossen, dass versehentlich eine Ethernet-Schnittstelle mit einem Signalinterface verbunden wird und so Fehlfunktionen entstehen.

70 Prozent kleiner als RJ45 Steckverbinder

Wie bei Typ A verfügt auch Typ B über eine minimierte Baugröße, die 70 Prozent kleiner ist als bei einem herkömmlichen RJ45 Steckverbinder. So haben Gerätehersteller die Möglichkeit, ein Gerät kleiner auszulegen oder es bei gleicher Größe mit mehr Schnittstellen zu versehen. Diese Option kommt immer weiter steigenden Datenraten und breiterer Nutzung von Ethernet nach. Um die Schnittstelle für zukünftige industrielle Anwendungen zu rüsten, ist nicht nur ein verringerter Bauraum wichtig, sondern auch eine gesteigerte Stabilität. Diese Stabilität sollen die 5 THR Pins der Buchse in der Leiterplatte und Metallhaken im Stecker gewährleisten. Eine fest mit dem Steckverbindergehäuse verbaute Kabelklemmung sorgt für die entsprechende Zugentlastung der Verbindung.

BUCHTIPP Das „Praxishandbuch Steckverbinder“ ist ein Nachschlagewerk für die Geräteentwicklung und für den Einsatz von Steckverbindern. Entwickler und Anwender erhalten Antworten auf Fragen zur Ausführung, Materialien, physikalische Grundlagen, Kontaktoberflächen, Abschirmmaßnahmen, Gehäusemechanik und Verriegelungssysteme.

Signalvariante trotzt Schock und Vibration

Wie auch die Typ A Kodierung ist auch die Typ B nach IEC 61076-3-124 genormt. So können Schock und Vibration auch der Signalvariante nichts anhaben. Die robuste Verriegelung mit Metallhaken sichert die Verbindung und ein konstruktiv vereinfachtes Schirmgehäuse reduziert die Anzahl an Einzelteilen. Dieser Aspekt spielt besonders bei der Montage eine Rolle. Um die Konfektion der Steckverbinder zu vereinfachen, gibt es laut Harting beide ix Industrial Varianten auch als IDC (Isulation displacement contact) Variante geben. Es gibt beide Varianten zudem als fertige Kabelkonfektion und das, je nach Kodierung und Einsatzzweck, auch in Verbindung mit bekannten Schnittstellen. Die A-Kodierung kann als fertige Konfektion klassisch mit einem RJ45 Gegenpart gewählt werden, die B-Kodierung mit einem D-Sub Steckgesicht. Mit beiden Kodierungen lassen sich so platzsparendere Anschlüsse für Automation, Maschinenbau, Robotik, das Verkehrswesen und Datennetzwerke realisieren.

* Jonas Diekmann, Technical Editor, Harting Electronics

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