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Feldkommunikation Feldbus vs. Industrial Ethernet

| Autor / Redakteur: Ines Näther / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Heute wird kaum noch eine größere Maschine oder Anlage ohne ein Feldbus- oder Industrial-Ethernet- Netzwerk ausgeliefert. Dabei werden aber die einzelnen Systeme sehr unterschiedlich bewertet. HMS Industrial Networks, ein unabhängiger Anbieter für industrielle Kommunikation hat sich ein eigenes Bild gemacht.

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Die Einschätzung basiert auf den bisher von HMS weltweit verkauften rund 2,5 Mio. Feldbus- und Ethernet-Anschaltungen in der Fertigungsautomation sowie einer Auswertung von aktuellen Marktstudien bekannter Marktforschungsinstitute.
Die Einschätzung basiert auf den bisher von HMS weltweit verkauften rund 2,5 Mio. Feldbus- und Ethernet-Anschaltungen in der Fertigungsautomation sowie einer Auswertung von aktuellen Marktstudien bekannter Marktforschungsinstitute.
(Quelle: HMS Industrial Networks)

Immerhin gibt es heute rund 50 verschiedene Feldbusse und über 20 unterschiedliche Industrial-Ethernet-Protokolle, die sich hinsichtlich ihrer technischen Funktionen, Einsatzgebiete und Anwendungshäufigkeit grundsätzlich von einander unterscheiden. Die Auswahl richtet sich meist nach dem in der Anlage eingesetzten Steuerungshersteller, der geographischen Region, den funktionalen Anforderungen hinsichtlich Geschwindigkeit und Netzwerkausdehnung sowie der Verfügbarkeit geeigneter Feldgeräte.

Hersteller von Automatisierungseinrichtungen müssen bei der Auswahl der Kommunikationsschnittstellen, die sie unterstützen wollen, also die richtige Wahl treffen. Bei der Vielfalt kein leichtes Unterfangen. „Mit der richtigen Implementierungsstrategie können sie aber viel Zeit und Geld sparen“, sagt Michael Volz, Geschäftsführer bei HMS Industrial Networks. Der unabhängige Anbieter für industrielle Kommunikation bietet nämlich Lösungen, um Geräte an alle namhaften industriellen Netzwerke einfach anzubinden.

HMS hat jetzt auf Basis verschiedener Marktstudien und eigener Statistiken seine Sicht über die aktuellen Marktanteile industrieller Netzwerke dargestellt. Die Grafik beinhaltet auch eine Beurteilung zu den mittelfristigen Wachstumsraten. Michael Volz: „Unsere Einschätzung basiert auf den bisher von HMS weltweit verkauften rund 2,5 Millionen Feldbus- und Ethernet-Anschaltungen im Bereich der Fertigungsautomation sowie einer Auswertung von aktuellen Marktstudien bekannter Marktforschungsinstitute“.

Daraus ergeben sich für HMS folgende Schlussfolgerungen:

In dem insgesamt sehr fragmentierten Markt ist Profibus das am weitesten verwendete Netzwerk allgemein, wobei sich aber viele weitere anschließen. Weder für Feldbus noch Industrial Ethernet ist eine Marktsättigung in Sicht, sondern es erscheinen sogar weitere Netze, z.B. Mechatrolink und CAN FD. Geräthersteller fragen weiter beides nach: Feldbus UND Ethernet.

HMS sieht ein fortlaufendes Wachstum sowohl für Feldbus als auch für Ethernet. Dabei dominieren Feldbusse 2014 noch mit 71 Prozent Marktanteil und wachsen in den nächsten Jahren jährlich noch um rund neun Prozent. Wachstumstreiber sind Einfachheit, niedrige Kosten und Zuverlässigkeit. Eine Veränderung in Richtung Ethernet ist erkennbar, jedoch langsamer als zunächst erwartet. Die Ethernet-basierten Systeme wachsen mit etwa 15 Prozent deutlich schneller als die klassischen Feldbusse. Treiber sind hier höhere Leistung, größere Datenmengen, bessere Echtzeiteigenschaften, die Integration von Safety-Protokollen sowie die Durchgängigkeit in die Büronetzwerke.

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