GSM-Datenlogger

Flexibel dank Mobilfunk: So lassen sich Gleise via Webportal überwachen

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GSM-Modul mit viel Platz für eigene Ideen

Gerade von der Flexibilität des GSM-Moduls sind die Eisenbahnexperten begeistert. Munder freut sich, dass sich über die mitgelieferte Software das System sehr einfach an die eigenen Anforderungen anpassen ließ.

Auch auf der Hardwareseite waren Modifikationen einfach möglich. So wurde für den speziellen Einsatzfall eine kombinierte GSM/GPS-Planar-Antenne auf der Außenseite des GSM-Moduls platziert.

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Außerdem lobt Munder den Freiraum im Modul: „Besonders gut gefallen hat uns, dass im Modul noch Platz war für eine von uns entwickelte Platine. Hier machen wir zum Beispiel eine Datenvorauswertung, bevor das MT713 das Signal zur weiteren Übertragung erhält. Außerdem laden wir einen für das MT713-Gehäuse angepassten LiIon-Akku mit einer Solarzelle und haben den Laderregler ebenfalls auf unserer Platine integriert. Die Solarzelle wurde einfach auf dem Deckel angebracht.“

Für die Datenübertragung per GSM entschieden sich die Eisenbahner, weil diese robuste Übertragungsform für die anfallenden Datenmengen vollkommen ausreichend war. Gleichzeitig wurde ein Produkt entwickelt, das zuverlässig arbeitet und weltweit einsetzbar ist.

Datenlogger – im rauen Umfeld bewährt

Dank robusten IP67- oder optional IP68-Gehäusen lassen sich die Datenlogger auch in rauer Umgebung direkt am Messort montieren. Die untere Grenze des weiten Temperaturbereichs von -20 bis 55 °C konnten die Eisenbahnexperten im vergangenen Winter zwar nicht ganz austesten. „Aber der Winter hat doch gezeigt, dass die Geräte auch bei andauernden niedrigen Temperaturen absolut zuverlässig arbeiten“ berichtet Dirk Munder.

Eisenbahnfreunde Traditionsbahnbetriebswerk Staßfurt

Zu den Anwendern des Gleisbeobachtungssystems gehört auch der Eisenbahnfreunde Traditionsbahnbetriebswerk Staßfurt. Der gemeinnützige Verein betreibt 7 km Bahnstrecke und sorgt für Erhalt und Pflege eines alten Lokschuppens sowie verschiedener historischer Fahrzeuge. Das ist zwar eine andere Ausgangssituation als bei einem großen Eisenbahn-Infrastrukturbetreiber, dennoch sind die Argumente für den Einsatz des Gleisüberwachungssystems ähnlich.

Michael Brandes, stellvertretender Vorsitzender, erläutert das näher: „Wir sind ja ein ehrenamtlicher Verein, das heißt, es ist nicht immer 24 Stunden am Tag jemand vor Ort. Mit dem System können wir jetzt aber trotzdem jederzeit alle Bewegungen auf unserer Gleisstrecke aufzeichnen und wissen rückblickend, wer wann wo gefahren ist. Letzten Endes geht es ja immer um das liebe Geld. Wir wollen natürlich mit Vereinsgeldern sinnvoll umgehen und auch neue Einnahmequellen erschließen. Deshalb ist uns eine genaue Abrechnung der Gleisnutzungsgebühren, die wir von fremden Eisenbahnen verlangen, bei geringem Aufwand wichtig.“

* Markus John, Technischer Account Manager bei Welotec; Dipl.-Ing. (FH) Nora Crocoll, Redaktionsbüro Stutensee

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