E-Bike-Antrieb Flottenstart für kettenlosen Cargo-Bike-Antrieb von Schaeffler

Quelle: Schaeffler Lesedauer: 4 min

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Free Drive ist ein kettenloses Antriebssystem für E-Cargo-Bikes. Es wurde von Schaeffler und Heinzmann gemeinsam entwickelt und kommt nun bei einem ersten Flottenkunde zum Einsatz: Die Mocci Smart Pedal Vehicles fahren künftig mit dem neuartigen Antriebssystem.

In Kombination mit dem eigenen Anhänger lassen sich mit dem Mocci Smart Pedal Vehicle viele Transport- und Logistikszenarien umsetzen. Angetrieben wird das E-Bike mit Free Drive, ein Antriebssystem, das von Heinzmann und Schaeffler entwickelt wurde.
In Kombination mit dem eigenen Anhänger lassen sich mit dem Mocci Smart Pedal Vehicle viele Transport- und Logistikszenarien umsetzen. Angetrieben wird das E-Bike mit Free Drive, ein Antriebssystem, das von Heinzmann und Schaeffler entwickelt wurde.
(Bild: mocci (Adrien Crasnault))

In Großstädten sieht man sie immer häufiger: Elektrische Lastenräder sorgen dafür, dass Lebensmittel, Postsendungen und Medikamente schnell und klimaschonend transportiert werden. Schaeffler hat dafür gemeinsam mit der Heinzmann GmbH & Co. KG, einem Spezialisten für innovative Zweirad-E-Antriebe, das kettenlose Antriebssystem Free Drive entwickelt.

In den Städten der Zukunft müssen wir Mobilität neu denken. Elektrische Cargo-Bikes schließen hier eine wichtige Lücke beim Transport auf der letzten Meile.

Matthias Zink, Vorstand Automotive Technologies, Schaeffler AG

Nun gehen erste Cargo-Bike-Flotten damit an den Start. „In den Städten der Zukunft müssen wir Mobilität neu denken. Elektrische Cargo-Bikes schließen hier eine wichtige Lücke beim Transport auf der letzten Meile“, sagt Matthias Zink, Vorstand Automotive Technologies der Schaeffler AG. Mit dem Free Drive setzt das Unternehmen auf einen stetig wachsenden Markt. Im Jahr 2021 wurden mit elektrischen Lastenrädern weltweit 630 Millionen US-Dollar umgesetzt, neun Prozent mehr als noch im Vorjahr. Bis 2032 soll der Markt auf 2,14 Milliarden US-Dollar anwachsen (Quelle: Persistence Market Research).

Antrieb mit hocheffizienter Kraftübertragung

Schaeffler und Heinzmann hatten das neuartige Antriebssystem im Sommer 2021 vorgestellt und seither stetig weiterentwickelt. Nach erfolgreichen Feldtests im vergangenen Jahr startet nun die Produktion für erste Fahrzeugflotten. Zudem baut Schaeffler die Fertigungskapazitäten kontinuierlich aus. Erster Kunde des Antriebs mit hocheffizienter Kraftübertragung ist die CIP Mobility GmbH. Mit den Mocci Smart Pedal Vehicles hat das Unternehmen ein effizientes und nachhaltiges Gefährt für die gewerbliche Mobilität im urbanen Raum und in Industriegebieten entwickelt. Mocci wurde auf Basis einer neuartigen Mikromobilitätsplattform entwickelt und vereint smarte Hardware, smarte Software und neue Materialien. „Mit der Partnerschaft von Schaeffler und CIP stärken wir mit Innovationskraft und Leistungsfähigkeit den Forschungs- und Produktionsstandort Deutschland“, sagt Mitgründer Dimitrios Bachadakis.

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Neuartiger Pedalgenerator von Schaeffler entwickelt

Free Drive ist ein Antriebssystem bestehend aus Pedalgenerator, Antriebsmotor, kundenspezifischen Batterielösungen und Human-Machine-Interface (HMI), das von Heinzmann vertrieben wird. Herz des Systems ist der Pedalgenerator von Schaeffler. Er erzeugt beim Treten einen gleichmäßigen Widerstand und liefert die Energie für einen Elektromotor am Hinterrad. Der Generator ist so konzipiert, dass beim Treten deutlich weniger Muskelkraft benötigt wird als bei klassischen Kettenantrieben – ein wesentlicher Vorteil gerade bei den langen Liefertouren mit Cargo-Bikes. Überschüssige Energie wird im Akku gespeichert und bei Bedarf für den Antrieb genutzt. Insgesamt liefert der Free Drive eine Antriebsleistung von 250 Watt.

Mit dem Free Drive gehören zeitaufwändige Kettenwechsel der Vergangenheit an. Davon profitieren besonders die Betreiber von Lastenradflotten, denn ihre Räder sind nun länger im Einsatz und fallen deutlich weniger aus.

Dr. Jochen Schröder, Leiter Unternehmensbereich Elektromobilität, Schaeffler

Antrieb ohne mechanische Antriebskomponenten wie Kette und Co.

Der Clou des seriellen Hybridantriebs für Fahrräder: Er kommt ohne mechanische Antriebskomponenten wie Kette, Zahnkränze, Ritzel oder Riemen aus. „Mit dem Free Drive gehören zeitaufwändige Kettenwechsel der Vergangenheit an. Davon profitieren besonders die Betreiber von Lastenradflotten, denn ihre Räder sind nun länger im Einsatz und fallen deutlich weniger aus“, sagt Dr. Jochen Schröder, Leiter des Unternehmensbereichs Elektromobilität bei Schaeffler. Weniger mechanische Teile bedeuten zudem einen geringeren Verschleiß und eine seltenere Wartung. Positiver Nebeneffekt eines Antriebs ohne Kette: Durch Kettenfett verschmutzte Hosenbeine gehören von nun an der Vergangenheit an.

Mehr Gestaltungsfreiheit durch elektrische Kraftübertragung

Während konventionelle Bike-Antriebe durch die mechanische Verbindung zwischen Pedalen und Motor einem starren Konstruktionsschema folgen, geht es beim Free Drive – wie der Name schon sagt – wesentlich freier zu. „Mit dem Antrieb ohne Kette sind gänzlich neue Fahrradarchitekturen und Pedalkonfigurationen möglich, auch für Anwendungen mit drei oder vier Rädern, mit Dach oder ohne“, erklärt Jochen Schröder. Gangwechsel oder eine Änderung der Betriebsmodi funktionieren dank des digitalen Bike-by-Wire-Antriebs mittels Software. Dafür kommunizieren alle Komponenten des Heinzmann-Systems über eine CAN-Verbindung miteinander.

E-Cargo-Bike aus recyclefähigem Kunststoff

Die Mocci Smart Pedal Vehicles sind eine individuelle und nachhaltige Lösung für Unternehmen, die flexibel, schnell und umweltschonend im urbanen Raum agieren wollen. Mithilfe des Free Drives bieten sie zudem ein völlig neues Fahrerlebnis: an den Fahrer anpassbar, sicher und voll vernetzt. Als weitere Innovation setzt Mocci statt auf Stahl- oder Aluminiumrahmen auf eine Bauweise aus einem recyclefähigen und äußerst robusten Kunststoff. Bei der Herstellung von Vorder- und Hinterrad sowie Rahmen aus nur einem Strukturbauteil im skalierbaren Spritzgussverfahren fallen zudem etwa 68 Prozent geringere CO2-Emissionen an als bei der Produktion eines herkömmlichen Aluminiumrahmens. „Im Jahr 2023 liefern wir an viele B2B-Kunden und prägen somit entscheidend die innerstädtische Mobilität“, sagt Mitgründer Dimitrios Bachadakis.

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