Messring Für ADAC Notbremsassistent-Testsystem produziert

Redakteur: Sariana Kunze

Messring Systembau und der ADAC haben einen Kooperationsvertrag im Bereich der automobilen Sicherheitstechnik geschlossen. Der Marktführer für Crashtestanlagen übernimmt die Produktion und den Vertrieb für das neue ADAC Testsystem für Notbremsassistenten.

(Messring)

Dieses vom größten europäischen Automobilclub entworfene und zum Patent angemeldete System simuliert bzw. testet das Verhalten von aktiven Sicherheitssystemen in Fahrzeugen. Active Safety Systeme werden schon vor einem potenziellen Unfall aktiv, um mögliche Personen- sowie Materialschäden zu verhindern oder abzumindern. Diese Systeme warnen den Fahrer je nach Auslegung des Herstellers vor einer möglichen Kollision und tragen somit dazu bei, dass er die maximale Bremsleistung des Fahrzeugs einsetzt. Außerdem können diese Systeme in kritischen Situationen die Bremsen auch ganz autonom und völlig unabhängig vom Fahrer betätigen. Ab 2014 wird Euro NCAP (Europäisches Neuwagen-Bewertungs-Programm) alle Verbraucherschutztests mit diesem System durchführen. Die Ergebnisse aus diesen Tests fließen dann direkt in die bereits bekannte Sternebewertung ein. Im Endeffekt bedeutet dies, dass alle Fahrzeughersteller, Zulieferer und Institute mit einer Testeinrichtung arbeiten werden, welche durch den ADAC spezifiziert wurde.

Testsystem und -fahrzeug nehmen keinen Schaden

Das AEBS (Advanced Emergency Braking System) -Testsystem besteht aus mehreren Komponenten - einem sogenannten „Target“, welches optisch einem Autoheck nachempfunden ist, sowie einem robusten Schienensystem, auf welchem das „Target“ befestigt ist. Dieses Schienensystem wird an einer gewöhnlichen PKW-Kupplung befestigt und der Autoheck-Dummy darauf montiert. Damit das Testfahrzeug den Dummy als reales Fahrzeug klassifizieren kann, wurde dieser auf die verschiedenen Assistenzsysteme abgestimmt, egal ob diese Sicherheitssysteme auf Radar, Kamera oder Lasertechnik basieren. Das Gesamtsystem kann dabei für Zuggeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h eingesetzt werden und überzeugt durch einen schnellen Auf- und Abbau, einer hohen möglichen Testfrequenz sowie großer Robustheit. Für stationäre Versuche, die das Bremsverhalten auf stehende Fahrzeuge testen, wurde zudem ein spezieller Standschlitten entwickelt. Ein weiterer, wichtiger Pluspunkt des AEBS-Testsystems: Alle Versuche können durchgeführt werden, ohne Schäden am Testfahrzeug oder am Testsystem zu verursachen.

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Euro NCAP hat die Testszenarien für Assistenzsysteme bereits in drei Kategorien unterteilt: City-AEB verhindert Kollisionen innerorts bis 20 km/h, AEB Interurban vermeidet Crashs in einem Bereich zwischen 50 km/h und 80 km/h und das Fußgängererkennungssystem erkennt plötzlich vor dem Fahrzeug auftauchende Fußgänger. Alle drei Szenarien lassen sich mit dem AEBS-Testsystem simulieren.

Aktive Sicherheitssysteme wie Pre-Crash-Braking erhalten im modernen Fahrzeugbau eine immer größere Bedeutung und sehr viele Hersteller bieten bereits jetzt viele ihrer Fahrzeuge mit dieser Ausstattungsvariante an.„Unsere strategische Ausrichtung geht klar in Richtung neue Testing-Komponenten für Integrale Fahrzeugsicherheit und Active Safety, hier werden in Zukunft auch noch einige Produkte folgen“, erläutert Dierk Arp, Geschäftsführer bei Messring.

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