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Systemlösung verbessert die Prozesskontrolle
Überdies machen die geringe Eigenmasse und kleine Induktivität der eisenlosen MCL Linearmotoren hohe Beschleunigungen möglich. Durch diese hohe Dynamik lassen sich Störungen zum Beispiel durch Erschütterungen in der Nähe der Anlage oder durch verschmutzte Lünetten ausregeln, was zusätzlich die Prozesssicherheit erhöht. Zugleich konnte Kleinknecht mit der Systemlösung von Rexroth die Prozesskontrolle verbessern, da sämtliche Betriebsdaten und Antriebsparameter aus den IndraDrive Cs Kompaktreglern für die Steuerung verfügbar sind. „Bosch Rexroth hat unsere Anforderungen sofort verstanden und uns gleich eine durchdachte Systemlösung vorgeschlagen. Zudem waren alle benötigten Komponenten bereits verfügbar“, berichtet Christoph Hauck.
So vereinfacht der durchgängige Einsatz der Antriebs- und Steuerungskomponenten des Spezialisten aus Lohr die Projektierung, Inbetriebnahme und Wartung der Kleinknecht EDT-Maschinen. Außerdem eröffnen sich gänzlich neue Möglichkeiten bei der Strukturierung der Walzenoberfläche: Da zu jeder Zeit Zugriff auf sämtliche Antriebsparameter und Prozessgrößen besteht, konnte Kleinknecht neue Technologie-Ansätze für den Erodiervorgang entwickeln.
Hohe Investitionssicherheit durch offene Standards
Mit der Software IndraWorks von Rexroth nutzt Kleinknecht ein Engineering-Framework zur Programmierung, Konfiguration und Inbetriebnahme der Automatisierungssysteme, das alle notwendigen Programme einheitlich in einer Oberfläche zusammenfasst. Die Projektverwaltung mit zentralem Datenmanagement für Gerätekonfiguration, Visualisierungen und SPS-Programme stellt die Konsistenz aller Daten sicher und bietet eine gute Übersicht. Basierend auf Codesys V3 umfasst IndraWorks alle Editoren nach IEC 61131-3 3rd Edition, um SPS-Applikationen komfortabel zu programmieren.
Die offene PLCopen Automatisierungs-Architektur von Rexroth ermöglicht eine leichte Integration der EDT-Maschinensoftware von Kleinknecht in Produktionssysteme der Maschinenbetreiber (Level 2 + 3). Intuitive Wizards und umfangreiche Online-Hilfen leiten die Nutzer der Kleinknecht-Maschinen schrittweise durch alle Engineeringschritte von der Gerätekonfiguration über das Generic Application Template bis zur Parametrierung von Technologiefunktionen. Mithilfe der Offline-Parametrierung von IndraWorks lässt sich – ohne Verbindung zur Anlage – die Konfiguration der projektierten Geräte einstellen und sämtliche Parameter in der SPS-Applikation verwenden. „Wesentlicher Vorteil der offenen Struktur ist die Unabhängigkeit von proprietären Feldbussen und Programmierumgebungen. So lässt sich die EDT-Maschinensoftware jederzeit individuell an die Kundenumgebung anpassen – ein Plus an Sicherheit für langfristige Investitionen“, hebt Christoph Hauck hervor.
Lineare Direktantriebe – eine universelle Lösung
Hohe Dynamik, große Präzision und Bewegungen ohne störende Rastkräfte sind Eigenschaften, die von einer Vielzahl unterschiedlicher Antriebsaufgaben gefordert werden. So verbauen Hersteller in Verpackungsmaschinen zunehmend hochdynamische Linearantriebe mit geringer Eigenmasse, damit diese mit den schneller gewordenen Produktionslinien Schritt halten können. Und auch die gestiegenen Auflösungen optischer Systeme, wie beispielsweise Scanner, verlangen nach möglichst gleichförmigen Linearbewegungen mit hoher Präzision und ohne störende Rastkräfte. Ebenso lassen sich Handlingsysteme mit kompakteren Linearführungen ausstatten, da die eisenlosen Linearmotoren IndraDyn MCL von Rexroth keine zusätzlichen Querkräfte erzeugen.
Konstrukteure können auf 16 Baugrößen mit 6 bis 830 N Nennkraft zurückgreifen, um ihre Maschinenkonzepte genau den jeweiligen Anforderungen anzupassen. Primärteile mit einer Maximalgeschwindigkeit bis zu 1.400 m/min sind standardmäßig verfügbar. Im Verbund mit dem Engineering-Framework IndraWorks und den IndraDrive Cs Kompaktreglern mit integrierter IndraMotion MLD Steuerung steht Maschinenbauunternehmen ein Linearantriebssystem mit vielen weiteren Vorzügen zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem die einfache Auslegung der aufeinander abgestimmten Komponenten, eine rasche Inbetriebnahme und eine IEC 61131-3-konforme Programmierung.
* *Jan Schönerstedt, Vertriebliches Produktmanagement Direktantriebe, Bosch Rexroth AG
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