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Experten für Kleinsatelliten mit neuen Zielen
So können beispielsweise Punkte auf der Erdoberfläche aus verschiedenen Blickrichtungen beobachtet und so dreidimensionale Bilder erzeugt werden. Aber auch kostengünstige weltumspannende Telekommunikationsnetze sollen derartige vernetzte Kleinst-Satelliten künftig ermöglichen.
Den Weg zu solchen Anwendungen wollen die Würzburger Informatiker in den kommenden fünf Jahren mit ihren Forschungsaktivitäten ebnen. Dazu sind entsprechende Methoden der Regelungs- und Kommunikations-Technik im Hinblick auf die autonome Reaktionsfähigkeit und entsprechende Fernsteuerung weiter zu entwickeln.
Als Abschluß dieses Forschungsstipendiums ist geplant, die Leistungsfähigkeit dieser innovativen Ansätze weltweit erstmals mit einer „Mini-Flotte“ aus vier Kleinsatelliten im Weltall zu demonstrieren. Die Satelliten sollen mit fortgeschrittenen Kontrolltechniken in einer Formation gehalten werden, damit ein optimaler Informationsfluss in dem Netzwerk aus Satelliten und Bodenstationen ermöglicht wird.
Weltweite Premiere: Mini-Flotte von Satelliten
Finanziell gefördert werden die Forschungspläne von Prof. Klaus Schilling mit einem „ERC Advanced Grant“ über 2,5 Millionen Euro. Mit diesem Förderinstrument unterstützt der Europäische Forschungsrat (ERC) Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen, Spitzenforscher, die auf ihrem Gebiet weltweit führend sind und die bahnbrechende, zukunftsweisende Projekte in Europa realisieren wollen. Die Gutachter der EU schätzten „das ambitionierte und herausfordernde Projekt durch die herausragenden Fähigkeiten und Erfahrungen“ des Würzburger Forscherteams mit hohen Bewertungen ein. Kontakt: Prof. Dr. Klaus Schilling, Lehrstuhl für Informatik VII (Robotik und Telematik), Universität Würzburg, T (0931)31-86647, schi@informatik.uni-wuerzburg.de
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