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Industriesteckverbinder

Harting zeigt Zusammenspiel von IIoT und Automation

| Redakteur: Sariana Kunze

Auf der diesjährigen SPS IPC Drives in Nürnberg zeigte die Harting Technologiegruppe Produkte und Lösungen für eine smarte und digitale Automation. Hierfür spielten Standards und Partnerschaften eine große Rolle.

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Zur SPS IPC Drives 2018 präsentierte Harting einen M12 Pushpull Steckverbinder für die ganze Fabrikautomation – in Form der Heldin Dr. Metrix. Das Unternehmen möchte mit dieser Lösung eine übergreifende Norm anstreben.
Zur SPS IPC Drives 2018 präsentierte Harting einen M12 Pushpull Steckverbinder für die ganze Fabrikautomation – in Form der Heldin Dr. Metrix. Das Unternehmen möchte mit dieser Lösung eine übergreifende Norm anstreben.
( Bild: Harting )

Die Harting Technologiegruppe konnte mit dem Ix Industrial und der IEC 61076-3-124 einen neuen Standard für miniaturisierte Ethernet-Schnittstellen am Markt etablieren. Auf der SPS IPC Drives in Nürnberg zeigte das Unternehmen an Beispielen von realen Produktions- bzw. Handhabungsprozessen, welcher Lösungen es bedarf, u.a. mit Edge Devices ganzheitliche Services wie Predictive Maintenance abzubilden. Oder auch, welche Performance neue Verbindungslösungen in der Welt der Integrated Industry haben muss.

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Harting hat hierfür einen Schritt auf dem Weg zur Standardisierung von Single Pair Ethernet mit der IEC 61076-3-125 gemacht. So haben sich jetzt alle relevanten Standardisierungsgremien für das Harting Design eines SPE Steckgesichts entschieden. Für das Protokoll ist das die IEEE802.3 und für die Verkabelung ISO/IEC JTC 1/SC 25 bzw. TIA 42. Mit aktiver und erfolgreicher Normungsarbeit setzt Harting so auch im Bereich Single Pair Ethernet die Eckpunkte und Voraussetzungen für eine leichtere, IP-basierte Ethernet-Anbindung bis hinunter an einzelne Sensoren. Vorteile für den Anwender soll eine Platz- und Gewichtsersparnis bei gleichzeitigem Wegfall von ehemals notwendigen Gateways sein.

Neue Superheldin: Dr. Metrix steht für M12 Pushpull

Zudem demonstriert das Unternehmen am Beispiel eines Produktionsprozesses auf der Fachmesse, wie fortschrittliche und leistungsstarke Connectivity zur Übertragung von Data, Power, Signal das Zusammenspiel zwischen IIoT und Automation vereinfachen. Während „die kleine Helden“ Captain Ix, Tw1ster und MissM8ty sich seit 2016 der Miniaturisierung und Übertragung hoher Datenraten verschrieben haben, bringt Dr. Metrix weitere Stärken ins Spiel. Hartings neue Heldin steht für die Pushpull-Technik an metrischen Rundsteckverbindern und den sekundenschnellen Anschluss. Die Pushpull Verriegelungstechnik gewinnt zunehmend an Bedeutung, da für immer kleinere Steckverbindungen bisher bekannte Verriegelungen, wie z.B. die Schraubtechnik, nicht mehr ausreichen werden.

Schnittstelle für modulare Kunststoff-Gehäusesysteme

Eine flexible und zuverlässige Versorgung für schnelle, linear bewegte Komponenten von Maschinen und Anlagen ermöglicht die Han-Modular Flexbox – eine Schnittstelle im modularen Kunststoff-Gehäusesystem von Harting. Längere, bewegte Kabelstrecken für Maschinen und Maschinen-Module lassen sich damit leichter installieren und warten. Die Han-Modular Flexbox ermöglicht es, insbesondere Energieketten in flexibel handhabbare und leicht austauschbare Segmente zu unterteilen. Das modulare Gehäusekonzept löst die bisherige Umsetzung vieler Einzelverbindungen ab und bietet eine einzelne Steck- und Trennstelle als kompakte Gesamtlösung. Der Aufwand für den Aufbau von Verbindungen verringert sich, es wird weniger Bauraum benötigt. Mithilfe von Verbindungselementen lassen sich die Gehäuse in unterschiedlichen Konstellationen aneinanderfügen. Höhe und Breite der Schnittstelle können so flexibel gestaltet werden. Die Han-Modular Flexbox passt somit ins Anforderungsprofil der unterschiedlichsten Applikationen. Die Schnittstelle ist in einem Co-Engineering-Prozess mit dem Partner Igus entwickelt worden.

Schnellanschlusstechnologie hält was aus

Maschinen und Module rasch installieren, jederzeit umrüsten und unterbrechungsfrei betreiben zu können, das zählt zu den Kernanforderungen der flexiblen Fertigung. Mit der Reihe Han ES Press HMC hat Harting dazu passende Schnittstellen entwickelt, die sich rasch werkzeugfrei installieren lassen und äußerst belastbar sind – halten sie doch mindestens zehntausend Steckzyklen stand. Han ES Press HMC heißt die Schnellanschlusstechnologie, und der Zusatz HMC steht für High Mating Cycles. Die Reihe Han ES Press hat den Vorteil, besonders gut Vibrationen standzuhalten. Das liegt am festen Sitz des Leiters durch den konstanten Druck der Käfigzugfeder. Vorteil für den Kunden: Die Installations- bzw. Anschlusszeiten verringern sich im Vergleich zu herkömmlichen Käfigzugfedern, Schraubanschlüssen oder Festverdrahtungstechniken.

Steckverbindungen auch in Han B

Flexible Steckverbindungen für anspruchsvolle Industrieumgebungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Harting bietet seine Reihe Han-Eco nun auch in der Industrie-Standardgröße Han B an. Damit lassen sich robuste, flexible und korrosionsbeständige Steckverbindungen aus Hochleistungskunststoff für anspruchsvolle Industrieumgebungen konfigurieren. Die Möglichkeit, Kontakteinsätze von der Rückseite her ins Anbaugehäuse einzurasten, erleichtert die Ausstattung von Schaltschränken mit Schnittstellen.

Maschinen mit Mica optimieren

Das Unternehmen zeigt ferner auf der Messe die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten des Edge Computing Systems Mica im Zusammenspiel mit Maschine und der Cloud. Mittlerweile gibt es 40 dokumentierte Kundenlösungen weltweit mit den Schwerpunkten in den Bereichen Digital Retrofit, Condition Monitoring, Asset Tracking und Datensicherheit. Das Mica.network umfasst 26 Partner in der Region DACH. Fünf weitere Partner sollen in Kürze in China hinzukommen.

Die Netzwerkpartner Akquinet, Assystem, Infotecs, PCO und Perfact Innovation zeigten auf der SPS IPC Drives anhand von Demonstratoren, wie mit Mica digitale Zwillinge, Zustandsüberwachung, OEE-Berechnung, vorbeugende Wartung und der sichere Zugang von außen auf die Maschine zu einer nachhaltigen Maschinenoptimierung führen. Die Mica bildet in Verbindung mit einer Service-Management-Software die Grundlage für einen digitalen Zwilling einer Maschine oder Anlage.

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