Expertenmeinung /Teil 3

Hin zur großen Querschnittsaufgabe Automatisierung

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Anbieter zum Thema

Bosch Rexroth

Steffen Winkler ist Vertriebsleiter der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei der Bosch Rexroth AG.(Bild:  Bosch Rexroth)
Steffen Winkler ist Vertriebsleiter der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei der Bosch Rexroth AG.
(Bild: Bosch Rexroth)

Bosch Rexroth ist ein weltweit führender Anbieter von Automatisierungs- und Antriebstechnik für Maschinen und Anlagen jeder Art und Größenordnung. Wir haben eine über 200-jährige Historie und bieten ein umfangreiches Lösungsportfolio für die industrielle Automatisierung.

Wir legen seit jeher großen Wert darauf, fortschrittliche Lösungen zu entwickeln, die den aktuellen Anforderungen im Markt gerecht werden oder diesen vorausgehen. Daher war für uns vor ein paar Jahren klar, dass es für Automatisierungssysteme einen Paradigmenwechsel geben muss.

Unser Antrieb war die Tatsache, dass die in der Branche vorherrschenden komplexen, starren und proprietären Systeme nicht in die moderne Industriewelt, welche von Digitalisierung und Flexibilität geprägt ist, passen. Das hat uns zur Entwicklung der offenen Automatisierungsplattform CTRLX Automation geführt. Diese Lösung, die 2020 in den Markt eingeführt wurde, überwindet die klassischen Grenzen zwischen Maschinensteuerung, IT-Welt und Internet der Dinge.

Mit dem Echtzeitbetriebssystem Linux, durchgängig offenen Standards, App-Technologie, webbasiertem Engineering und einer umfassenden IoT-Integration lassen sich die Herausforderungen der Industrie von heute und morgen lösen.

In die Plattform fließt unser jahrzehntelanges Anwendungs-Know-how. Gleichzeitig haben wir uns als Automatisierungsbereich bei Bosch Rexroth wie ein Start-up völlig neu erfunden. Wir lernen permanent hinzu und lassen die Rückmeldungen und Erfahrungen aus Anwendungen, von Mitarbeitenden und Partnerunternehmen unmittelbar beziehungsweise agil in unsere Lösungen einfließen. CTRLX Automation ist also in Co-Creation aus den Stärken und dem Domänenwissen der unterschiedlichen Akteure entstanden und entwickelt sich so stetig weiter.

Faulhaber

Dr. Andreas Wagener ist Leiter System Engineering bei der Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG.(Bild:  Faulhaber)
Dr. Andreas Wagener ist Leiter System Engineering bei der Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG.
(Bild: Faulhaber)

Faulhaber ist schon lange mehr als ein reiner Motorenhersteller. Diese Entwicklung hat bereits vor mehr als 20 Jahren begonnen. Schon damals haben wir einen Kleinstmotor mit Positionssensor und Ansteuerelektronik so aufeinander abstimmt, dass wir einem Kunden ein genau zu seiner Automatisierungsaufgabe passendes Antriebssystem bieten konnten. Dieses lösungsorientierte Vorgehen haben wir weiter perfektioniert.

Für Antriebssysteme in der Automatisierungstechnik sind heute nicht allein die klassischen Motorkennwerte wie Drehmoment, Drehzahl oder Temperaturbereich wichtig, sondern auch Werte wie Positioniergenauigkeit, Geschwindigkeit oder Dynamik und die betreffen das gesamte Antriebssystem.

Bei steigenden Anforderungen lassen sich entsprechende Lösungen also nicht realisieren, indem man einfach Komponenten miteinander kombiniert. Das A und O ist hier die Abstimmung, um das Bestmögliche aus dem Antriebssystem herauszuholen. Dazu zählen oft auch mechanische Komponenten wie Kugelumlaufspindeln. Wer eine Spindel einfach an den Antrieb koppelt, nimmt Spiel in Kauf. Wir dagegen können sie spielfrei in den Antrieb integrieren. Gleiches gilt auch für Encoder. Werden sie nachträglich an einen Motor angebaut, arbeiten sie meist nicht mehr so genau wie erwartet.

Da wir bei solchen Projekten immer wieder eng mit Anwendern aus ganz unterschiedlichen Automatisierungsbranchen zusammenarbeiten, haben wir uns ein breitgefächertes Applikations-Know-how erarbeitet. Das reicht heute von Nischenmärkten wie dem Tätowieren bis hin zu elektrischen Kleinteilegreifern, Laborautomatisierung, Robotik oder Medizintechnik.

Um hier auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein, haben wir in unserer Entwicklung neben der klassischen Produktentwicklung auch explizit den Bereich Systems Engineering ausgewiesen. Ziel ist dabei, mit dem Kunden direkt die Zielfunktion zu besprechen und weniger den Beitrag einzelner Komponenten. Dort nutzen wir unter anderem moderne und leistungsfähige Berechnungs- und Simulationstools. Dazu wurde auch eine Simulink-Bibliothek aufgebaut, sodass Anwender das Verhalten der Antriebssysteme selbst bewerten können.

Google

Dominik Wee ist Managing Director Manufacturing and Industrial bei Google.(Bild:  Google)
Dominik Wee ist Managing Director Manufacturing and Industrial bei Google.
(Bild: Google)

Allen voran: Wir sehen uns bei Google Cloud nicht als einen Automatisierungsspezialisten. Unsere Kernkompetenz sind innovative Technologien, die große Bedeutung über Industrien hinweg haben, zum Beispiel Data Analytics und Künstliche Intelligenz.

Unsere Rolle im Automatisierungsmarkt ist es, denjenigen Unternehmen, die im Bereich Automatisierung Spezialisten sind, unsere Technologie in einer Form zur Verfügung zu stellen, mit denen sie möglichst einfach Produkte weiter differenzieren und den Kundenmehrwert erhöhen können.

IBM Automation

 Marius Merkel ist Senior Sales Manager bei IBM Automation.(Bild:  IBM)
Marius Merkel ist Senior Sales Manager bei IBM Automation.
(Bild: IBM)

IBM ist seit langer Zeit im Bereich Automatisierung am Markt aktiv. Wir haben sowohl eine Vielzahl von technologischen Automatisierungswerkzeugen und Plattformen im Portfolio, aber auch eine große Expertise im Bereich Business- sowie IT-Consulting.

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Das Thema Automatisierung beschäftigt jedes Unternehmen und in den letzten zehn Jahren war der Fokus primär auf die Automatisierung bzw. Optimierung von Geschäftsprozessen sowie Geschäftsabläufen gerichtet.

Besonders die Fachbereiche (LoB) unserer Kunden sehen hier große Handlungsbedarfe, um effizienter und schneller in ihrem täglichen Geschäft zu werden. Die Fachbereiche wie HR, Vertrieb, Logistik und Customer Services haben diverse Anforderungen an eine Vielzahl von Prozessen und erkennen wie mittels moderner Herangehensweisen sowie innovativer Software wesentliche Potenziale gehoben werden können – besser noch, gehoben werden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Dies wurde in den letzten Jahren durch die Schnelllebigkeit der Digitalisierung und nicht zuletzt auch durch die Pandemie nochmals wesentlich verstärkt. Eine McKinsey Studie zeigt beispielsweise, dass wir zehn Jahre der Digitalisierung in weniger als einem Jahr durchlaufen haben!

Unsere Kunden vertrauen uns in diesem Bereich seit langer Zeit, nutzen unsere Software, um entsprechend Prozesse, Geschäftsaufgaben oder Geschäftsabläufe funktionsübergreifend automatisieren zu können.

Auch beraten wir unsere Kunden hinsichtlich moderner Automatisierungskonzepte und Herangehensweisen, oder aber auch in der Identifikation von ineffizienten Prozessen. Hierzu gehört auch die Beratung, welche Mehrwerte darüber hinaus im Kontext Automatisierung zum Einsatz kommen können, um den Grad der Automatisierung weiter zu steigern bzw. als LoB noch effizienter zu werden. Sowohl technologisch als auch im Consulting setzen zahlreiche Projekte mit Themen wie ‚Robotic Process Automation‘ oder ‚Processmining‘ erfolgreich um.

Nun darf man das Thema Automatisierung nicht nur von einer reinen Business-Seite sehen, sondern muss auch die Position des IT-Bereichs im Unternehmen einnehmen. Auch hier wird seit Jahren das Thema Automatisierung betrachtet. Bereits die Evolution von Konzepten und Technologien im Bereich ‚DevOps‘ oder ‚DevSecOps‘ zeigt, wie hoch der Fokus beziehungsweise Handlungsbedarf war beziehungsweise ist.

Es gibt keinen IT-Bereich, der sich dieser Thematik nicht angenommen hat. Durch die Entwicklung und den Einsatz moderner cloud-nativer Technologien wird dieser Bereich stetig weiterentwickelt. Wir sehen mittlerweile einen durchgängigen Einsatz von Automatisierungs-Software auch für die automatisierte und standardisierte Bereitstellung von IT-Ressourcen in einer Hybriden-Multi-Cloud Welt.

Im Sinne der Effizienz sowie Komplexität von diversifizierten IT-Landschaften und dem Druck eine höhere Agilität sowie Flexibilität gewährleisten zu müssen, streben Unternehmen nach dem Einsatz von Software, die eine Vollautomatisierung in der Bereitstellung von Infrastruktur und Middleware gewährleisten kann. Da die Anforderungen und Bedingungen in diesem Bereich derartig heterogen sind und es bereits software-gestützte Abhilfe gibt möchte jeder gerne ‚Automatisierung auf Knopfdruck‘ – und dies ist mit den richtigen Ansätzen und Technologie möglich!

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