Christian Gabriel ist Vice President Automation bei Keba.
(Bild: Keba)
Keba hat seit mehr als 35 Jahren mehrere Standbeine in der Industrie. Die Branchen, die wir in der Vergangenheit am stärksten besetzt haben, sind die Bereiche Robotik sowie Kunststofftechnik. Durch die Zusammenarbeit mit den internationalen Marktführern sind wir technologisch immer an Grenzen gegangen und haben uns so jeweils zum Spezialisten weiterentwickelt.
Die Branchenfokussierung stellte uns aber auch vor der Herausforderung, interne Synergien noch besser nutzen zu müssen, um Doppelentwicklungen zu vermeiden. Daher haben wir 2008 eine strategische Weichenstellung gesetzt damit alle Systeme auf einer Plattform zur Verfügung stehen.
Durch diesen Schritt und auch mit zusätzlicher Erfahrung die wir im Bereich mobiler Bedienung bei Kunden machen durften, sahen wir, dass unsere Lösungen sehr gut für andere Bereiche nutzbar sind: Wir haben festgestellt, dass mit jeder zusätzlichen Branche, mit der wir uns befassen, nicht viele neue Technologien dazukommen die wir nicht abdecken können.
Mit der Integration von LTI Motion in die Keba Industrial Automation wurden zusätzliche neue Technologien wie Drives, Motoren, CNC sowie Branchenwissen aufgebaut. Da alle Systeme auch auf der gleichen Plattform laufen, profitieren unsere Kunden durch Expertenwissen und Technologiepakete.
Diese technologische Tiefe ist auch das, was uns heute differenziert, da Regelungstechnik und Motion bis hin zu Robotikanwendungen (dementsprechend auch die Beratung auf Augenhöhe dazu, Stichwort Partnerschaft) bei vielen Maschinenbauern eine Grundvoraussetzung sind.
Das Wissen über Hardware & Komponenten bleibt extrem wichtig, nur wer hier über tiefes Wissen verfügt, kann erst eine Basis anbieten auf der Software überhaupt erfolgreich sein kann – es ist kein entweder / oder. Hardware in der Industrie muss anderen Anforderungen entsprechen und dementsprechend ausgelegt sein.
Lenze
Frank Maier ist CTO bei Lenze SE.
(Bild: Lenze)
Ich würde uns an dieser Stelle anders positionieren: Lenze war schon immer ein Automatisierer. ‚automatos‘, sich selbst bewegend, machen wir schließlich seit nahezu 75 Jahren, spätestens seit der Einführung des Alquist-Wicklers im Jahre 1950. Die Konversion von elektrischer in mechanische Energie, die Bewegung und Bewegungsführung waren, sind und bleiben elementare Bestandteile einer Automatisierungslösung.
Zu Beginn gab es noch kein wirkliches ‚Gehirn‘, die Synchronisierung der Achsen erfolgte mechanisch – denken Sie an die Königswelle – und Abläufe wurden über Relais oder Klick-klack-Technik, gesteuert. Bis in die 70er, ja die 80er Jahre, wurde die Maschine über die Bewegung, also von der Achse ausgehend, konzipiert.
Mit der Entwicklung der SPS kam dann in den 70er Jahren Intelligenz in die Maschine. Es kam also das ‚Gehirn‘ hinzu, welches, getrieben von Moore’s Law, immer leistungsfähiger wurde. Es wurde eine Feldbustechnik geschaffen, die wie ein Nervensystem den Antrieb (= Muskel) mit dem Gehirn (= Steuerung) verbindet, womit wir bei der Definition der DIN V19233 angekommen wären.
Mit dem lawinenartigen Anstieg der Rechenleistung wuchs die Bedeutung der Steuerung für die Maschine immer weiter. Die Maschine wurde nicht mehr von der Achse, sondern von der Steuerung her definiert und in seiner Topologie bestimmt. Mit der Einführung der Real Time (RT) Ethernet Busse bei gleichzeitig hoher verfügbarer Rechenleistung, ließen sich plötzlich sehr zentrale Architekturen realisieren und damit wurde dieser Trend dominant.
Das ist der Hauptgrund, warum Lenze sich Anfang des Jahrtausends entschloss, die Steuerungstechnik gleichfalls zu adressieren. Wir haben uns immer als Lösungsanbieter verstanden und wenn die Lösungen nicht mehr von der Achse, sondern von der Steuerung aus definiert werden, ist das ein natürlicher und notwendiger Schritt.
Das klingt alles sehr einfach, aber natürlich war dieser Schritt in der Implementierung eine echte Herausforderung. Schließlich galt es, die notwendigen Kompetenzen aufzubauen: einmal in der Technik, also hin zu Software, Software-Architekturen und, moderner Software-Entwicklungsmethodik. Aber auch in der Applikation, nämlich dem Schritt von der Achse hin zu Steuerungsarchitekturen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Wir haben dafür über zwei Jahrzehnte lang massiv investiert, unsere Software-Ressourcen vervielfacht, beispielsweise ein Entwicklungszentrum in Indien aufgebaut, agile Entwicklungsprozesse eingeführt, und die Vertriebs- und Applikationsmannschaft verstärkt, Mitarbeiter und Management.
Natürlich mussten wir ein Portfolio Steuerungstechnik aufbauen und dieses mit unserer Stärke, nämlich unserem antriebstechnischen Baukasten durchgängig verbinden.
Ich betrachte die konsequente Modularisierung (oder besser gesagt, Objektorientierung) unserer Software in die Lenze-Fast-Bausteine sowie die Einführung unserer Steuerungsfamilie c550/c750 und des Servo-Umrichters i950, die auf der gleichen Hardware- und vor allem der gleichen Software-Plattform aufbauen und diese Bausteine durchgängig nutzen können, quasi als Endpunkt dieser Phase der Aufbauarbeit.
Leuze
Dr. Henning Grönzin, CTO und technischer Geschäftsführer der Leuze-Electronic Gruppe
(Bild: Leuze)
Das Kern-Know-how eines Automatisierungsspezialisten ist immer das spezifische Wissen um die Applikation. Wir arbeiten sehr intensiv mit unseren Kunden zusammen, um die Anforderungen an die jeweilige Applikation zu ermitteln und zu verstehen. Danach richten wir dann die Entwicklung unserer Sensoren aus.
Das geht nur, indem man sich konsequent fokussiert. Wir zum Beispiel auf fünf Fokusindustrien: die Intralogistik, die Verpackungsindustrie, der Bereich Werkzeugmaschinen, die Automobilindustrie und die Labor Automation. So können wir in diesen Schwerpunkten für unsere Kunden ein starker Partner sein.
Bei der Entwicklung für eine bestimmte Applikation steht immer die bedingungslose langfristige Zuverlässigkeit im Vordergrund. Denn unsere Sensoren sind in der Anwendung teilweise über Jahrzehnte ohne Unterbrechung im Einsatz. Dies erfordert natürlich auch die Entwicklung nach industriellen Standards zum Beispiel im Hinblick auf deren Lebensdauer, vergrößerte Temperaturbereiche, Beständigkeit gegenüber härtesten Umwelteinflüssen wie Wasserdichtigkeit, Resilienz gegenüber extrem aggressiven Reinigungsmitteln in der Lebensmittelindustrie oder auch potentielle Blendung unserer optischen Sensoren durch Sonneneinstrahlung oder industrielle Beleuchtung.
Die Anforderung an Zuverlässigkeit betrifft aber nicht allein das Produkt, sondern das gesamte Angebotsspektrum eines Automatisierungsspezialisten. Dazu gehört bei uns ein 24 Stunden-Service. Aber auch eine zuverlässige Verfügbarkeit unserer Produkte über einen sehr langen Zeitraum. Und auch die Lieferfähigkeit, selbst wenn diese gerade in der jetzigen Zeit eine enorme Herausforderung darstellt.
Um dies zu gewährleisten, haben wir Prozesse zur langfristigen Planung etabliert wie beispielsweise das Bunkern von Bauteilen, die wie die Entwicklung von neuen Sensortechnologien zu unserem Geschäftsmodell in der industriellen Automatisierung gehören.
Mitsubishi Electric
Jan-Philipp Liersch ist Marketing Manager bei Mitsubishi Electric.
(Bild: Mitsubishi Electric)
Technologie und Weiterentwicklung treiben von jeher den Fortschritt an, der darüber hinaus in der aktuellen Zeit eine industrielle und gesellschaftliche Transformation vollzieht. Seit über 100 Jahren stellt Mitsubishi Electric elektrische Produkte für die eigenen Produktionsanlagen her. Das Ziel ist Kaizen – eine stete Verbesserung von Produktionsverfahren und -bedingungen, um den gesellschaftlichen und technologischen Beitrag für eine bessere Zukunft zu leisten.
Auch gewinnen im Gegensatz zu früher, in der die reine Produktoptimierung im Vordergrund stand, gesamtheitlichen Lösungen aus einer Hand immer mehr an Bedeutung. Mitsubishi Electric hat durch sein eigenes großes Produktspektrum und seinem langjährigen E-F@ctory-Partnernetzwerk einen großen Vorteil. Denn so profitieren unsere Kunden von der Vielfalt an Produkten und Softwarelösungen, um individuelle, innovative Anforderungen und Ideen umsetzen zu können.