OLED

In drei Jahren sollen OLED in Textilien erhältlich sein

| Redakteur: Hendrik Härter

Spätestens in drei Jahren soll die OLED auch in Kleidung integriert sein. Daran arbeiten Forscher des Fraunhofer FEP aus Dresden.
Spätestens in drei Jahren soll die OLED auch in Kleidung integriert sein. Daran arbeiten Forscher des Fraunhofer FEP aus Dresden. (Bild: Jan Hesse / Fraunhofer FEP)

Spätestens in drei Jahren soll es möglich sein, die OLED in Kleidung tragen zu können. Dazu arbeiten Fraunhofer-Forscher aktuell in einem Projekt und haben mit dem O-Button einen funktionalen Knopf entwickelt.

Im Fernseher oder modernen Display im Smartphone sind sie ein Begriff. Auch im Automobil trifft man sie gelegentlich an. Die Rede ist von OLEDs, den organischen Leuchtdioden. Fraunhofer-Forscher bringen die OLED jetzt auch in Textilien. Dabei liegen die Vorteile der OLED auf der Hand: sie können nicht nur farbig leuchten, sondern können auch beliebige Formen annehmen und sind sogar transparent und lassen sich dimmen. Aufgebracht auf hauchdünnen Folien, finden sie den Weg in unsere Kleidung. Dabei sind die Anwendungsgebiete recht verschieden. Osram hat mit der LED gezeigt, was möglich ist.

Das sieht auch Jan Hesse so. Er ist OLED-Design- und Integrationsspezialist im Bereich Flexible Organische Elektronik am Fraunhofer FEP: „Die Integration von leuchtenden Elementen in Kleidung bringt nicht nur frischen Wind in modische Designs, sondern kann auch ganz konkret Nutzen schaffen: leuchtende Logos oder Applikationen werden einfach eher wahrgenommen und erhöhen die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit der Träger im Straßenverkehr erheblich.“

Wellenlänge des Licht lässt sich anpassen

Denkbar und nützlich wäre der Einsatz beispielsweise in der Arbeitskleidung für die Nachtlogistik. Da die Wissenschaftler die OLED für spezifische Wellenlängenbereiche anpassen können, sind auch spezielle Einsatzgebiete wie in der Medizin denkbar. So ist infrarotes Licht in der Therapie von Hautkrankheiten erfolgreich. Damit könnte es Shirts mit integrierten flächigen Infrarot-Leuchten zur Lichttherapie geben.

Damit OLED-Elemente in die Kleidung kommen, muss die Technik unkompliziert anzuwenden sein. Denn auch Designern soll die Möglichkeit gegeben werden, mit der OLED zu arbeiten. Dazu haben die Wissenschaftler des Fraunhofer FEP einen funktionalen Knopf entwickelt. Bei diesem sogenannten „O-Button“ ist eine hauchdünne folienbasierte OLED zusammen mit einem Mikrocontroller auf einer konventionellen Leiterplatte kombiniert.

Diese Platine in Form eines Knopfes wird mit leitfähigem Garn am Textil befestigt sowie mit Strom versorgt oder angesteuert. Die OLED selbst ist stufenlos dimmbar. Auch zwei-farbvariable Varianten des Knopfes sind verfügbar. Der Strukturierung der OLED sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Die so ausgestatteten Textilien sollen Designern Anregungen für neue innovative Designs geben und damit weitere Anwendungsgebiete erschließen.

Das Fraunhofer FEP hält Muster des „O-Button“ bereit, kann individualisierte Designs in erste Prototypen überführen und Partner bis zur Pilotfertigung sein. Schon heute arbeiten die Wissenschaftler mit Designern in der Modeindustrie zusammen. Herausforderungen hinsichtlich der weiteren Textilintegration, der Waschbarkeit oder des Recyclings werden zusammen mit Partnern angegangen und weiterentwickelt. In etwa drei Jahren wollen sie die erste OLED-Mode in den Geschäften sehen.

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