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Industriekameras

Intelligente Kameras mit Hochleistungssensor von Sony

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Die kompakten Kameras der Pictor N432-Serie entwickelte Vision & Control für die industrielle Bildverarbeitung. Ihr Herzstück ist der leistungsstarke und hochempfindliche CMOS-Sensor Sony IMX252 Pregius.

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Die Kameras der Serie Pictor N432 mit Sony Pregius Sensor wiegen 175 g sind so kompakt gebaut, dass sie beispielsweise auch auf einem Roboterarm platziert werden können.
Die Kameras der Serie Pictor N432 mit Sony Pregius Sensor wiegen 175 g sind so kompakt gebaut, dass sie beispielsweise auch auf einem Roboterarm platziert werden können.
(Bild: Vision & Control)

Die Pictor N432M-ETH macht damit monochrome Aufnahmen, während die Pictor N432C-ETH farbige Bilder erzeugt. Beide sind mit IR-Sperrfiltern ausgestattet. Ihr 1/1,8”-CMOS-Sensor hat eine Diagonale von 8,83 mm, bei einer Auflösung von 3,2 Megapixel (2048 x 1536). Seine quadratischen Pixel besitzen eine Kantenlänge von 3,45 µm. Die minimale Belichtungszeit der Kameras beträgt 5 µs, womit eine Bildrate bis zu 88 fps realisierbar ist. Sie sollen damit rund 2,5 mal schneller sein als Modelle der vergleichbaren Pictor M-Serie.

Kameras auch auf Roboterarm platzierbar

Da die Kameras nur 175 g wiegen und äußerst kompakt gebaut sind (80 mm x 45 mm x 20 mm) können sie direkt in der Maschinenumgebung, etwa auch auf einem Roboterarm platziert werden. Objektive mit CS-Mount werden direkt angeflanscht, für solche mit C-Mount ist ein Adapter nötig. Die Versorgungsspannung darf zwischen 12 V bis 30 V Gleichstrom liegen. Sie kann per 12-Pin-Hirose-Stecker oder einem separaten Steckernetzteil zugeführt werden. Die Einsatztemperatur der lüfterlosen Kameras liegt zwischen 0° C und 50° C.

Bildverarbeitungssoftware und Prüf-Algorithmen integriert

Wie alle Mitglieder der Familie ist die Pictor N432-Serie ebenfalls als Stand-alone-Lösung konzipiert. Die Bildverarbeitungssoftware ist zusammen mit einer Vielzahl von Prüf-Algorithmen bereits in die Geräte integriert. Das gewährleistet eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit und soll in vielen Fällen eine separate SPS überflüssig machen. So etwa beim Messen von Abständen und Winkeln, der 360°-Mustersuche, Anwesenheitsprüfungen und vielem mehr. Für die weitergehende Programmierung und Parametrierung steht unter Windows die dialogbasierte, grafische Bediensoftware Vcwin zur Verfügung. Der Endanwender kann die Kameras über ein konfigurierbares Web-Interface bedienen – und zwar von jedem PC aus, der sich im gleichen Netzwerk aufhält.

Kommunikation über viele Protokolle möglich

An Prozessschnittstellen bieten die N432-Kameras vier optoentkoppelte digitale Aus- und zwei ebensolche Eingänge sowie einen Triggereingang an. Ihr Funktionsumfang ist kompatibel zu Vicosys Mehrkamerasystemen. Die Bedienung und Videoausgabe passiert entweder via Ethernet im Browserfenster eines PCs oder auf dem SPS-Panel. Daneben ist aber auch die direkte Kommunikation mit der speicherprogrammierten Steuerung S7-1.200 von Siemens über Modbus TCP möglich, ebenso wie über eine Vielzahl etablierter Protokolle wie Profibus, Profinet, Ethercat, Ethernet/IP, Powerlink oder Canopen (bei Einsatz eines Gateways).

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