Technik-Cluster OWL Intelligente Technische Systeme sollen industrielle Wertschöpfung sichern

Autor / Redakteur: Reinhard Kluger / Reinhard Kluger

Eine Region stellt sich auf Wachstum ein. In Ostwestfalen-Lippe (OWL) soll mit dem Spitzencluster „it’s owl“ ein Know how-Pool zum Thema Industrie 4.0 entstehen. Eine Aufgabe, die zudem auf den Standort Deutschland ausstrahlt.

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Engagieren sich mit Projekten im Spitzencluster Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe, kurz it’s owl (v.l.n.r.): Dr. Tim Bendig, Leiter Corporate Communications, Lenze, Roland Bent, Geschäftsführer, Phoenix Contact, Dr. Peter Köhler, Vorstandssprecher, Weidmüller, und Hans Beckhoff, Geschäftsführer, Beckhoff Automation.
Engagieren sich mit Projekten im Spitzencluster Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe, kurz it’s owl (v.l.n.r.): Dr. Tim Bendig, Leiter Corporate Communications, Lenze, Roland Bent, Geschäftsführer, Phoenix Contact, Dr. Peter Köhler, Vorstandssprecher, Weidmüller, und Hans Beckhoff, Geschäftsführer, Beckhoff Automation.
(Bild: it's owl)

Schon einzeln sind sie stark, und zudem bündeln sie noch ihre Kompetenzen: Beckhoff, Lenze Phoenix Contact und Weidmüller. Unternehmen, die deutlich Flagge zeigen, stellvertretend für andere Beteiligte, und zwar für das Technologie-Netzwerk Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe, kurz „it’s owl“. Hier vollziehen zahlreiche Unternehmen, Hochschulen, Forschungszentren und Organisationen den Schulterschluss, um den Innovationssprung von der Mechatronik zu Intelligenten Technischen Systemen gemeinsam anzugehen.

Eine neue Generation an Produktionssystemen

In 45 Projekten im Gesamtumfang von etwa 100 Millionen Euro werden bis Juni 2017 Technologien für eine neue Generation von Produkten und Produktionssystemen entwickelt – von Automatisierungslösungen und Antrieben über Haushaltsgeräte, Fahrzeuge und Maschinen bis zu Smart Grids und vernetzten Produktionsanlagen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt dafür 40 Millionen Euro an Fördermitteln bereit, den Rest finanzieren die Unternehmen aus eigener Tasche. Mit den Projekten will der Spitzencluster die Intelligenz in die Produktion bringen. Eine Aufgabe, für die man Ostwestfalen-Lippe

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Komplette Automatisierung aus Ostwestfalen

„Wir können aus Ostwestfalen eine komplette Automatisierung für den Rest der Welt liefern“, sagt Hans Beckhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der Beckhoff Automation, selbstbewusst mit Blick auf andere Regionen in Deutschland. Intelligente Technische Systeme entstehen im Zusammenspiel von Ingenieurwissenschaften und Informatik: Solche Systeme können autonom mit ihrem Umfeld interagieren, sind flexibel modifizierbar und erweiterbar. Auf Basis von gesammelten Daten können sie künftige Ereignisse antizipieren und geeignete Aktionen ohne Mitwirkung des Menschen auswählen. Das verbessert die Entwicklung, die Einrichtung, die Wartung und das Lebenszyklusmanagement von Produkten, Maschinen und Anlagen. Und: So lassen sich Zuverlässigkeit, Ressourceneffizienz und Benutzerfreundlichkeit erhöhen.

Vision Industrie 4.0

Für Roland Bent bietet die Vision „Industrie 4.0“ als vernetzte Fabrik noch weiteres Optimierungspotenzial. Der Geschäftsführer Phoenix Contact: „Durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien können wir in der Automatisierungstechnik erhebliche Optimierungspotenziale nutzen. Unser Cluster bietet dafür hervorragende Voraussetzungen, so dass die Unternehmen ihre Marktposition ausbauen werden. Alle reden über „Industrie 4.0“ – wir entwickeln konkrete Lösungen dafür.“

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