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Security

IT von Drohnen muss sicher sein

| Redakteur: Reinhard Kluger

Noch sind sie umstritten, aber Drohnen gehört die Zukunft. Beim Inspizieren von Fabriken oder Anliefern von Paketen dürfen Dritte nicht die Steuerung der unbemannten Flugkörper übernehmen können.

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Harald Reisinger, Geschäftsführer Radar-Services, Wien: „Eine wesentliche Gefahr stellen die frei zugänglichen Funkfrequenzen dar.“
Harald Reisinger, Geschäftsführer Radar-Services, Wien: „Eine wesentliche Gefahr stellen die frei zugänglichen Funkfrequenzen dar.“
(Radarservices.com)

Unbemannte Flugkörper, auch Drohnen genannt, zu nutzen, ist ein weltweiter Trend. Die Sicherheit der dabei genutzten IT steht dabei im Mittelpunkt breiter internationaler Diskussionen. Wo und wie bieten sich Möglichkeiten für Angriffe auf die IT von Drohnen?

Signale sicher verschlüsseln

Drohnen errechnen ihre Position im Raum anhand von GPS-Signalen, senden Informationen an andere Flugkörper und werden über eine Verbindung zum Kontrollzentrum gesteuert. Angriffe auf all diese Verbindungen sind ohne großen Aufwand möglich. Eine wesentliche Gefahr stellen die frei zugänglichen Funkfrequenzen dar, auf denen die Kommunikation zwischen Bodenstation und Drohne basiert. Ein zweites Risiko betrifft die unverschlüsselten Signale zwischen den Geräten. Angreifer überdecken echte GPS-Signale und ersetzen sie durch eigene. Oder sie trennen und ersetzen die Wifi-Verbindung zwischen Drohne und Bodenstation. So wird die Drohne umgelenkt oder zum Absturz gebracht.

Drohnen fehlt der Authentifizierungsmechanismus

Derzeit ist es technisch nicht möglich, die Fähigkeiten eines menschlichen Pilots vollständig nachzubilden. Denn ein Pilot würde erkennen, wenn der Kurs des Flugkörpers ungeplant verändert würde. Bei unbemannten Drohnen fehlt jedoch ein Authentisierungsmechanismus oder eine Verschlüsselungsmöglichkeit für Signale, sodass Kursabweichungen gemeldet würden. Die Lösung: Alle Verbindungen zwischen Drohnen und Bodenstation sowie zwischen Drohnen und anderen Flugkörpern werden konsequent auf Auffälligkeiten hin überprüft. Auf tatsächliche Gefahren und Verwundbarkeiten für die Steuerungs-IT am Boden muss blitzschnell und zielgerichtet reagiert werden. Radar-Services setzt für seine Kunden eines der weltweit wohl umfangreichsten Portfolios an Erkennungs- und Korrelationsmechanismen ein, um rund um die Uhr die sicherheitsrelevanten Informationen sämtlicher IT-Komponenten zusammenzuführen und zu analysieren.

Sobald dabei eine Unregelmäßigkeit erkannt oder eine Schwachstelle gefunden wird, bekommen die Sicherheitsexperten ein Alarmsignal und können ihre Kunden warnen. Die aufbereiteten Informationen über den Vorfall ermöglichen die sofortige Einleitung von Behebungsmaßnahmen, sodass das Unternehmen schnellstmöglich wieder sicher ist.

Die zivile Nutzung im Fokus

Die IT-Sicherheit beim Einsatz von Drohnen ist eine herausfordernde, aber lösbare Aufgabe. Sie wird den weltweiten Trend der zivilen Nutzung von Drohnen nicht aufhalten. Intensive Maßnahmen zum Erkennen von IT-Risiken werden den Drohneneinsatz zuverlässig sicherstellen.

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