Kabeldurchführung Kabeldurchführung für extreme Anforderungen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Erstmalig erfüllt eine teilbare Kabeldurchführung der Murrplastik Systemtechnik für vorkonfektionierte Leitungen die Schutzart IP65, die auch bei komplett teilbaren Systemen für die nachträgliche Montage möglich ist.

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Die teilbaren Kabeldurchführungen KDL/C (vorn) und KDL/D (hinten) für den robusten Einsatz in extrem rauen Industrieumgebungen.
Die teilbaren Kabeldurchführungen KDL/C (vorn) und KDL/D (hinten) für den robusten Einsatz in extrem rauen Industrieumgebungen.
(Bild: Murrplastik)

KabeldurchführungMurrplastik Systemtechnik stellt mit der KDL/C und KDL/D zwei neue Kabeldurchführungsleisten für den robusten Einsatz in rauen Industrieumgebungen vor. Also überall dort, wo neben hohen mechanischen Belastungen, Feuchtigkeit, Säuren, Laugen, Alkohole, Mineralöle, Kraftstoffe, Fette und Staub jeder Anlage und jedem Bauteil das Leben schwer machen. Während die KDL/C die Schutzart IP54 erfüllt, geht Murrplastik mit der KDL/D sogar noch einen Schritt weiter: Die Schutzart IP65 ist jetzt auch bei komplett teilbaren Systemen für die nachträgliche Montage möglich. Beide Kabeldurchführungsleisten sind in einem Temperaturbereich von -30 bis 100°C einsetzbar.

Für hohe mechanische Belastungen

Die KDL/D hat im Gegensatz zur KDL/C eine Zusatzbrücke, die den Rahmen noch zusätzlich verstärkt. Diese dient als zusätzliche Fixierung, mit deren Hilfe jedes durchgeführte Kabel fest fixiert und zugentlastet wird. Ein Ausreißen der Tüllen, selbst bei extrem hohen mechanischen Belastungen ist somit so gut wie ausgeschlossen.

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Neue Montagetechnik vereinfacht die Installation

Komplett neu überdacht haben die Murrplastik-Ingenieure die Montage. Statt, wie sonst üblich, Kabel plus Tülle vertikal von oben in die Kabeldurchführung einzurasten, um danach die Kabeldurchführung selbst im Ausschnitt des Schaltschranks zu befestigen, geht es jetzt deutlich einfacher: Kabel plus Tülle werden in die bereits im Schrank installierte Kabeldurchführung, horizontal von vorne und ganz ohne Werkzeug eingeschoben. Das ist insbesondere bei der Nachrüstung und Reparatur von konfektionierten Leitungen von Vorteil.

In der Praxis können Kabel und Tülle also zeitsparend vormontiert werden. Weiterer Vorteil: Zum Anbringen der Tüllen müssen die Leitungen nun nicht mehr mit rund 30 cm Kabelreserve aus dem Schrank gezogen werden. Somit kann die Montage der Kabeldurchführungsleiste erstmalig am Ende der Schaltschrankinstallation ganz ohne unerwünschte Kabelreserve erfolgen.

Für die industrielle Praxis

Mit beiden Kabeldurchführungen können auf engem Raum, nämlich 148 mm x 58 mm, Verdrahtungen mit hoher Packungsdichte realisiert werden. Bis zu 12 Leitungen können durchgeführt werden. 10 unterschiedliche Tüllenvarianten mit Klemmbereichen von 2 bis 12 mm sowie eine Blindtülle zum Verschließen nicht benötigter Durchführungen sind erhältlich.

Die Einbaumaße der KDL/ C und KDL/D sind abgestimmt auf die Standardausschnitte der schweren 24-poligen Harting- und Wieland-Steckverbinder. Beide aus PP und TPE gefertigten Kabeldurchführungen sind halogenfrei und erfüllen die Flammklasse V0 nach UL 94. (mz)

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