Kleinmotoren

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Kostengünstig gefertigt

Die in bürstenlosen Motoren verwendete Steuer- und Regelelektronik kann mit geringfügiger Änderung auch bei einem Kommutatormotor eingesetzt werden. Die Hall-ICs werden zwar hier für die Kommutierung nicht benötigt, können aber weiterhin für die Drehzahlregelung und für die Positioniersteuerung verwendet werden. Durch das kostengünstige Magnetsystem und die automatische Ankerfertigung sind solche Gleichstrommotoren kostengünstig zu bauen. Das mechanische Kommutierungssystem begrenzt jedoch die Lebensdauer von klassischen Gleichstrommotoren. Deshalb war es wichtig, für den Antrieb die passenden Graphitbürsten für mindestens 3000 Betriebsstunden zu finden. Es gibt eine hohe Zahl von Anwendungen, z.B. Stellantriebe, bei denen diese maximal erlaubten aktiven Betriebstunden nicht überschritten werden. Hier bieten die Gleichstrommotoren mit integriertem Regler eine wirtschaftlich interessante Alternative.

Entwicklung einer neuen bürstenlosen Motorfamilie

Die Verbesserung des Wirkungsgrades von Elektromotoren hat nicht nur umweltpolitische sondern auch technische und wirtschaftliche Vorteile. Durch die höhere Effektivität verbraucht der Motor bei gleicher Belastung weniger Energie und erzeugt weniger Wärme. Deshalb kann der verbesserte Motor auch stärker belastet werden, wodurch seine Leistungsfähigkeit wesentlich erhöht wird.

Bei der Entwicklung einer verbesserten Motorfamilie wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Optimierung des Magnetkreises,
  • Erhöhung des Nutfüllfaktors,
  • Reduzierung des Wickelkopfes durch Einzelzahnwicklung sowie
  • Optimierung des Fertigungsprozesses

Das erste Mitglied dieser Familie ist der Motor MQ 667 mit 68 mm Außendurchmesser. Er ist im Vergleich zu seinem Vorgänger 15% kürzer, 60% stärker und weist ein reduziertes Rastmoment und einen wesentlich verbesserten Wirkungsgrad auf.

Die Betriebsspannung für Antriebe mit Kleinspannungsversorgung wird oft aus dem 230V/50Hz-Netz erzeugt. Dies bedeutet eine leistungselektronische Umwandlung der Energie in zwei Schritten: Ein Schaltnetzteil erzeugt die Kleinspannung (z. B. 24 V) für den Antrieb, und die integrierte Betriebselektronik erzeugt aus dieser Gleichspannung die Wicklungsspannungen mit veränderbarer Kommutierungsfrequenz.

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