Corona KMU: Großes Homeoffice-Potenzial bleibt ungenutzt

Redakteur: Celine Jäger

Deutlich mehr Menschen in kleinen und mittleren Betrieben könnten von zuhause arbeiten. Das geht aus einer aktuellen Studie des Ifo-Instituts hervor.

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Vergangenen Februar haben nur 30 % der Beschäftigten im Homeoffice gearbeitet. Laut einer ifo-Studie könnten es deutlich mehr sein.
Vergangenen Februar haben nur 30 % der Beschäftigten im Homeoffice gearbeitet. Laut einer ifo-Studie könnten es deutlich mehr sein.
(Bild: ©MT-R - stock.adobe.com)

Laut einer aktuellen Studie des Ifo-Instituts für Arbeit könnten weit mehr Menschen im Homeoffice arbeiten. So waren im vergangenen Februar nur knapp 30 % der Beschäftigten im Homeoffice - und das obwohl es für 56 % möglich wäre. Die Homeoffice-Pflicht sei in vielen Firmen einfach verpufft, so die Ifo-Forscher. Selbst im Februar wurde in 20 % der Unternehmen noch immer nicht von zuhause gearbeitet.

Um Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu ermöglichen und Ansteckungen zu minimieren, ist dies jedoch von essenzieller Bedeutung. Wie die Uni Mannheim herausgefunden hat, senkt schon 1 % mehr Homeoffice die Corona-Inzidenz um 4,5 bis 8 %. In Deutschland müssen Betriebe ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, zuhause zu arbeiten. Etwa in Frankreich und Belgien dagegen gab es im Winter eine Verpflichtung für Arbeitnehmer.

Um die Attraktivität von Homeoffice zu steigern, empfehlen die Autoren der Studie stärkere steuerliche Anreize. Derzeit können Beschäftigte statt der Pendlerpauschale 5 Euro Homeoffice-Pauschale pro Tag absetzen.

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