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Industrie 4.0 Kompetenzzentrum Industrie 4.0 an der Hochschule Osnabrück startet durch

| Redakteur: Katharina Juschkat

Wenige Monate nach seiner Gründung hat das neue Kompetenzzentrum Industrie 4.0 an der Hochschule Osnabrück erste Erfolge zu melden: Zunächst ging der DIN-Innovationspreis an eine Spezifikation des Kompetenzzentrums und vor kurzem wurde die Transfer-Einrichtung auf der Landkarte der bundesweiten Plattform „Industrie 4.0“ eingetragen.

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Drei Professoren und ein Nao im Robotiklabor (v.l.): Prof. Dirk Rokossa, Prof. Siegmar Lampe und Prof. Clemens Westerkamp leiten das Kompetenzzentrum „I4os - Industrie 4.0“.
Drei Professoren und ein Nao im Robotiklabor (v.l.): Prof. Dirk Rokossa, Prof. Siegmar Lampe und Prof. Clemens Westerkamp leiten das Kompetenzzentrum „I4os - Industrie 4.0“.
(Bild: Hochschule Osnabrück)

Das neue Kompetenzzentrum „I4os – Industrie 4.0 Osnabrück“ bündelt das Wissen der Hochschule Osnabrück und ihr partnerschaftlich verbundenen Unternehmen im Bereich Digitalisierung und Vernetzung des Mittelstandes. „Wir informieren kleine und mittlere Unternehmen unserer Region über bereits praktisch erprobte Industrie 4.0-Lösungen“, erklärt Clemens Westerkamp, einer der Leiter des Zentrums. „Unseren Kunden bieten wir zudem Anregungen, Konzepte und Kontakte bei der Umsetzung ihrer Projekte.“

Das Zentrum ist der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik angegliedert und wird von den Professoren Clemens Westerkamp, Dirk Rokossa und Siegmar Lampe geleitet. Wenige Monate nach der Gründung hat die neue Transfereinrichtung zwei Erfolge zu melden: Zunächst ging der diesjährige DIN-Innovationspreis an eine Spezifikation, die Prof. Westerkamp mitentwickelt hat. Und vor kurzem wurde das Osnabrücker Kompetenzzentrum auf die Landkarte der bundesweiten Plattform „Industrie 4.0“ eingetragen.

Normungsorganisation zeichnet neue Spezifikation aus

DIN will als Deutschlands nationale Normungsorganisation mit ihrem jährlich vergebenen Innovationspreis darauf aufmerksam machen, dass Normung und Standardisierung dabei helfen, Innovationen zur Marktreife zu entwickeln. Dieses Jahr wurden drei Standardisierungsprojekte ausgezeichnet, eines davon ist die „DIN Spec 16593 – Referenzmodell für Industrie 4.0 Servicearchitekturen“. Prof. Westerkamp hat diese Spezifikation zusammen mit einem weiteren Wissenschaftsvertretern und Fachleuten von SAP, Siemens und weiteren Unternehmen erarbeitet. „Eine DIN-Spezifikation legt Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren fest“, erläutert der Osnabrücker Informatik-Professor. „Als Ergebnis von Standardisierungsprozessen helfen sie, innovative Lösungen schnell und unkompliziert am Markt zu etablieren.“

In der Industrie 4.0 wird der Begriff „serviceorientierte Architektur“, kurz SOA, immer wichtiger – obwohl bisher keine Klarheit darüber bestand, was genau unter diesem Begriff zu verstehen ist. Abhilfe soll die „DIN Spec 16593“ schaffen: Sie beschreibt eine interaktionsbasierte Architektur als Grundgerüst für die Definition von Diensten und Protokollen.

Kompetenzzentrum auf der Landkarte „Testzentren Industrie 4.0“

Da das Konzept „Industrie 4.0“ zu den Zukunftsprojekten der Bundesregierung gehört, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung vor zwei Jahren die Plattform „Industrie 4.0“ gegründet. Auf der Plattform wollen Fachleute ambitionierte und realisierbare Handlungsempfehlungen erarbeiten, geeignete Standards und eine einheitliche Forschungsagenda entwickeln sowie aussagekräftige Anwendungsbeispiele aufzeigen, die unterschiedliche Effekte vernetzter Produktionsnetzwerke unmittelbar demonstrieren.

Auf der Landkarte „Testzentren Industrie 4.0“ stellt die Plattform deutsche Einrichtungen dar, in denen entsprechende Anwendungen getestet werden können. Vor kurzem wurde das Osnabrücker Kompetenzzentrum als eines der aktuell 55 Testzentren auf der Landkarte eingetragen. „Wir erhoffen uns davon eine verstärkte Vernetzung – sowohl mit Gleichgesinnten als auch mit künftigen Kunden“, sagt Westerkamp.

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