Wettbewerb Lastspitzen vorhersehbar machen

Quelle: It's Owl

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Für viele Unternehmen bedeuten die aktuellen Energiepreise große Mehrkosten – gerade Lastspitzen im Stromnetz gehen ins Geld. Betroffene müssen dem jedoch nicht machtlos gegenüberstehen.

Strahlende Gesichter bei den Gewinnerteams des „It's Owl Makeathons”-Wettbewerbs.
Strahlende Gesichter bei den Gewinnerteams des „It's Owl Makeathons”-Wettbewerbs.
(Bild: It's Owl)

Ein Team der Universität Bielefeld hat den Wettbewerb „It´s Owl Makeathon“ gewonnen und sicherte sich damit neben einem Preisgeld von 10.000 Euro eine Förderung von bis zu einer Million Euro. Das teilte die Kooperation „It´s Owl“ in einer Pressemeldung mit.

Das Team, bestehend aus Sarah Schröder, Luca Hermes und Philip Kenneweg, will teure Lastspitzen für Unternehmen vorhersehbar machen. Lastspitzen im Stromnetz fallen an, wenn gleichzeitig besonders viel Strom aus dem Netz gezogen wird – beispielsweise durch simultanes Starten von Maschinen in Betrieben.

Grundlage bildet bisheriger Energieverbrauch

Konkret haben die Studenten eine Software entwickelt, welche kurzfristige Lastspitzen im Stromnetz vorhersagt und direkt Gegenmaßnahmen vorschlägt. Zu den Maßnahmen gehören der Stopp von Produktionsprozessen, das Abschalten von Klimaanlagen oder auch verordnetes Homeoffice für Mitarbeiter. Als Grundlage der Software hat das Team historische Daten zum Energieverbrauch von Unternehmen herangezogen.

„Kurzfristige Lastspitzen können wir schon mit einer sehr hohen Genauigkeit identifizieren. Wenn wir noch weiter programmieren, können wir auch mittelfristige Vorhersagen treffen“, sagt Philip Kenneweg vom Team der Universität Bielefeld.

Zusätzlich gebe die Software auch generelle Empfehlungen ab, dazu gehört die energetische Gebäudesanierung, die Installation von Photovoltaik und Batterien sowie Notfallaggregate, um Lastspitzen zu umschiffen. Der Preis wurde dem Bielefelder Team in der Kategorie „Daten-Challenge“ verliehen, Auftraggeber waren die beiden Unternehmen Weidmüller aus Detmold bei Bielefeld und die Hesse GmbH aus Paderborn.

Einsparpotenzial beim Wäschetrocknen

Einen zweiten, über 5000 Euro dotierten Preis hat ein Team für ihre Optimierung des energieintensiven Trocknungsprozesses von Wäsche bekommen. Die Wäsche muss beim Trocknen zuerst erhitzt und anschließend wieder herunter gekühlt werden. Daher haben die Wettbewerbsteilnehmer ein „3-Zonen Trockensystem” entwickelt, was übereinander anstatt nebeneinander angeordnet ist. Während die Wäsche die Maschinen von oben nach unten durchläuft, wird die Temperatur sukzessive reduziert, so sollen 20 bis 50 Prozent Energie eingespart werden können.

An dem Wettbewerb nahmen insgesamt 27 Teams, bestehend aus Nachwuchskräften von Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Start-Ups teil. Organisiert wird der als „Makeathon“ betitelte Wettbewerb von der Kooperation „It´s Owl“, dem Kompetenzzentrum „Arbeitswelt-Plus“, dem „Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik“ und dem „Heinz Nixdorf Institut“.

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