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Harting auf der Hannover Messe

Lösungen für die intelligente Infrastruktur in der Feldebene

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Die Harting Technologiegruppe wird auch in diesem Jahr auf der Hannover Messe wieder zahlreiche neue Produkte und smarte Lösungen präsentieren. Dabei orientiert sich das Unternehmen am diesjährigen Motto der Messe: „Integrated Industry – Industrial Intelligence“.

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„Miro Snap“: Um auch selbstständig die Batterie wieder aufzuladen, zeigt Harting gemeinsam mit Kuka eine entsprechende, robotergesteuerte Ladestation.
„Miro Snap“: Um auch selbstständig die Batterie wieder aufzuladen, zeigt Harting gemeinsam mit Kuka eine entsprechende, robotergesteuerte Ladestation.
(Bild: Dingo Photo/Harting)

Das heißt, die Zusammenführung der menschlichen mit der künstlichen zur industriellen Intelligenz, um mit dieser Mehrwerte für den Kunden zu schaffen. Die Harting Produkte sind dabei smart, clever und einfach handhabbar.

Ethernet Connectivity für Netzwerke von Morgen

Harting treibt die Entwicklung im Bereich Ethernet Connectivity für Netzwerke von Morgen voran. Single Pair Ethernet (SPE) ist im Markt der industriellen Verkabelung in aller Munde. Das Unternehmen liefert dazu die passenden normierten Schnittstellen und zeigt erste Serienprodukte. Damit beschreitet Harting als ein Wegbereiter von Industrie 4.0 den Schritt von einem Technologietrend zu einer realen Anwendung und kundenspezifischen Lösung. „Mit einer nach IEC normierten Schnittstelle gehen wir konsequent unseren Weg: Trends erkennen, Standards definieren und zuverlässige Produkte liefern“, sagt Frank Welzel, Director Product Management, Harting Electronics. Am Stand wird es dazu die erste IP20 Schnittstelle aus Steckverbinder und gewinkelter Leiterplattenbuchse zu sehen geben.

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Einheitliches SPE-Steckgesicht

Kernelement dieser neuen T1 Industrial Reihe ist ein einheitliches SPE Steckgesicht, das für alle Gehäuse-Varianten von IP20 bis zu IP65/67 verwendet werden kann. Harting hat sein Steckverbinder Konzept entsprechend zukünftiger Anforderungen ausgerichtet und kann sowohl 1 GBit/s für kürzere Strecken als auch 10 Mbit/s für die weiten Distanzen mit einem einheitlichen Steckgesicht realisieren.

Weiterentwicklung des RJ Industrial Standards

Mit RJ Industrial in der neuen Multifeatures Series kam der Hersteller den Wünschen und Ansprüchen der Kunden nach einer noch leichteren Bedienung und Feldkonfektionierbarkeit nach. Die Weiterentwicklung des RJ Industrial Standards bringt werkzeuglose Konfektion, einfache Bedienung und ein robustes Metallgehäuse mit sich. Auch ein weiter Einsatzbereich von Litzen in AWG 26 bis AWG 22 und eine robuste Kabelfixierung sind Eigenschaften, die dem Einrichter die Montage erleichtern und diese so beschleunigen soll. Während der klassische RJ45 eine Entwicklung für die Telekommunikation war, die nicht immer allen industriellen Ansprüchen genügte, ist der Harting RJ Industrial Multifeature Serie allen Anforderungen und Widrigkeiten harter Einsatzumgebungen gewachsen. Sichere Cat. 6A Performance, Gehäuse in den Schutzarten IP20 und IP65/67 gepaart mit der Leistungsversorgung der PoE Varianten IEEE802.3af (PoE 15,4W) / IEEE802.3at (PoE 25,5W) / IEEE802.3bt (PoE 100W) liefern Data und Power für jedes Gerät.

Pushpull-Technik an metrischen Rundsteckverbindern

Dr. Metrix ist das Gesicht für die zeitsparende Pushpull-Verriegelung. Hartings Heldin steht für die clevere Pushpull-Technik an metrischen Rundsteckverbindern und den sekundenschnellen Anschluss. Auf der SPS IPC Drives zeigte Dr. Metrix erstmalig eine umfassende M12 Pushpull Lösung im Bereich Factory Automation. Auf der Hannover Messe 2019 führt sie ihre Mission fort, mit einem Click in die Zukunft.

Im Rahmen der Normungsarbeit, die Harting aktiv mit vorantreibt, sollen nun die passenden allgemeingültigen Standards für M12 Pushpull-Verriegelungen gefunden werden. Diese schaffen Investitionssicherheit beim Kunden und werden dem Anspruch des M12 als bekannte genormte Schnittstelle gerecht. Während die bisherigen Lösungen außen, auf stehenden Gerätebuchsen mit dem charakteristischen Klick verrasten, präsentierte das Unternehmen zur SPS 2018 erstmalig eine neue M12 Pushpull-Schnittstelle für versenkte Buchsen. Buchsen dieses Steckverbindertyps sind in der Automatisierung weit verbreitet. Sie besitzen eine innen liegende Verrastung und können damit ohne äußeren Kragen sehr flach verbaut werden. Die Miniaturisierung ist eine der Schlüsselanforderungen der Automatisierungsbranche.

Pushpull-Konzepte für Steckverbinder

Immer mehr Hersteller für industrielle Verbindungstechnik setzen auf zeitsparende und leicht zu bedienende Pushpull-Konzepte für Ihre Steckverbinder. Die klassische Schraubverriegelung des M12 Rundsteckverbinders ist immer mehr ein lästiger Zeitfresser, wenn es um die Montage zahlreicher Schnittstellen geht. Im direkten Vergleich von M12 PushPull zur bekannten Schraubverriegelung kann die neue Verriegelungstechnik etwa 75% schneller angeschlossen werden.

Forderungen aus der Automatisierung zielen auf einfache und sichere Bedienung, akustisches Feedback sowie Zeit- und damit Kostenersparnis. Dieser Forderung kommt Harting nun nach und treibt gemeinsam mit Marktbegleitern aktiv die Normung eines umfassenden M12 Pushpull Marktstandards mit voran. Am Ende werden dann eine IEC 61076–2–010 und eine IEC 61076-3-126 stehen, die eine übergreifende Lösung für Factory-Automation bereithalten wird und damit Investitionssicherheit und Second Sources für die Anwender schafft.

Standards helfen allen

Alle Highlights der Hannover Messe stehen dabei unter dem großen Stichwort Standard. Proprietäre Lösungen können noch so gut sein, auf lange Sicht bleiben sie in der Regel doch eine Insellösung. Investitionssicherheit, ein bekannter Formfaktor im Gerät und eine gewohnte Bedienung hilft allen Beteiligten der Wertschöpfungskette. Einheitliche Steckgesichter, leichte Konfektion sowie einfache Bedienung im Feld helfen allen. „Die Standardisierung hilft dem Vorstandvorsitzendem eines Unternehmens, dem Konstrukteur und letztlich dem Anwender. Alle haben eine höhere Planungssicherheit“, bringt es Frank Welzel auf den Punkt.

Kompakt, robust und rechteckig: Han 1A

Auch aus dem Bereich der schweren Steckverbinder wartet die Technologiegruppe mit Neuigkeiten auf: Der Han 1A ist ein neuer kompakter und überaus robuster Rechtecksteckverbinder, der mit bis zu zwölf Kontakten Daten, Signale und Leistung übertragen kann. Er besteht aus Hochleistungskunststoff, ist leicht und beansprucht nur wenig Bauraum.

Aufgrund seiner Modularität und einer Vielzahl unterschiedlicher Einsätze eignet er sich insbesondere für Bereiche, in denen viele kleine Antriebe, Sensoren und Geräte versorgt werden müssen.

Im Maschinenbau ermöglicht Han 1A die effiziente Anbindung von Werkzeugen und Modulen wie Heiz- oder Kühlaggregaten, Ventilatoren, Steuerungs-Terminals, Beleuchtungssystemen, Antrieben, Vibrationsförderern und ähnlichem. In der Verkehrstechnik können Sie mit dem Han 1A Türantriebe und Einstiegssysteme anschließen, außerdem Beleuchtungen, Scheinwerfer, Lautsprecher, Bildschirme, Anzeigetafeln, Warn- und Alarmleuchten, Druckknöpfe, Signaltongeber und Scheibenwischanlagen.

Han Metall-Gehäuse für einfachere Schaltschrank-Montage

Harting bietet die Metall-Gehäuse der Baureihen Han B, EMV und M jetzt auch in Versionen an, die eine rückwärtige Montage von Kontakteinsätzen ermöglichen. Die neue Option vereinfacht die Konfektionierung von Schnittstellen für Schaltschränke. Ziel sind Anwendungen in Maschinenbau und Automation, Robotik, Verkehrs- und Energietechnik.

Han Steckverbinder mit Metall-Gehäuse passen sehr gut zu Umgebungen, die hohe Ansprüche an die Robustheit von Komponenten stellen und eine möglichst einfache Installation erfordern. Bislang mussten bei der Montage von Han Metallgehäusen die Kabel erst durch einen Ausschnitt am Schaltschrank geführt werden, um die Einsätze außerhalb des Schranks zu konfektionieren und zurück ins Anbaugehäuse zu ziehen. Bei den neuen Han Lösungen wird zusätzlich die Möglichkeit geboten, vorgefertigte Einsätze direkt ins Anbaugehäuse einzurasten – aus dem Innenraum des Schaltschranks heraus.

Steckverbinder für die Lebensmittelindustrie

Die Reihe Han F+B von Steckverbindern wurde speziell für den Bedarf der Lebensmittelindustrie entwickelt. Glatte Oberflächen erschweren die Ansiedlung von Bakterien. Gehäuse und Dichtungen sind robust, sicher und langlebig: Sie verhindern, dass die innenliegenden Kontakte mit dem Strahlwasser von Hochdruckreinigern oder mit aggressiven Reinigungsmitteln in Berührung kommen.

Hygiene und Sicherheit sind in der Lebensmittelverarbeitung entscheidend: Übergänge, Oberflächen, Gewinde und Dichtungen der Han F+B Steckverbinder wurden deshalb so gestaltet, dass sie die Anhaftung von Schmutzpartikeln erschweren. Runde Bögen an Gehäusen und Accessoires verhindern die Bildung von Schmutznestern, die ein Nährboden für Bakterien sind.

Han F+B Gehäuse sind aus Hochleistungskunststoff gefertigt, wasserabweisend und reinigungsmitteltauglich. Sie sind von Ecolab zertifiziert und verfügen über FDA 21-Zulassungen. Der Strahl von Hochdruckreinigern dringt nicht in die Gehäuse ein, solange sie geschlossen bleiben.

Update zum Han Konfigurator für Industriesteckverbinder

Im Vorjahr wurde auf der Hannover Messe der Han Konfigurator für Industriesteckverbinder vorgestellt. Das intelligente System ermöglicht es dem Kunden, auf Basis weniger Eingaben konkrete Vorschläge für passgenaue Schnittstellen zu erhalten. In diesem Jahr werden Erweiterungen vorgestellt, z.B. die optimierte 3D-Darstellung des jeweiligen Konfigurations-Ergebnisses.

Robotergesteuerte Ladestation

Vorgestellt wird auf dem Harting-Stand in Hannover auch der „Microsnap“, die neueste Fahrzeugstudie des Schweizer Autovisionärs Frank M. Rinderknecht. Die kühne Idee hinter dem „Microsnap“: Fahrwerk, Antrieb („Skateboard“) und Aufbauten („Pods“) lassen sich trennen und schnell tauschen. Um rasch die Batterie wieder aufzuladen, zeigt Harting gemeinsam mit Kuka die entsprechende, robotergesteuerte Ladestation. Ein Kuka Roboter führt die Ladestecker ein und beendet den Ladevorgang, wenn die Batterie des Antriebs den nötigen Ladestand erreicht hat. Damit ist das Fahrzeug nach kürzester Zeit wieder einsatzbereit. Eine Lösung, die vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten soll.

Hannover Messe 2019: Halle 11 / Stand C13

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