Suchen

Drehgeber Magnetische Drehgeber für die Fliegende Säge

| Autor / Redakteur: Stefan Horvatic* / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Schnell und präzise, das ging bislang meist auf Kosten der Robustheit – und umgekehrt. Moderne Abfüllanlagen oder ähnlich anspruchsvolle Industrieapplikationen mit Fliegender Säge stellen jedoch das ganze Set Anforderungen an die Bewegungssensorik. Sie müssen unter enormen Belastungen zuverlässig und präzise Positionsdaten liefern. Pepperl+Fuchs hat seine magnetischen Drehgeber der Serie ENA58IL auf diese Ansprüche ausgerichtet.

Firmen zum Thema

Funktionalitäten wie Fliegende Sägen ermöglichen produktsynchrone Bearbeitungsvorgänge. Auf diese Weise lässt sich ein hoher Durchsatz und damit minimale Zykluszeiten erreichen. Dabei kommt es auf Schnelligkeit, Präzision und Robustheit der Drehgeber an.
Funktionalitäten wie Fliegende Sägen ermöglichen produktsynchrone Bearbeitungsvorgänge. Auf diese Weise lässt sich ein hoher Durchsatz und damit minimale Zykluszeiten erreichen. Dabei kommt es auf Schnelligkeit, Präzision und Robustheit der Drehgeber an.
(Bild: Pepperl+Fuchs)

Wenn pro Stunde bis zu 90.000 Dosen oder Flaschen mit Softdrinks, Bier oder Mineralwasser durch die Abfüllanlage laufen, steckt dahinter Automationstechnik der High-end-Klasse. Solche Spitzenleistungen lassen sich nur erreichen, wenn Schnelligkeit, Dynamik und Genauigkeit mit einem Höchstmaß an Prozesssicherheit zusammenspielen. Das allerdings setzt äußerst robuste und zuverlässige Komponenten voraus. Allein die hohen Beschleunigungen und Geschwindigkeiten von Drehtischen, Förderbändern & Co. sorgen bereits für eine starke mechanische Beanspruchung. Sie geht einher mit Vibrationen oder Schockbelastungen. Darüber hinaus schaffen Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit oder aggressive Reinigungsmedien harte Umgebungsbedingungen.

Dieser Mix an Einflüssen wirkt vor allem auf die Sensorik ein – Schlüsselkomponente jeglicher Bewegungsmechanik, ohne die sich Dosen oder Flaschen nicht präzise unter den Füllstutzen platzieren ließen. Um die Positionen exakt zu erfassen, werden an unterschiedlichsten Stellen Drehgeber eingesetzt, etwa an Mittelachsen von Drehtischen, am Drehkranz von Drehtischantrieben oder auch an den Antrieben der Förderbänder. Je nach Anforderung sind absolute oder inkrementelle Drehgeber gefragt.

Fliegende Säge steigert Produktivität in vielen Branchen

Hoher Durchsatz und damit minimale Zykluszeiten lassen sich auch in der Getränkeindustrie oft nur erreichen, wenn Technologien wie die sogenannte Fliegende Säge genutzt werden. Solche Lösungen bieten die Funktionalität, um Bearbeitungsvorgänge produktsynchron zu realisieren. Sie führen Einheiten lagesynchron mit bei einem kontinuierlichen Produktvorschub. Typisch ist eine solche Anwendung etwa für Flaschenförderanlagen, Etikettiermaschinen oder Abfüller in der Getränkeindustrie.

Die Funktion „Fliegende Säge“ sorgt aber auch in vielen anderen Branchen, von der Holzwirtschaft über die Papier- und Druckindustrie bis zur Metall-, Kunststoff- oder Steinverarbeitung, für deutliche Steigerungen der Produktivität und hohe Maschinenverfügbarkeiten. Klassische Applikationen sind beispielsweise das Schneiden von Endlosmaterialien wie Papier oder Blech. Darüber hinaus lassen sich auch eine Vielzahl anderer Vorgänge wie Stempeln, Bohren, Stanzen oder Schweißen produktsynchron, also mit Relativgeschwindigkeit Null, durchführen. „Dies setzt jedoch eine sehr genaue und hoch dynamische Positionsdatenerfassung im Mikrosekundenbereich voraus“, heißt es bei Pepperl+Fuchs in Neuhausen ob Eck.

Üblicherweise werden in so anspruchsvollen Applikationen bisher optische Drehgeber verwendet. Sie liefern die Signale nahezu in Echtzeit und erreichen eine hohe Genauigkeit und Dynamik. Allerdings können sie aufgrund ihrer komplexen Mechanik empfindlich auf raue Betriebs- und Umgebungsbedingungen reagieren. Und weil auch durch kürzere Taktzyklen und steigende Anforderungen an Produktivität, Prozesssicherheit und Produktqualität immer höhere Belastungen entstehen, sind besonders robuste Drehgeberlösungen wie Drehgeber mit Magnetfeld-Technologie gefragt. Die Crux: Magnetische Drehgeber waren bislang nicht schnell und nicht genau genug, um die nötige Signalqualität zu liefern.

(ID:43867014)