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User Experience mit Augmented Reality

Mit der AR-Datenbrille den Durchblick in der Festo-Fabrik behalten

| Autor/ Redakteur: Sariana Kunze / Sariana Kunze

Augmented Reality (AR) weckt schon jetzt Erstaunen, doch die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen. Was wird erst möglich, wenn sie ihr volles Potenzial entfaltet? Centigrade hat ein Virtual-Reality-Setup konzipiert, das zeigt, wie Schichtführer in Festo Werkshallen von AR-Datenbrillen profitieren können.

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Centigrade konzipierte ein Virtual-Reality-Setup, mit dem Tester in die Rolle eines Schichtführers in einer Festo Werkshallen per AR-Datenbrillen schlüpfen können.
Centigrade konzipierte ein Virtual-Reality-Setup, mit dem Tester in die Rolle eines Schichtführers in einer Festo Werkshallen per AR-Datenbrillen schlüpfen können.
( Bild: Centigrade )

Ein Schichtführer steht in einer großen Maschinenhalle und überwacht die Produktion. Von seinem Standpunkt aus kann er die gesamte Halle überblicken. Er hat keinen Laptop bei sich, auch kein Tablet, nicht einmal ein Smartphone. Stattdessen trägt er eine unscheinbare Brille und lässt den Blick langsam über die einzelnen Maschinen schweifen. Lässt er seinen Blick auf einer der Maschinen ruhen, so öffnet sich in seinem Sichtfeld ein Fenster, das die wichtigsten Informationen zum aktuellen Status der Maschine enthält. Der Schichtführer kann so kontrollieren, an welchem Auftrag die Maschine gerade arbeitet, wie hoch die bereits produzierte Stückzahl ist und ob alle Werkzeuge fehlerfrei funktionieren. Wendet er seinen Blick von der Maschine ab, so verschwindet das Fenster wieder und er kann sich erneut frei in der Halle umschauen.

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Wenn die Technik der Augmented-Reality-Vision im Weg steht

Eine vielversprechende Vision, aber mit heutigem Stand der Technik noch nicht möglich. Doch durch den rasanten Fortschritt bei der Entwicklung von Datenbrillen wächst das Interesse auch bei klassischen Industrien an den neu entstehenden Möglichkeiten. Nicht nur das immersive Eintauchen in komplett digitale Welten (Virtual Reality, VR) ist reizvoll. Gerade auch das Überlagern real vorhandener Objekte mit digitalen Informationen (AR) bietet Ansatzpunkte, ganze Produktionsabläufe neu und effizienter zu gestalten. In der Industrie zeichnen sich derzeit vier Anwendungsfelder für Virtual und Augmented Reality ab: Engineering, Produktion, Service und Schulung. Wie genau aber lassen sich abstrakte Ideen in nutzbare und rentable Projekte überführen? Centigrade hat gemeinsam mit Festo daran gearbeitet, die versteckten Potenziale von VR und AR aus User-Experience-Sicht zu ermitteln und diese Ergebnisse der Designstudie Deep-Sight auf der Hannover Messe erstmalig vorgestellt. Die beiden Unternehmen stellten dazu ein Setup vor, das es Nutzern mittels VR-Brille ermöglicht, auf nur 4 m2 eine 1.000 m2 große Maschinenhalle von Festo in Sankt Ingbert zu erleben und ein dort beispielhaft in der Produktion auftretendes Problem per Fernwartung zu lösen.

In die Rolle eines Schichtführers schlüpfen

Mit dem Projekt Deep-Sight wollte Centigrade anhand eines kurzen Szenarios einen Blick in die Zukunft von Augmented Reality werfen. Gemeinsam mit der Festo Polymer GmbH arbeiteten die Usability-Experten die Vision eines durch Augmented Reality unterstützten Schichtführers heraus. Anhand dieses Szenarios wurde ein AR-User-Interface, sowie ein AR-Interaktionskonzept ausgearbeitet und implementiert. Dabei setzte sich das Entwicklerteam bewusst die hypothetische Prämisse, dass für die Nutzung der Anwendung eine AR-Brille verwendet wird, die alle aktuellen Beschränkungen bereits überwunden hat. Für das Deep-Sight-Projekt sollten Nutzer der Anwendung beim Anziehen der VR-Brille in die Rolle des Schichtführers schlüpfen. Dabei legten die Entwickler besonderen Wert auf das Gefühl, sich tatsächlich in einer realen Maschinenhalle zu befinden.

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