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Frauen-MINT-Award Mit Künstlicher Intelligenz Maschinensteuerungen verbessern

Redakteur: Katharina Juschkat

Mit dem Frauen-MINT-Award werden MINT-Forscherinnen für herausragende Forschungsergebnisse gewürdigt. Ausgezeichnet wurden jetzt u.a. zwei Informatikerinnen für ihre Forschung an besseren Bedienelementen mithilfe Künstlicher Intelligenz sowie herstellerübergreifenden Schnittstellen.

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Noshaba Cheema promoviert im Forschungsbereich Agenten und Simulierte Realität und wurde in der Kategorie „Artifical Intelligence“ mit dem Frauen-MINT-Preis ausgezeichnet.
Noshaba Cheema promoviert im Forschungsbereich Agenten und Simulierte Realität und wurde in der Kategorie „Artifical Intelligence“ mit dem Frauen-MINT-Preis ausgezeichnet.
(Bild: Universität des Saarlandes)

Seit 2014 verleiht die Initiative „MINT Zukunft schaffen“ zusammen mit der Deutschen Telekom und dem Studierendenmagazin „Audimax Medien“ den Frauen-MINT-Award. Dabei können MINT-Absolventinnen, also Absolventinnen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik, ihre Abschlussarbeiten einreichen. Insgesamt wurden neun Frauen ausgezeichnet. Im Fokus des diesjährigen Awards, der jetzt verliehen wurde, standen folgende Themen im Fokus:

  • Artifical Intelligence
  • Cloud
  • Cyber Security
  • Internet of Things
  • Netze der Zukunft

Design neuer Bedienelemente verbessern

Noshaba Cheema promoviert aktuell im Forschungsbereich Agenten und Simulierte Realität und wurde in der Kategorie „Artificial Intelligence“ ausgezeichnet. Die Informatikerin hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sie die Ermüdung eines Menschen simulieren kann, während er mit ausgestreckten Armen ein Gerät bedient. Das Besondere: Cheema arbeitet dabei mit virtuellen Agenten, also vom Computer generierten Menschen. Dadurch können reale menschliche Ermüdungsdaten vorhergesagt werden, ohne dass man aufwändig menschliche Bewegungsdaten sammeln muss. Ein Anwendungsfeld ist beispielsweise das Design neuer Bedienelemente für die virtuelle Realität, die erweiterte Realität oder die Industrie 4.0.

Industrial Usability Day

Maschinen müssen einfach zu verstehen und bedienen sein – aber wie werden sie benutzerfreundlicher? Und was bringt die Usability? Auf dem Industrial Usability Day erfahren Anwender, wie sie die optimale Mensch-Maschine-Interaktion gestalten.

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„Auch völlig neue Bewegungs-Situationen, für die es noch keine Daten gibt oder geben kann, können wir so erforschen“, sagt Noshaba Cheema und nennt als Beispiel die Arbeit auf dem Mond oder unter hohem atmosphärischem Druck.

Open-Source-Protokolle vs. Herstellersoftware

Die Informatikerin Marlene Böhmer hat Open-Source-Protokolle mit Herstellersoftware verglichen, um einen universellen Ansatz für Übertragungsprotokolle zu finden.
Die Informatikerin Marlene Böhmer hat Open-Source-Protokolle mit Herstellersoftware verglichen, um einen universellen Ansatz für Übertragungsprotokolle zu finden.
(Bild: privat)

In der Kategorie „Netze der Zukunft“ wurde die Informatikerin Marlene Böhmer für ihre Untersuchung von cyber-physikalischen Netzwerken ausgezeichnet. Damit diese Systeme, bei denen mechanische und elektronische Komponenten eng mit informatischen Bestandteilen und Software zusammenarbeiten, richtig funktionieren, müssen sie schnell miteinander kommunizieren können. Das Problem heute: Es gibt viele verschiedene Netzwerkschnittstellen und Kommunikationsprotokolle, da jeder Hersteller seinen eigenen Ansatz verfolgt.

In ihrer Masterarbeit erforscht die Informatikerin Böhmer einen universellen, herstellerübergreifenden Ansatz, indem sie untersucht, ob öffentlich zugängliche Übertragungsprotokolle genauso schnell und zuverlässig arbeiten wie Herstellersoftware. Die Daten zeigten, dass Open-Source-Protokolle keine wesentlichen Nachteile gegenüber der werksseitigen Konfiguration aufweisen. „Das ist eine wichtige Erkenntnis, vor allem, weil die Zusammenstellung der Kommunikationsprotokolle, die ich in meiner Arbeit ermittelt habe, auf viele verschiedene Anwendungen übertragbar sein sollte. Sowohl im Bereich cyber-physikalischer Systeme, als auch darüber hinaus“, fasst die Informatikerin ihre Ergebnisse zusammen.

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