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Messtechnik Mit Multifunktionsgerät MSR-Einheit einfach beherrschen

| Autor / Redakteur: Das Interview führte Sariana Kunze / Sariana Kunze

Die Digitalisierung in der industriellen Automatisierung schreitet weiter voran. Eine hohe Verfügbarkeit, Präzision, Transparenz und Individualisierung sind wichtiger denn je. Stefan Langer, Branchenmanager Industrieelektronik bei GHM-Messtechnik, hat elektrotechnik erklärt, warum sich das autark arbeitende Multifunktionsgerät GHM-One für Mess-Steuer- und Regelungsaufgaben in Verbindung mit der Applikationssoftware GHM-Cat für die Aufgaben von Industrie 4.0 eignet.

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Das Multifunktionsgerät GHM-One öffnet einerseits in Verbindung mit der Applikationssoftware GHM-Cat die Tür zu Industrie 4.0, andererseits erfüllt es die Aufgaben des dezentralen Applikationsmanagements.
Das Multifunktionsgerät GHM-One öffnet einerseits in Verbindung mit der Applikationssoftware GHM-Cat die Tür zu Industrie 4.0, andererseits erfüllt es die Aufgaben des dezentralen Applikationsmanagements.
(Bild: www.ghm-group.de)

Sie stellen GHM-One als Automatisierungsgerät für Industrie 4.0 vor. Was unterscheidet GHM-One von gängigen Kompaktreglern am Markt?

Stefan Langer: Im Gegensatz zu herkömmlichen Kompaktreglern, an die man nur ein oder zwei Sensoren pro Regler anschließen kann, gibt es beim GHM-One – ob Ein- oder Ausgänge - keine Limitierung was die Anzahl von erfassbaren Sensoren betrifft. An den Eingängen lassen sich fast alle Typen von Sensoren und Messumformer für Temperatur, Druck, Durchfluss, Feuchte, pH, Leitfähigkeit, Sauerstoff anbinden. Ebenso lassen sich an den Ausgängen unterschiedlichste Aktoren wie Solid-State-Relais, Schütze, Frequenzumrichter, Stellmotoren für Klappen und Ventile, etc. anschließen. Damit lassen sich alle im Prozess anfallenden Ist-Werte-Signale ausnahmslos erfassen und fast ohne Einschränkung alle Aktoren anschließen.

Für GHM-One werden keine Spezialkenntnisse in höheren Programmiersprachen für die Umsetzung von Ideen benötigt. Wie geht das konkret?

Die Konfigurationssoftware GHM-Cat ist im weitesten Sinne ein grafischer Werkzeugkasten, in dem vordefinierte und erprobte Bausteine der MSR-Technik stecken. Ein Block z.B. ist ein kompletter Temperaturregler, den man per Klick beliebig oft auf dem Bildschirm duplizieren kann. Im nächsten Schritt werden dann die gewünschten Eingänge mit den Blöcken „Thermoelementsensor“ und x-beliebigen anderen Sensoren oder Messumformern grafisch verdrahtet, das Gleiche dann auch bei den Ausgängen. Durch einen weiteren Klick in die Tool-Box wählt man aus einer umfangreichen Palette von Reglern den passenden Typ pro Regelkreis und nimmt Vermaschungen vor, wobei Alarmüberwachungen, Trendarchivierungen und modifizierte Prozessgrößen die optimale Steuerung und Kontrolle von Prozessabläufen sichern. Infolge der graphischen Sprache sind Programmierkenntnisse keine Voraussetzung, um den GHM-One zu nutzen.

Funktioniert das in der Realität auf Anhieb?

Durch die integrierte Simulation des GHM-One in der Applikationssoftware GHM-Cat lassen sich Prozesse vorab kontrollieren, z.B. die Wirkungsrichtung der Ausgänge und die einzelnen Signalverknüpfungen miteinander, das Grenzverhalten, etc. Nach möglichen Korrekturen kann anschließend die gesamte Applikation über ein eingebautes Interface – mit USB und Ethernet - auf den GHM-One geladen werden.

Was ist, wenn die direkten Geräteanschlüsse nicht ausreichen?

Diese Frage wurde in der Entwicklungsphase bereits berücksichtigt, in dem mehrere typische Feldbusanschlüsse integriert wurden. Das bedeutet, dass Ein- und Ausgangsmodule und auch intelligente Sensoren und Aktoren jederzeit angeschlossen werden können.

Welche Feldbusanschlüsse bieten Sie an?

Neben einem hauseigenen Bus für die direkte Erweiterung der lokalen I/O’s, bieten wir die gängigen Feldbussysteme Profibus-DP und Modbus RTU als auch die Ethernet basierten Feldbusse Modbus/TCP und Profinet Device.

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