6. Batteriefachtagung von Megger

Neue Chancen für Unterbrechungsfreie Stromversorgungen

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Lithium-Ionen-Module für mobile und stationäre Anwendungen

Doch wo bleiben die Weiterentwicklungen zur Steigerung von Leistungsdichte, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit von Batterien? Fakt ist: Die gute alte Blei-Säure-Batterie ist und bleibt aus Kostengründen auch in der Zukunft unersetzbar. Und zwar überall dort, wo Gewicht und Platz keine Rolle spielt. Wenn es aber um platzsparende, leichte Zellen geht, richtet sich der Blick zur Zeit überwiegend auf die Lithium-Ionen-Technologie. Wünschenswert wären Lithium-Ionen-Zellen, die als Puffer elektrische Energie abgeben, wenn die Sonne nicht scheint oder gerade kein Wind weht. Hier wären leistungsfähige Energiespeicher die ultimative Lösung, um möglichst viel Energie auf kleinstem Raum zu speichern. Und das betrifft mobile Anwendungen ebenso wie stationäre. Verglichen mit Blei-Säure-Batterien speichern Lithium-Ionen-Akkumulatoren drei- bis viermal so viel Energie bei gleichem Volumen.

Deutsche Hersteller holen auf

Noch wird der Weltmarkt von asiatischen Anbietern dominiert. Das könnte sich aber schon bald ändern, denn diese Dominanz ist weniger durch bessere Technologien als mehr durch größere Fertigungskapazitäten begründet. Asiatische Anbieter produzieren schon heute Lithium-Ionen-Industrie-Batterien in großen Stückzahlen für die Weltmärkte. Diesen Vorsprung gilt es von deutschen Herstellern wett zu machen. Die Grundlage für eine effizientere Fertigung bildet bei Hoppecke ein neuartiges Modul-Konzept, das Stefan Reinhold vom neuen Werk in Zwickau in seinem Vortrag „Advanced Battery“ dem Auditorium präsentierte. Ausgehend von einem einheitlichen, kompakten Basismodul werden dort Batteriesysteme in gleicher Weise für stationäre und mobile Anwendungen hergestellt, da die Anforderungen (kleiner, leichter, stärker) überall identisch sind. Einen beeindruckenden Meilenstein in dieser Entwicklung stellte er ebenfalls vor: Ein mit Lithium-Ionen-Batterien betriebenes und voll kunstflugtaugliches Modell-Sportflugzeug.

Neue Technologien bei den Gleichrichtern

Leichter und kompakter sollen auch die Gleichrichter werden, mit denen USV-Analgen mit Gleichstrom aus dem Netz versorgt werden. Ulrich Borkers von Benning und Bernhard Rill von Gustav Klein stellten in ihren Vorträgen „Zukunftsweisende Ladetechniken“ und „Bidirektionale Gleichrichteranlagen“ unter anderem neue Technologien vor, die herkömmliche Thyristorgleichrichter ersetzen sollen. Diese sind bislang zu groß, zu schwer, weisen eine zu hohe Welligkeit und eine geringe Dynamik auf. Die Entwicklung konzentriert sich weiter auf getaktete Gleichrichter und auf die IGBT-Technologie. Diese könnten viele Probleme lösen, denn beide Systeme benötigen weitaus weniger Stellflächen. Und bei Spitzenlast geben diese intelligenten Anlagen sogar Energie ab und leisten einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität, wenn künftig mehr regenerative Energiequellen zum Einsatz kommen.

Eine abschließende Antwort auf die Eingangs gestellte Frage könnte sein: Die Reise führt in ein Land, in dem elektrische Energie im Einklang mit der Natur in großem Maßstab erzeugt, beliebig lange gespeichert und von Elektroautos emmisionsfrei verbraucht wird. Dazu benötigt man noch kleinere Systeme mit einer noch größeren Leistungsdichte, doch bis dahin ist es noch ein langer Weg mit vielen Unwägbarkeiten.

Nicht nur Jürgen Göbelhaider, Geschäftsführer von Megger, bewertete die Tagung als vollen Erfolg: Sämtliche Teilnehmer äußerten sich zufrieden mit den neuen Erkenntnissen, dem Erfahrungsaustausch sowie der Organisation.

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