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Neue EU-Kabel-Zertifizierung: mehr Sicherheit in der Gebäudeinstallation

| Redakteur: Ines Stotz

Das Brandverhalten von Kabeln wird anhand von Kriterien wie der Flammenausbreitung und Wärmefreisetzung (sogenannter „Heat Release“), einer Rauchgasanalyse und der optischen Rauchentwicklung („Density“) ermittelt.
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Das Brandverhalten von Kabeln wird anhand von Kriterien wie der Flammenausbreitung und Wärmefreisetzung (sogenannter „Heat Release“), einer Rauchgasanalyse und der optischen Rauchentwicklung („Density“) ermittelt. (Bild: Prysmian Group)

Die europäische Bauprodukteverordnung (BauPVo) gilt für alle Kabel- und Leitungsprodukte für Anwendungen in Bauwerken in Bezug auf die Anforderungen an das Brandverhalten. Der 10. Juni 2016 war der Beginn der Anwendung als harmonisierte europäische Norm; die Koexistenzperiode endet am 1. Juli 2017. Prysmian ist vorbereitet und unterstützt seine Kunden in dieser sensiblen Übergangsphase.

Besonders für große Bauvorhaben wie etwa öffentliche Gebäude mit hohen Sicherheitsstandards ist diese Änderung wichtig: Seit dem 10. Juni 2016 fallen auch Kabel und Leitungen, die dauerhaft in Bauwerken installiert werden, unter die europäische Bauprodukteverordnung (BauPVo/Construction Products Regulation CPR). Dabei handelt es sich oft um viele tausend Kilometer fest verlegter Strom- und Telekommunikationskabel, die in ihren unterschiedlichen Sicherheitsstandards von nun an einer europaweit harmonisierten Norm entsprechen müssen. Betroffen sind alle Kabeltypen, inklusive Daten- und Telekommunikationskabel (Horizontal- und Backbone Kabel), sowie alle Arten von Leitern (Kupfer und LWL). Kabelkonfektionen und Patchcords sind nicht Teil des Anwendungsbereichs.

Seit Juni 2016 sollten diese Kabel und Leitungen CE gekennzeichnet und mit einer Leistungserklärung für die beschriebenen Brandeigenschaften versehen sein. Nach Ablauf der einjährigen Koexistenzperiode ist dies für die Hersteller bzw. Importeure verpflichtend. Weiterhin sind die jeweiligen Prüfinstitute der Mitgliedstaaten für die Abnahme und Zertifizierung der Produkte zuständig. Für unterschiedliche Sicherheitsanforderungen der Gebäude wurden die Kabel in Produktfamilien eingeteilt, von der höchsten Brandklasse B2 bis hin zur Klasse F. In Zusammenarbeit mit dem ZVEI hat Prysmian eine Zuordnung der einzelnen Produktfamilien erarbeitet. Die Zertifizierung gemäß der europäischen Norm ist in Deutschland nun in vollem Gange.

Einheitliche Grundanforderungen für Kabel in Gebäuden

„Die BauPVo ist ein Meilenstein für mehr Sicherheit und Qualität auf dem europäischen Kabelmarkt. Prysmian ist bereit, die Branche in die Zukunft zu führen“, sagt Valerio Battista, CEO der Prysmian Group. „Diese Verordnung garantiert für alle Kabelprodukte in Bauwerken gewisse Mindestanforderungen im Hinblick auf das Brandverhalten, die Feuerbeständigkeit und die Freisetzung gefährlicher Stoffe.“

Die BauPVo definiert einheitliche Grundanforderungen an alle in der Europäischen Union hergestellten und in Verkehr gebrachten Bauprodukte, die „dauerhaft in Bauwerke“ eingebracht werden. Allgemein verfolgt die Verordnung das Ziel, den Sicherheitsstandard von Gebäuden im Brandfall zu verbessern, den freien Handel von Bauprodukten innerhalb der EU zu fördern und die Überwachung des Marktes durch eine gemeinsame Klassifizierung zu erleichtern. Darüber hinaus ermöglicht die Verordnung den nationalen Behörden, Leistungsanforderungen an Produkte zu erstellen. Sie legt vor allem hinsichtlich des Brandschutzes mit harmonisierten Zertifizierungsklassen verbindliche europäische Mindeststandards für Installationskabel fest.

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