„Smart Food Technology OWL“

OWL will Industrie 4.0 in der Lebensmitteltechnologie umsetzen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die zunehmenden Forderungen des Lebensmittelmarktes nach Qualität, Natürlichkeit und Geschmack, aber auch nach Einhaltung sozialer Standards und nach sichtbaren Nachhaltigkeitsaspekten will die Hochschule OWL durch den Einsatz moderner Produktionsmethoden und Automationslösungen der Industrie 4.0 erreichen.
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Die zunehmenden Forderungen des Lebensmittelmarktes nach Qualität, Natürlichkeit und Geschmack, aber auch nach Einhaltung sozialer Standards und nach sichtbaren Nachhaltigkeitsaspekten will die Hochschule OWL durch den Einsatz moderner Produktionsmethoden und Automationslösungen der Industrie 4.0 erreichen. (Bild: gemeinfrei, pixabay.com / CC0)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Konzept „Smart Food Technology OWL“ der Hochschule OWL mit etwa 4 Millionen Euro. Damit will die Hochschule die Bereiche Industrie 4.0 und Lebensmitteltechnologie zusammenführen.

Die Hochschule OWL erhält mehr als vier Millionen Euro für ihr Strategiekonzept „Smart Food Technology OWL“. Sie ist damit eine von 10 Fachhochschulen bundesweit, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „FH-Impuls“ gefördert werden. Die Hochschule will die Fördergelder nutzen, um die Kompetenzen am Campus Lemgo in den nächsten vier Jahren im Bereich Industrie 4.0 und Lebensmitteltechnologie zusammenzuführen und in einer Partnerschaft mit Unternehmen Impulse durch die Nutzung von Industrie 4.0 in der Lebensmittelwirtschaft zu setzen.

„Durch die Förderung wird die Hochschule OWL wichtige Innovationsimpulse in der Region setzen, die für den unternehmerischen Mittelstand von Bedeutung sein werden“, sagt Prof. Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer der Hochschule OWL. „Die Jury hat unseren Weg als richtig bewertet – wir freuen uns, dass unser Konzept unter den geförderten Anträgen ist. Wir hatten starke Konkurrenz, aber wir haben auch ein erstklassiges Team“, sagt er.

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Mittelständischen Unternehmen Forschungskapazitäten geben

Die Hochschule OWL zählt sich selbst zu den forschungsstärksten Fachhochschulen Deutschlands. Sie besitzt Expertise im Bereich Industrie 4.0 und Lebensmitteltechnologie, die durch „Smart Food Technology OWL“ nun zusammengeführt und der Hochschule, den Projektpartnern aus Wirtschaft und Gesellschaft und der Region zugutekommen soll. „Viele Mittelständer verfügen nicht über genügend eigene Forschungskapazitäten, um ihr Entwicklungspotenzial auszuschöpfen“, sagt Susanne Kunschert, Juryvorsitzende und geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH. „Durch die Zusammenarbeit mit forschungsstarken Fachhochschulen erhalten Unternehmen Zugang zu neuen Technologien und praxisnah qualifizierten Fachkräften.“

Vorgesehen ist der Aufbau einer nachhaltigen Partnerschaft, die als strategische Kooperationen mit Wirtschaft, Verbänden und Politik Impulse für neuartige technische Lösungen und Produktentwicklungen für den gesamten Lebenszyklus der Lebensmittel geben sollen. Diese soll mit weiteren Science-to-Business-Strukturen am „Innovation Campus Lemgo“ verstetigt werden. „Fachhochschulen sind wichtige Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung in ihrer Region“, so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „Mit FH-Impuls wollen wir forschungsstarke Fachhochschulen dabei unterstützen, ihr Entwicklungspotenzial effektiv auszuschöpfen.“

Smart Food Technology OWL

Hintergrund des Konzeptes sind die zunehmenden Forderungen des Lebensmittelmarktes nach Qualität, Sicherheit, Natürlichkeit und Geschmack, aber auch nach Einhaltung sozialer Standards und nach sichtbaren Nachhaltigkeitsaspekten. Diese neuen Standards sind nur durch den Einsatz moderner Produktionsmethoden inklusive aktueller Automationslösungen der Industrie 4.0 und der Digitalisierung der Produktion zu erreichen. Dafür sollen die Forschungsaktivitäten der beiden hochschuleigenen Institute, dem Institut für Industrielle Informationstechnik und dem Institut für Lebensmitteltechnologie NRW, gebündelt werden. „Gemeinsam haben wir die Chance, die Energie- und Ressourceneffizienz zu verbessern, die Rohstoffausnutzung zu optimieren und neue Verbraucheranforderungen nach einer Individualisierung der Lebensmittel zu erfüllen“, erklärt Prof. Witte.

Auf Empfehlung einer von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka einberufenen unabhängigen Jury hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung aus über 80 Bewerbungen zunächst 20 Fachhochschulen aufgefordert, ein Konzept einzureichen. Aus diesen hat die Jury dann in einer zweiten Sitzung anhand der schriftlich eingereichten Konzepte und der mündlichen Präsentation der Finalisten nunmehr Anfang Juli die zehn Sieger ausgewählt und dem BMBF zur Förderung empfohlen. Für „FH-Impuls“ stellt das BMBF insgesamt rund 100 Millionen Euro für die Förderdauer von bis zu acht Jahren bereit.

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