Industrielle Messtechnik Prozessanschlüsse bieten hohe Ausfallsicherheit

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Die Firma BAX Engineering bietet mit den Bax-Conax-Prozessdurchführungen Prozessanschlüsse, die den höchsten Ansprüchen gerecht werden. Diese Prozessanschlüsse kommen im Temperaturbereich

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Prozessdurchführungen vom Typ PL werden verwendet, um Starkstromleitungen zu Autokla-ven, Sterilisatoren, Motoren, Transformatoren und Heizungen durchzuführen
Prozessdurchführungen vom Typ PL werden verwendet, um Starkstromleitungen zu Autokla-ven, Sterilisatoren, Motoren, Transformatoren und Heizungen durchzuführen
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Firma BAX Engineering bietet mit den Bax-Conax-Prozessdurchführungen Prozessanschlüsse, die den höchsten Ansprüchen gerecht werden. Diese Prozessanschlüsse kommen im Temperaturbereich von -240°C bis +870°C zum Einsatz, sind mit Drücken von bis zu 690 bar belastbar und werden z. B. für Vakuumanwendungen bei bis zu 10-12 mbar eingesetzt. Damit lässt sich eine Leckrate für das Medium Helium von zwei ml in etwa 63 Jahren erzielen. Bei anderen Medien werden noch bessere Ergebnisse erzielt. Konkret finden die Prozessanschlüsse bzw. Dichtstopfbuchsen ihre Verwendung, wenn Sensoren, Messfühler, Sonden, Elektroden, Drähte, mehradrige Leitungen, Lichtwellenleiter etc. durch Rohr-, Behälter- und anderen Wandungen geführt werden, um z. B. von einer Umgebung mit atmosphärischen Druck in eine Vakuum- bzw. Hochdruckumgebung zu gelangen. Insofern kommt der absoluten Dichtheit am Durchführungspunkt ein sehr hoher Stellenwert zu.

Reihe PG und MHC

Bax-Conax-Prozessdurchführungen der Reihe PG sind in der Lage, Elemente mit einem Durchmesser von einem mm bis 44,45 mm sowie aus der Reihe MHC auch mehrere Elemente mit je einem Durchmesser von 0,5 bis 3,2 mm aufnehmen zu können. Daher eignen sich diese Ausführungen für Einzel- oder Mehrfach-Sensoren bzw. –Messfühler speziell für Thermofühler, Widerstandsthermometer, Thermister-Messfühler und andere Sensoren. Jedes dieser Elemente ist elektrisch isoliert und in der Eintauchtiefe variabel ausrichtbar.

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Für Wandler aus nicht isoliertem Volldraht, z. B. Thermoelemente, Dehnungsmessstreifen, Thermistoren, Leitungen von Widerstandselementen sowie für Niederspannungsversorgungen mit geringer Stromstärke und für Signalleitungen von Messanordnungen bieten sich die Dichtungen der Reihe TG an.

Bei hochkompakten, fortlaufenden Drahtdurchführungen für Niederspannungs-Messausrüstungen, aber auch für Thermoelemente und Widerstandstemperaturfühler steht die Reihe HD zur Verfügung. Bei diesem Ausführungstyp wurde ein mit Teflon überzogenes Rohr aus rostfreiem Stahl über 12, 24, 40 oder 69 Teflon beschichtete Massivdrähte aus Kupfer oder aus Thermoelement-Material gepresst.

Bax-Conax-Prozessdurchführungen der Reihe PL mit durch Kapton isolierten Drähten in verschiedenen Drahtstärken werden verwendet, um Starkstromleitungen zu Autoklaven, Sterilisatoren, Transformatoren, Motoren und Heizungen durchzuführen. Speziell für Hochspannungs- oder Hochstromdurchführungen in Unterdruckkammern, Reaktorgefäßen und Umweltkammern, aber auch ebenso in Autoklaven, Transformatoren und Motorgehäusen kommen Anschlüsse mit Keramikisolation der Reihe EG oder EGT mit Teflonisolation zum Einsatz.

Bax-Conax-Prozessdurchführungen der Reihe BSWS eignen sich u. a. für Motoren, Turbinen, Pumpen und Wellenlagerböcke. Sie dichten z. B. für Lagersensor-Zuleitungen die isolierten Leitungen eines eingebetteten Temperatursensors auf wirksame Weise direkt in einem ölgefüllten Lagergehäuse ab, damit an den Leitungen kein Öl entlang fließen kann.

Reihe FSA

Mit den Bax-Conax-Prozessdurchführungen aus der Reihe FSA können Lichtwellenleiter-Kabel mit verschiedenen Ab-messungen durch Trennwände unterschiedlicher Umgebungen geführt werden. Die Lichtwellenleiter sind einzeln in Dichtungen mit Schutzrohren aus rostfreiem Stahl untergebracht. Diese sind als vollständige, integrale Baugruppen – auf Wunsch einschließlich der Leiter – in einer Prozessdurchfüh-rung für standardisierte Überdruck- oder Unterdruckwerte lieferbar.

Die zugrunde liegende modernste Dichtungstechnologie beruht auf dem Konzept der plastischen Verformung des Dichtungsmaterials in einem festen Gehäuse. Wenn ein Element, wie z. B. ein Messfühler, eingeführt und die Kappe mit dem empfohlenen Drehmoment festgezogen wird, verursacht dies eine axiale Kraft auf den Deckel der Prozessverschraubung sowie auf einen innen liegenden verdrehsicheren Metallring – den sogenannten Follower. Dabei wird das Dichtungsmaterial vom Follower zusammengepresst. Das Dichtungsmaterial dehnt sich in alle Richtungen aus und verformt sich dabei. Doch das eigentliche Volumen des Materials bleibt erhalten. Kleinste Risse und Unebenheiten werden auf diese Weise 100%ig abgedichtet. Eine Bewegung des Elements z. B. bei Über- oder Unterdruck ist ausgeschlossen. Für die unterschiedlichen Prozessanforderungen stehen entsprechende Dichtungsmaterialien zur Verfügung. Neben den fünf Standarddichtungsmaterialien Neoprene, Viton, Teflon, Lava und Grafoil sind auch einige speziellere Dichtungsmaterialien verfügbar.

Anders als bei konventionellen Prozessdurchführungen werden die durchzuführenden Elemente wie Kabel, Thermoelemente, Lichtleiter etc. ohne Unterbrechung von A nach B geführt. Lötstellen außerhalb und innerhalb des Prozesses mit den erforderlichen Isolationsarbeiten entfallen. Einzeldrähte, komplette Kabelbunde und Mantelthermoelemente können gewechselt werden. Damit reduzieren sich der Installationsaufwand, die Ersatzteilkosten und somit die Betriebskosten erheblich. Die Anwendung dieses Konzeptes, verbunden mit dem Verständnis für das Verhalten des Dichtungsmaterials, ergaben eine vollständige Produktlinie. Daher sind die Prozessanschlüsse in branchen- und kundenspezifischen Ausführungen lieferbar. So existieren beispielsweise 10 Produktreihen von Über- und Unterdruck-Prozessanschlüssen in verschiedenen Varianten. Zusätzliche Anpassungen entsprechend der Anforderungen vor Ort sind möglich, dies betrifft z. B. Anwendungen im Pharmabereich, in Vakuumanlagen, Luft- und Raumfahrt. Die Prozessanschlüsse sind in allen Ausfüh-rungen erhältlich. Das Anwendungsspektrum der Prozessdurchführungen erstreckt sich von Ofenanlagen, dem Turbinenbau, der Energieerzeugung, Vakuumtechnik und Materialforschung bis hin zur Halbleiterfertigung.

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