Suchen

Sick Radarsensoren von Micas gehören jetzt dazu

| Redakteur: Sariana Kunze

Sick hat zum 1. Oktober das Industriegeschäft von Micas erworben. Damit kann Sick zukünftig auch Kollisionswarnsysteme mit Radarsensoren anbieten.

Firma zum Thema

Dr. Robert Bauer ist Vorstandsvorsitzender von Sick.
Dr. Robert Bauer ist Vorstandsvorsitzender von Sick.
(Sick )

Im Rahmen eines sogenannten Asset Deals übernimmt Sick das gesamte technische Know-how für die Produktion der Radar-Industriesensoren von Micas und die entsprechenden Kundenbeziehungen. Sick setzt mit der Akquisition seinen Wachstumskurs fort. Radarsensoren werden vor allem in Häfen und Tagebauminen zur Kollisionsvermeidung eingesetzt. Micas konzentriert sich in Zukunft auf sein Hauptgeschäftsfeld „Gebäudetechnik“ mit den Schwerpunkten Sensorik für Sanitär, Küche und Heizung und Lichtsensorik.

Sick will weitere Anwendungen erschließen

Radarsensoren sind in der Lage, größere Objekte auch bei widrigen Wetterbedingungen oder bei deutlicher Verschmutzung zuverlässig zu lokalisieren. Sie werden zur Vermeidung von Kollisionen und zur Abstandsmessung für große und bewegliche Anlagen wie z. B. Containerbrücken und Portalkrane in Häfen, Ausleger von Tagebaubaggern und an Muldenkippern in der Minenindustrie eingesetzt. Neben der breit angewandten optischen Lichtlaufzeittechnologie erhält Sick durch das Geschäft mit Micas einen schnellen Zugriff auf eine weitere Technologie. Sick plant darüber hinaus, auf Basis der Radar-Industriesensoren RAS 400 von Micas weitere Anwendungsbereiche zu erschließen.

Micas veräußert das Industriegeschäft, weil das Geschäftsfeld „Industrielle Radarsensoren“ mit den Hauptmärkten Häfen und Tagebauminen ohne global agierenden Vertrieb nicht nachhaltig weiterentwickelt werden kann. Micas hat sich deshalb entschieden, sich auf das Kerngeschäft „Gebäudetechnik“ zu konzentrieren. Mit dem Industriegeschäft verkauft Micas nur das Know-how für industrielle Anwendungen und die dazugehörigen Kundenbeziehungen, sämtliches Personal verbleibt bei dem sächsischen Mittelständler.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 42991988)