Ladegleichrichter Redundante und flexible Batterielade-Gleichrichter-Systeme für jede Anwendung

Redakteur: Ines Stotz

Getaktete Batterielade-Gleichrichter dienen nicht nur zum Laden von Akkumulatoren. Sie lassen sich auf Grund ihrer hohen Leistungsdichte auch für die zuverlässige Stromversorgung von Anlagen einsetzen.

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Viele Anwendungen benötigen für den Betrieb Spannungen, die sich von der üblichen Netzversorgung unterscheiden. Umspannwerke, Kraftwerke oder die Bahnleittechnik sind dafür typisch überall dort, wo eine störungsfreie und stabile Stromversorgung gewährleistet sein muss. Eltek Valere Industrial führt in seinem umfangreichen Portfolio gleich mehrere Typen getakteter Gleichrichter in unterschiedlichen Leistungsklassen, um nahezu jeden Bedarf abdecken zu können. Die Geräte sind für den Einbau in 19˝-Baugruppenträgern vorgesehen und leisten 1200 bzw. 2700 W bei einer am Ausgang anliegenden Gleichspannung von 24, 48, 60, 110 oder 220 V. Dabei sind die Lademodule sowohl als Einzel- als auch als Teilmodul eines komplexeren Systems mit einer übergeordneten Zentraleinheit einsetzbar.

Volle Kraft und hohe Leistungsdichte

Hohe Leistungen deckt der PSR327 ab, dessen Eingangsspannung 230 VAC bei einer Toleranz von ±20 % und einem Frequenzbereich von 47 bis 63 Hz beträgt. Das Lademodul arbeitet von -20 bis 55 °C. Die Ausgangsspannung ist bei einer Leistung von 2700 W zwischen 1,7 und 2,5 V/Zelle bezogen auf Bleibatterien parametrierbar. Neben der Standardversion ist er auch als Ladegerät für NiCd-Batterien lieferbar. Als Ausgangsspannungen stehen 48, 60, 110 oder 220 V zur Verfügung. Ein temperaturgesteuerter und überwachter Lüfter kühlt das Modul. Der PSR312, als der kleine Bruder, verfügt ebenfalls über alle Funktionen für den sicheren und zuverlässigen Betrieb. Lediglich die Ausgangsleistung ist mit 1200 W bei 24 VDC niedriger was für viele Anwendungen genügt.

Der CAN-Bus macht den Unterschied

Ein wesentliches Leistungsmerkmal ist die integrierte CAN-Bus-Schnittstelle, über die die Lademodule mit einer Steuer-, Überwachungs- und Meldeeinheit kommunizieren können. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass alle Module in einem Rack installiert sind und über die Backplane sowohl untereinander als auch mit der Mastereinheit verbunden sind. Die Ladegleichrichter haben deshalb alle Anschlüsse in einer Steckverbindung auf der Geräterückseite vereint. Der Vorteil eines Bus-Systems liegt auf der Hand: Während herkömmliche Systeme Störungen nur über Sammelstör-Relais signalisieren, wird eine Störung eines am Bus angemeldeten Moduls direkt an die Zentraleinheit gemeldet und dort visualisiert. Somit ist sofort zu sehen, welches Gerät betroffen ist. Zudem lassen sich diese Daten mittels einer Modem-Baugruppe oder eines SNMP-Moduls online an eine Leitstelle übermitteln was eine lückenlose Überwachung bis auf Modulebene garantiert. Neue Module melden sich selbst an den CAN-Bus an, sobald sie angeschlossen sind. Fällt er aus, arbeiten die Module mit den festgelegten internen Defaultwerten weiter. Und es lassen sich auch Firmware-Updates während des Betriebs an den jeweiligen Gleichrichter übertragen.

Echtes Hot-Plug-In

Ohne sie abzuschalten können die Geräte aus dem System entnommen oder hinzugefügt werden. Um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, sind bis zu vier Module in einen 19˝-Baugruppenträger einsetzbar. Insgesamt lassen sich 48 Einheiten innerhalb eines Systems verwalten. Doch auch in Anlagen und Teilsegmenten, die nicht über einen CAN-Bus verbunden sind, lässt sich der PSR327 einfach integrieren. Auch ein Betrieb als Stand-Alone-Gerät ist möglich.

Racks und Ladegleichrichter aus einer Hand

Es stehen verschiedene Racks zur Verfügung: für jeden Spannungsbereich jeweils zwei, die wiederum vier Ladegleichrichter oder drei Geräte und ein Steuermodul aufnehmen. Die Steuer- und Überwachungsmodule der Serie UPC3 haben Display- und LED-Anzeigen auf der Frontplatte. Auf einen Blick lässt sich hier der Betriebszustand des jeweiligen Magazins überprüfen. Zudem ist eine Fernüberwachung durch zahlreiche Relaismeldungen oder Ethernet/SNMP möglich. Durch die Integration mehrerer Gleichrichtermodule in einem Rack ist auch Redundanz gewährleistet, die für die Betriebssicherheit sorgt.

Der Integrationsprozess von Convertronic in Eltek Valere Industrial, weltweit operierender Hersteller von Stromversorgungen und Transmissionssystemen, wurde im Jahre 2007 vollständig abgeschlossen. Aus der Convertronic GmbH wurde die Eltek Valere Industrial GmbH. Innerhalb der Eltek-Gruppe wird das Unternehmen aus dem westfälischen Kirchlengern als Kompetenzträger für die Industrie den Aufbau des neuen Marktsegments dirigieren und somit als Backbone für Industrieanwendungen jeglicher Art im Konzern fungieren.

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