2D/3D-Laserscanner Rote und blaue Laserdiode sorgen für mehr Qualität in der Produktion

Autor / Redakteur: Christian Kämmerer / Sariana Kunze

Blau ist das neue Rot, aber warum genau wird aus Rot jetzt Blau? Ganz klar, weil eine blaue Laserdiode manchmal mehr erfassen kann als eine rote. Mit blauem und rotem Licht können nun Laser-Profil-Scannern für komplexe 2D/3D-Messaufgaben ein größeres Anwendungsfeld im laufenden Fertigungsprozess abdecken und so die mehrdimensionale Qualitätskontrolle optimieren.

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(Micro-Epsilon)

Im laufenden Fertigungsprozess müssen nicht nur eindimensionale Größen wie Materialdicke, Vibrationen und Abstand ermittelt, sondern auch eine mehrdimensionale Qualitätskontrolle durchgeführt werden. Mit Laser-Profil-Scanner lassen sich die Anforderungen an 2D/3D-Messaufgaben im Hinblick auf Genauigkeit, Messgeschwindigkeit und Flexibilität durchführen. Bei der Laser-Linien-Triangulation greift das Lichtschnittverfahren. Der punktförmige Laserstrahl wird durch spezielle Linsen zu einer Linie ausgeweitet. Zusammen mit der Information über die Distanz (z-Achse), berechnet ein integrierter Controller die Position der Messpunkte entlang der Laserlinie (x-Achse) und gibt beide Werte als 2D-Koordinate aus.

Die Laserscanner der Baureihe Scancontrol 2600/BL und 2900/BL von Micro-Epsilon wurden um eine blaue Laserdiode erweitert.
Die Laserscanner der Baureihe Scancontrol 2600/BL und 2900/BL von Micro-Epsilon wurden um eine blaue Laserdiode erweitert.
(Micro-Epsilon)
Bei einem bewegten Messobjekt oder einem bewegten Sensor entsteht ein 3D-Abbild des Objekts. Die Laserscanner der Baureihe Scancontrol 2600/2900 von Micro-Epsilon können dabei bis zu 2,56 Mio. Punkte pro Sekunde erfassen. Durch den integrierten Controller sind die Laserscanner kompakt ausgeführt. Der zigarettenschachtelgroße Sensor schafft mit einer PC-Übertragungsrate von bis zu 4.000 Profilen pro Sekunde einen großen Funktionsumfang. Gleichzeitig können die digitalen Eingänge zur Synchronisation, Triggerung oder als Encodereingang genutzt werden. Die Laser-Scanner besitzen eine integrierte, hoch empfindliche Empfangsmatrix. Sie ermöglicht Messungen auf fast allen industriellen Materialien weitestgehend unabhängig von der Oberflächenreflexion.

Chistian Kämmerer ist Leiter des Vertriebs 2D/3D Optische Messtechnik bei Micro-Epsilon in Ortenburg.
Chistian Kämmerer ist Leiter des Vertriebs 2D/3D Optische Messtechnik bei Micro-Epsilon in Ortenburg.
(Micro-Epsilon)
Christian Kämmerer, Produktmanager Scancontrol von Micro-Epsilon, erklärt: „Die präzise Messung in automatisierten Abläufen wird immer stärker gefordert. Hier setzen sich die optischen Messverfahren immer mehr durch. Sie können mehrdimensional vermessen, sind in der Messpunktaufnahme um ein Vielfaches schneller und die Messdaten stehen in der Regel in Echtzeit in sehr hoher Genauigkeit zur Verfügung. Dies ermöglicht eine automatische Korrektur und Regelung in laufenden Prozessen mit dem Ziel, nur noch 'gute Teile' zu produzieren.“

Laserscanner wird robotertauglich

Laser-Linien-Scanner werden zur Profil- und Konturmessung im laufenden Fertigungsprozess von endlos produzierten Erzeugnissen (Extrusion, Walzen, Ziehen, etc.) oder von einzelnen Teilen (Stückgut) eingesetzt. Eine leistungsfähige integrierte Kontrolleinheit und Ethernet-Schnittstelle machen den Laser-Profil-Scanner für eine Inline-Steuerung robotertauglich. Somit sind die Scanner auch für die dynamischen Fertigungstechnologien z.B. im Automobilbau beim Verbau von Windschutzscheiben geeignet. Hierzu überprüft ein Laser-Profil-Scanner die Höhe der Kleberaupe und deren Position am Scheibenrand.

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