Verbindungstechnik

Schlank im Schrank: Schmale Reihenklemme mit hohem Nutzen

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Prüfen und Messen mit Trennelementen

Die wichtige turnusgemäße Überprüfung der elektrischen Anlage sowie die schnelle Fehlererkennung im Störfall unterliegen diversen normativen Grundlagen und Richtlinien. Für spezielle Funktionsprüfungen – zum Beispiel in Mess- und Regelkreisen – werden einzelne Stromkreise freigeschaltet.

Je kleiner die Regelkreise sind, desto schneller kann die Störursache eingegrenzt und behoben werden. Trotz alternativer Bus-Technologien wird in vielen Fällen mit Reihenklemmen gearbeitet – sie sind einfach, robust und übersichtlich. Für diese Prüfzwecke ist die Trennklemmenfamilie PT 1,5/S ebenfalls prädestiniert. Auf einer Baubreite von nur 3,5 mm lassen sich Kreise durch mittig angeordnete Trennelemente komfortabel freischalten (Bild 2).

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Mit einem gewöhnlichen Schraubendreher lässt sich der Messerkontakt einfach aufschwenken. Eine definierte Rastposition in der Endlage verhindert zuverlässig ein selbsttätiges Zufallen des Trennelementes in die Kontaktstelle.

Auf beiden Seiten der Trennstelle befinden sich Prüfmöglichkeiten zum Fixieren von Prüfsteckern im Klemmengehäuse oder zum kurzfristigen Abgreifen mit Prüfspitzen.

Die Produktfamilie beinhaltet die klassischen Zwei-, Drei- und Vier-Leiter-Trennklemmen inklusive konturgleicher Durchgangsvarianten.

Noch kompakter bauen die doppelstöckigen Trennklemmen vom Typ PTTB 1,5/S. Zwei unabhängige Stromkreise werden in zwei Etagen auf 3,5 mm Baubreite geführt und können unabhängig voneinander getrennt werden. Das entspricht 572 trennbaren Signalen auf einer Tragschiene von einem Meter (Bild 3).

Steckbare Lösungen für modulare Maschinenkonzepte

Die Installation einer Anlage wird bekanntlich effizienter, wenn Anlagenteile oder Baugruppen mittels Steckverbindungen angeschlossen werden. Bei modularen Maschinenkonzepten haben steckbare elektrische Lösungen deutliche Vorteile bei Inbetriebnahme und Service sowie beim Transport einzelner Einheiten (Bild 4). Hier kommen die Steckverbinder PT-1,5/S Combi zum Einsatz – auch sie sind in einer Teilungsbreite von 3,5 mm ausgeführt. Dieses Konzept spart also auch beim modularen Aufbau viel Platz im Schaltschrank.

Alle Varianten lassen sich individuell kombinieren, die benötigte Polzahl kann exakt auf die Applikation zugeschnitten und vertauschungssicher kodiert werden. Hier liegt auch ein deutlicher Vorteil gegenüber konventionellen Steckverbindern mit festen Polzahlen. Die steckbaren PE-Schutzleitervarianten entsprechen gemäß der Maschinenrichtlinie IEC 60204-1 höchsten Sicherheitsanforderungen durch eine voreilende Schutzleiterfunktion beim Steckvorgang. Stecker und Grundklemmen sind fingerberührgeschützt nach BGV A2 ausgeführt.

Das gesamte Portfolio der steckbaren Lösungen umfasst Varianten bis zu einer Stromtragfähigkeit von 41 A – und eignet sich damit sowohl für die Signal- als auch für die Leistungsverdrahtung.

Das Zubehör

Das Zubehörprogramm umfasst vorkonfektionierte Stecker, Kupplungssysteme, Wanddurchführungen, Zugentlastungen und Verrastungen für einen hohen Vibrationsschutz. Für alle Varianten gibt es Kabelschutzgehäuse in allen Polzahlen.

Der Maschinen- und Anlagenbauer profitiert auf vielfache Weise vom PT-Reihenklemmensystem. Das Kontaktprinzip bietet Verdrahtungskomfort und Sicherheit bei minimalen Installationszeiten über alle Querschnittsbereiche hinweg. Das Kontaktsystem mit integriertem Drückerelement schließt Verdrahtungsfehler aus und erhöht die Anlagenverfügbarkeit. Die Klemmenfamilie PT 1,5/S in der Baubreite von 3,5 mm bietet speziell in beengten Applikationen eine optimale Lösung zur Maximierung der Verdrahtungsdichte. Internationale Zulassungen für alle Branchen und Märkte bescheinigen eine hohe Praxistauglichkeit.

* Dipl.-Ing. Gordon Busch arbeitet im Produktmarketing Industrielle Verbindungstechnik bei Phoenix Contact in Blomberg.

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