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ABB Stotz-Kontakt

Sicherungsautomaten mit mehr Flexibilität und Varianz produzieren

| Autor: Sariana Kunze

Zum 125. Firmenjubiläum hebt ABB Stotz-Kontakt seine Sicherungsautomaten-Produktion auf ein neues Niveau: Mit der Produktionslinie ML2 können in Heidelberg nun Sicherungsautomaten voll automatisiert, flexibel und mit einem hohen Maß an Varianz produziert werden.

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ABB Stotz-Kontakt fertigt mit seiner neuen hochautomatisierten Produktionsanlage ML2 in Heidelberg Sicherungsautomaten mit hoher Flexibilität und Varianz.
ABB Stotz-Kontakt fertigt mit seiner neuen hochautomatisierten Produktionsanlage ML2 in Heidelberg Sicherungsautomaten mit hoher Flexibilität und Varianz.
(Bild: Sariana Kunze/elektrotechnik)

Als vor 125 Jahren Hugo Stotz in Mannheim das Unternehmen ABB Stotz-Kontakt gründete, hätte er nie geglaubt, dass es einmal eine Produktionslinie für Sicherungsautomaten geben würde, die über 600 Polvarianten – auch in sehr kleinen Losgrößen – produzieren könnte. Doch genau so eine voll automatisierte Fertigungslinie wurde am Heidelberger Standort von ABB Stotz-Kontakt entwickelt und seit Weihnachten 2015 hochgefahren. Mithilfe von ABB-Industrierobotern erreicht die neue Produktionslinie ML2 ein neues Maß an Flexibilität und Varianz. Für die Geschäftsführung von ABB Stotz-Kontakt war der Grund für diese Investition, dass die Produktion von Sicherungsautomaten für Niederspannungsanwendungen (MCB; Miniature Circuit Breakers) in Zukunft durch hohe Anforderungen an die Flexibilität der Anlage geprägt sein würde. „Immer mehr Kunden fragen viele Schaltervarianten nach, zudem auch häufig Spezialtypen in kleinen Losgrößen. Um die dafür notwendige Flexibilität wirtschaftlich und prozesssicher zu erreichen, haben wir eine automatische Fertigung mit möglichst geringem Rüstaufwand konzipiert“, erklärt Frank Mühlon, Geschäftsführer bei ABB Stotz-Kontakt und weltweit für das Geschäft mit DIN-Rail und Sicherungsautomaten verantwortlich. Laut ABB liegt die Rüstzeit der neuen 60 m langen Anlage unter zwei Stunden und erreicht eine Fertigungstiefe von über 90 Prozent.

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„Unser wichtigstes Ziel war die Entkoppelung zwischen den Elementen der Linie“, sagt Frank Mühlon. „Damit wird das Rüsten für eine andere Schalterart möglich, während die Anlage läuft.“ Ein wesentlicher Teil dieser Lösung sind ABB-Industrieroboter: Die Produktionsanlage besitzt Montagekreise, zwischen denen sich Pufferlager mit Robotern des Typs IRB 1600 befinden. Die Roboter entnehmen die Teile automatisch aus einem Montagekreis und palettieren sie. Im Idealfall eines direkten Durchlaufs ist das Robotersystem in Wartestellung und die Montagekreise versorgen sich direkt. Alternativ soll die Roboter einen Teilepuffer aufbauen, während gleichzeitig umgerüstet wird und schon eine neue Gerätekonfiguration anläuft. „Die Entkopplung der Montagekreise macht die Rüstung einfacher und schneller. Zudem verschaffen wir uns einen weiteren Vorteil: Wir können vorgefertigte Teile von extern zuführen“, sagt Hans W. Schaefer, Mitglied der Geschäftsleitung von ABB Stotz-Kontakt und im europäischen Produktionsverbund verantwortlich für die Standorte Bulgarien, Tschechien und Deutschland. „Dabei handelt es sich beispielsweise um Teile höherer Varianz, die nicht automatisch gefertigt werden, oder um Teile die als Subbaugruppen von einem Standort aus dem Produktionsverbund, wie beispielsweise Bulgarien, stammen.“ Laut ABB habe man aber die Endstufe der Fertigungslinie noch nicht erreicht, denn es wurden nicht alle möglichen Varianten umgesetzt.

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