Smart Grid für die Industrie

So ist ein intelligentes und präzises Energiemanagement möglich

| Autor / Redakteur: Markus Simons, John Witt / Ines Stotz

Das Konzept Harting smart Power Networks verbindet Hardware- und Software miteinander – und steigert damit die Energieeffizienz.
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Das Konzept Harting smart Power Networks verbindet Hardware- und Software miteinander – und steigert damit die Energieeffizienz.

Die Steuerung von Energieflüssen gewinnt in Unternehmen und Institutionen mehr und mehr an Bedeutung. Mit der Einführung eines Smart Grid für die Industrie wachsen die Aufgaben auch firmenintern. Die Harting Technologiegruppe zeigt mit smart Power Networks einen ersten Schritt in ein aktives Energiemanagement auf – und lässt damit neue Wege zu.

Die Umstellung einer zentralen Energieversorgung auf dezentrale Einspeisungen in unterschiedlichen Ebenen hat weitreichende Konsequenzen auch bei firmeninternen Versorgungskonzepten. In dem Moment, in dem gerade energieintensive Unternehmen bei der Einspeisung, Verteilung und Speicherung von Strom auch Aufgaben für die allgemeine Netzstruktur übernehmen, müssen sie ihre gesamte Infrastruktur auf neue Anforderungen abstellen.

Dabei haben sie nicht nur allgemeine gesellschaftliche Rahmenbedingungen im Blick, sondern natürlich auch eigene wirtschaftliche Überlegungen: Die Reduktion des Stromverbrauchs und die effektive Nutzung des eingesetzten Stroms sind dabei nur die eine Seite. Auf der anderen suchen die Unternehmen nach Wegen, Kosten zu senken und Vorteile durch das Energiemanagement zu erzielen.

Kosten senken bei steigenden Kosten?

Nachdem die Energiepreise um die Jahrtausendwende durch die Liberalisierung des Versorgungssystems gesunken sind, ist für die Zukunft wieder mit steigenden Preisen zu rechnen. Der Umbau des Versorgungssystems, die größere Bedeutung der Erneuerbaren Energien und der Ersatz der veralteten Produktionsanlagen durch neue, umweltfreundliche und nachhaltig arbeitende Systeme wirken hierbei zusammen. Zwar fordern Industrie, Wissenschaft und Verbände immer wieder die Bedeutung geringer Energiepreise ein, die Unternehmen selbst haben dabei jedoch ein wichtiges Instrument bislang vernachlässigt.

Handlungsbasis: Erfassung des Energieverbrauchs

Energiemanagement-Systeme steigern durch systematische Erfassung des Energieverbrauchs die Transparenz der Energieflüsse. Darüber hinaus wird eine kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz unterstützt und damit der Energieverbrauch in Industrieunternehmen reduziert.

Erster Schritt passives Energiemanagement

Mit dem ersten Schritt, der Einrichtung eines passiven Energiemanagement-Systems (EnMS), können zum Beispiel Verbrauchkosten einzelnen Kostenstellen zugeordnet werden. Damit werden Verbräuche und Verbraucher eindeutig in Verbindung gesetzt. Maßnahmen lassen sich konkretisieren und präzisieren. So sind bereits die grundlegenden Anforderungen der DIN EN 16001 erfüllbar. Zum Stichtag 24. April 2012 wird die Norm DIN EN 16001:2009 jedoch zurückgezogen und durch die internationale Norm DIN EN ISO 50001:2011 ersetzt.

Aktives Energiemanagement für weitere Potenziale

Unternehmen, die darüber hinausgehen wollen, um weitere Potenziale zu aktivieren, werden allerdings ein aktives Energiemanagement-System installieren, das weitaus leistungsfähiger ist und aktiv den Verbrauch und den Einsatz von Energie steuert. In solchen Systemen lässt sich durch ein Pausen- oder Lastmanagement der Energieverbrauch mindestens optimieren, wenn nicht sogar reduzieren. Energie wird immer nur dann eingesetzt, wenn sie wirklich benötigt wird. Die Lasten im Versorgungsnetz können präzise gesteuert werden.

Ergänzendes zum Thema
 
Im Gespräch mit Günter Behnke, Leiter Werksanlage/Technische Dienste, Harting KGaA
„Der rationelle Einsatz von Energie steht an oberster Stelle.“

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