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Safety So kommt die Pizza schnell und sicher in den Karton

| Redakteur: Sariana Kunze

Mit einem Horizontalkartonierer bringt Dienst Verpackungstechnik die Pizza schnell in den Karton. Erfahren Sie, wie eine integrierte Systemlösung dabei für die Sicherheit der Bediener und den reibungslosen Ablauf der Prozesse sorgt.

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Damit Pizza auch zu Hause schnell gelingt, gibt es zahlreiche Varianten im Tiefkühlregal. Bei deren reibungslosen Produktion unterstützen Pizzakartoniermaschinen.
Damit Pizza auch zu Hause schnell gelingt, gibt es zahlreiche Varianten im Tiefkühlregal. Bei deren reibungslosen Produktion unterstützen Pizzakartoniermaschinen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Nicht nur in Deutschland gehört die Pizza zu den beliebtesten Nahrungsmitteln. Denn sie lässt sich zu Hause aus dem tiefgekühlten Zustand schnell und bequem im Ofen aufbacken. Für den reibungslosen und sicheren Verpackungsprozess sorgt ein Maschinenbau-Unternehmen aus Hochheim bei Frankfurt: Die Dienst Verpackungstechnik, Entwickler und Produzent von Verpackungsmaschinen, beliefert Kunden in aller Welt mit Pizzakartoniermaschinen. Dabei hat Dienst die Kartonierer für den weltweiten Einsatz weitgehend standardisieren können, da die Anforderung an die Pizzaproduktion sehr ähnlich sind.

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Dennoch hat das Unternehmen seinen Pizzakartonierer noch einmal gründlich überarbeitet. Das Ergebnis: eine neue Version des Horizontalkartonierers HK P 3. Die Maschine verpackt 160 ankommende Pizzen pro Minute und kann dabei unterschiedliche Formate verarbeiten: 1er Packs, aber auch Faltschachteln für zwei bis vier Pizzen.

Ohne Stau 160 Pizzen pro Minute verpacken

Das A und O ist jedoch die Zuverlässigkeit der Maschine, denn bei der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit kann ein Stopp – ganz gleich aus welchen Gründen dieser erfolgt – zum Produktionsstau führen. Dienst entschied sich deshalb zur Absicherung der transparenten Schutztüren für die Sicherheitszuhaltung AZM300 von Schmersal. „Der Bediener neigt dazu, die Maschine durch das Öffnen einer Tür zu stoppen“, erklärt Roland Kaluza, Leiter Konstruktion bei Dienst: „Doch bei einem undefinierten Stopp dauert die Behebung einer Störung länger. Deshalb sollte es eine Zuhaltung sein.“ Zu den besonderen Merkmalen der Zuhaltung gehört das patentierte Wirkprinzip mit Drehwelle und Drehkreuz. Es bietet den Vorteil, dass die Schutztür beim Schließen in die Endlage gezogen und nahezu toleranzfrei zugehalten wird. Bei großen, transparenten Schutztüren und geschweißten Maschinengestellen ist ein gewisser Schutztürversatz nicht ausgeschlossen. Die Zuhaltung erlaubt viel mechanische Toleranz bei Türversatz, das heißt, die Türen können einfacher ausgerichtet und müssen seltener nachgestellt werden und es kommt seltener zu Prozessunterbrechungen. Außerdem sorgt die integrierte und einstellbare Rastkraft dafür, dass die Tür nach dem Entsperren der Zuhaltung in der geschlossenen Stellung verbleibt und nicht selbstständig aufspringt (etwa bei Vibration).

Kleine RFID-Sicherheitssensoren vielseitig einsetzbar

Darüber hinaus gibt es beim HK P 3 kleinere Schutzklappen. Sie dienen dem Personenschutz – verhindern aber auch größere Störungen, beispielsweise stoppen sie die Maschine, wenn eine Faltschachtel auf dem Förderband nicht richtig positioniert bzw. verkantet ist. Bei diesen kleineren Klappen kommen an dem Kartonierer die berührungslos wirkenden Sicherheitssensoren RSS36 bzw. RSS260 von Schmersal zum Einsatz, die sich durch eine kompakte Bauform auszeichnen. Insbesondere der RSS260 ist einer der kleinsten auf dem Markt verfügbaren RFID-Sicherheitssensoren und auch dank seiner unterschiedlichen Targets vielseitig einsetzbar. Der RSS260 mit drei Anfahrrichtungen und seinen kleinen Maßen (40 x 18 x 30 mm) eignet sich mit der passenden Sensor-Target-Kombination sowohl zur Montage an Aluminiumprofilen, als auch zum Einsatz an vielen anderen Türformaten wie den häufig verwendeten Plexiglastüren und -scheiben.

Hygienic Design ist auch für den Pizzakartonierer ein wesentlicher Aspekt. Die Maschine ist deshalb hygienisch ausgelegt: abgerundete Formen, keine Toträume, an denen sich Verunreinigungen absetzen können, die Kabelkanäle sind offen ausgeführt und in einigen Bereichen wurden die Abstände zwischen einzelnen Elementen so angelegt, dass alles gut zu reinigen ist. Auch die Sicherheitssensoren und die Sicherheitszuhaltung verfügen über ein hygienegerechtes Design. Der AZM300 und der RSS36 sind zudem in Schutzart IP69 ausgeführt und damit widerstandsfähig gegen eine Vielzahl branchenüblicher Reinigungsmittel.

Safety-Installationssysteme mit Einzeldiagnose

Zu den weiteren Eigenschaften der Sensoren gehört die Möglichkeit, mehrere Sicherheitssensoren einfach per Reihenschaltung zu verbinden und über einen einzigen Sicherheitsbaustein auszuwerten, ohne dass das Sicherheitsniveau und die Diagnosefähigkeit beeinträchtigt werden. Dies gilt auch für die Kombination der Sicherheitssensoren mit der Sicherheitszuhaltung. Dienst nutzt dabei für seinen Kartonierer die Passive Feldbox PFB als Installationshilfe. Das Unternehmen Schmersal bietet hierfür verschiedene Safety-Installationssysteme an, die der einfachen und schnellen Verdrahtung von Sicherheitsschaltgeräten in Reihenschaltung dienen. Eine Variante ist die passive Feldbox PFB, eine Plug & Play-Lösung in robuster IP67-Ausführung, die für eine Vielzahl von Einsatzbereichen geeignet ist. Bei den Safety-Installationssystemen ist zudem die Einzeldiagnose der angeschlossenen Sicherheitsschaltgeräte möglich. Das bedeutet, es ist für den Bediener genau erkennbar, welcher Schalter in der Reihe ein Signal ausgelöst hat. So können ggf. Störungen schneller beseitigt und Maschinenstillstände vermieden werden.

Mit Safety-Installationssystem zu erhöhter Maschinenverfügbarkeit

Damit tragen die Safety-Installationssysteme von Schmersal zu einer erhöhten Maschinenverfügbarkeit bei. Die Sicherheitsfunktionen an dem Kartonierer werden von einer Safety-Steuerung verarbeitet und mit Unterstützung von Sicherheitsrelaisbausteinen der Serie SRB-E von Schmersal abgeschaltet. Alle Varianten der Baureihe SRB-E können in Anwendungen bis Kat. 4/P e nach ISO 13849-1 und bis SIL 3 nach IEC 62061/IEC 61508 eingesetzt werden. Die Bausteine der Protect-SRB-E-Familie zeichnen sich durch kurze Ansprechzeiten aus. Der Bediener erhält über LED-Anzeigen detaillierte Diagnose- und Statusmeldungen. Zusammen bilden die einzelnen Komponenten von Schmersal ein integriertes System, das Personenschutz bietet und gleichzeitig zur Zuverlässigkeit und Produktivität der Anlage beiträgt – damit 160 Pizzen pro Minute sicher verpackt werden.

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