Entwicklungswerkzeug So lässt sich mit Engineering Software parallel ein gemeinsames Ziel verfolgen

Autor / Redakteur: Peter Kemptner* / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Hohe Qualität trotz zunehmender Produktkomplexität, niedrige Engineering-Kosten und kurzes Time-to-Market – das fordern heute die Maschinenbauer. Mit der Möglichkeit, Entwicklungsaufgaben aufzuteilen und so zu parallelisieren sowie bewährte Funktionen durch modularisierte Software wiederzuverwenden, trägt ein Werkzeug von B&R wesentlich dazu bei, Entwicklungsziele schnell und sicher zu erfüllen.

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Unabhängige und wiederverwendbare Software-Module sind ein wesentlicher Bestandteil von Smart Engineering. Der Maschinenbauer profitiert von einer parallelen Modulentwicklung und damit verbundenen verringerten Entwicklungszeiten und -risiken.
Unabhängige und wiederverwendbare Software-Module sind ein wesentlicher Bestandteil von Smart Engineering. Der Maschinenbauer profitiert von einer parallelen Modulentwicklung und damit verbundenen verringerten Entwicklungszeiten und -risiken.
(B&R)

Mit Automation Studio hat B&R 1992 erstmals ein integriertes Entwicklungswerkzeug für die industrielle Automatisierung eingeführt, das die trennenden Mauern zwischen den einzelnen Disziplinen der Softwareentwicklung abbaute. Ob für die Ablaufsteuerung, Bedienung und Visualisierung, die Antriebe oder die Sicherheitstechnik: Die Programme für B&R-Automatisierungslösungen werden innerhalb einer durchgängig einheitlichen Entwicklungsumgebung erstellt.

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Seitdem haben sich die Marktansprüche an Maschinen und Anlagen gewandelt: Gefordert sind heute auf den individuellen Nutzer zugeschnittene Maschinen mit großer Komplexität, Flexibilität und Optionenvielfalt sowie der Fähigkeit zur Integration in Gesamtanlagen. Zum Preis und mit der Stabilität eines Großserienproduktes, kurzfristig verfügbar, ohne lange Inbetriebnahmezeiten und selbstverständlich allen Normen und Dokumentationsvorschriften entsprechend. Nicht zuletzt möchten Käufer auch noch später durch Nach- oder Umrüstung und durch eigene Eingriffe in die Software auf veränderten Bedarf reagieren können.

Produktkomplexität beherrschen

Zur Bewältigung der gestiegenen Produktkomplexität in überschaubarer Zeit und zu beherrschbaren Kosten bedient sich die Maschinenbau-Konstruktion der Standardisierung und Modularisierung. Sie schafft Normteile und Einheitsbaugruppen für einzelne Funktionen, die mittels wohldefinierter Anschlüsse baukastenartig in unterschiedlichen Kombinationen zu verschiedenen Gesamtmaschinen oder -anlagen zusammengestellt werden können. In vielen Konstruktionsbüros gibt es darüber hinaus eine Arbeitsteilung zwischen Spezialisten in unterschiedlichen Unterbereichen des Engineering.

„Was in der mechanischen Entwicklung längst selbstverständlich ist, sollte in der Softwareentwicklung ebenso einfach möglich sein“, sagt Dr. Hans Egermeier, Business Manager Automation Software bei B&R. „In der IT-Welt ist das auch längst gängige Praxis, lediglich im Maschinenbau halten sich hartnäckig Methoden aus der Frühzeit der SPS-Programmierung. Sie machen die Softwareentwicklung für komplexe mechatronische Systeme zur herkulischen Aufgabe.“

Das liegt nicht zuletzt an der trotz immer komplexer werdender, parallel stattfindender Abläufe innerhalb von Maschinen und Anlagen weit verbreiteten Vorstellung von Produktionsvorgängen als strikt sequentielle Vorgänge.

Software muss modular aufgebaut sein

Die Themen SPS, CNC, Robotik, intelligente Achsregelung, Visualisierung und Kommunikation wachsen immer weiter zusammen. Um die zunehmende Komplexität funktionaler Abläufe, das Steuerungsverhalten ganzer Maschinen und von Regelungsalgorithmen beherrschbar zu halten, muss die Software modular aufgebaut sein. In Analogie zur Mechanik mit ihren Normteilen funktioniert das über Baukästen in Form von Bibliotheken mit einzelnen Funktionen, Abläufen und Reglern.

Größere Programme übersichtlich halten

Die Möglichkeit, einzelne Unterprogramme als Funktionsblöcke in Bibliotheken abzuspeichern und durch Aufruf im Hauptprogramm zur Wirkung zu bringen, existiert bereits seit längerer Zeit und wird von Programmierern fleißig genutzt. Ebenso ist in bereits existierenden Versionen von Automation Studio die Möglichkeit zur objektorientierten Programmierung in C++ vollständig integriert.

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