Kennzeichnungssystem So lassen sich elektrische Bauelemente nachträglich kennzeichnen

Redakteur: Sariana Kunze

Robuste Kennzeichnungssysteme sind gefragter denn je. Dabei sollen immer mehr Kennzeichnungen einzelner Komponenten nachrüst- und rückverfolgbar sein. Von einer Lösung für die direkte Ader- und Leitungskennzeichnung, die beidseitig beschriftbar ist.

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Das nachträgliche Kennzeichenschild KNC/B von Murrplastik ist beidseitig beschriftbar.
Das nachträgliche Kennzeichenschild KNC/B von Murrplastik ist beidseitig beschriftbar.
(Bild: Murrplastik)

Kennzeichnungssysteme müssen einiges aushalten. Egal, ob Feuchte, Nässe, hohe Temperaturen, mechanische Belastungen oder Kontamination mit chemischen Verbindungen. Denn neben dem klassischen Maschinen- und Anlagenbau stellen insbesondere die chemische und petrochemische Industrie, Berg- und Schiffbau, Windkraftanlagen und Bahntechnik extrem hohe Anforderungen an die Kennzeichnung von Einzeladern, Schaltgeräte, Typenschildern, Klemmen, Leitungen, Bedien- und Meldegeräte sowie Schläuche. Bei der Wahl des richtigen Kennzeichnungssystems sind nicht nur Anforderungen hinsichtlich Anwendungsbereich und Branche zu berücksichtigen, sondern auch Materialeigenschaften und Spezifikationen. Auch der Wunsch nach Nachrüst- und Rückverfolgbarkeit einzelner Komponenten erfordert neue Lösungen rund ums Kabelmanagement.

Kennzeichnungssysteme für viele Industriesparten

Murrplastik Systemtechnik aus Oppenweiler bietet für diese Marktanforderungen alle gängigen Kennzeichnungstechnologien an – Plotten, Drucken, Gravieren und Lasern. Das Portfolio umfasst Hardware und Software als Komplett- und als Einzellösung für universelle und individuelle Kennzeichnungsaufgaben. Bei allen Beschriftungstechnologien besteht die Möglichkeit, diese mit der Beschriftungssoftware MP-Universal-Marking-Software von Murrplastik zentral anzusteuern.

Mit dem Dienstleistungsservice „Label on Demand“ können Anwender Kennzeichnungsschilder aus unterschiedlichsten Materialien und mit Befestigungslöchern, Logos, Piktogrammen oder QR-Codes bestellen.

Durch die verschiedenen Materialien können die Produkte in diversen Industriebranchen und -sparten eingesetzt werden: Sei es im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automobilindustrie, in der Robotik und Automation, in Steuerungs- und Schaltanlagen oder in der Bahntechnik.

Direkte nachträgliche Ader- und Leitungskennzeichnung beidseitig beschriftbar

Auf dem Kennzeichnungsmarkt zeichnet sich zunehmend die steigende Bedeutung der direkten Ader- und Leitungskennzeichnungen ab. Murrplastik verfügt über ein Sortiment an direkter und nachträglicher Ader- und Leitungskennzeichnung (ohne Tüllen). Dazu gehören die Produkte KNC, KNQ und KSM. Sie sind schnell, flexibel, einfach und direkt an Adern und Leitungen zu montieren. Die neueste Entwicklung des Oppenweiler Familienunternehmens ist KNC/B. Diese Kennzeichnung ist im Design identisch mit KNC. Der Unterschied liegt darin, dass KNC/B beidseitig beschriftbar ist. Dadurch kann der Anwender mehr bzw. unterschiedliche Informationen auf dem Schild anbringen. Oder er kann auf der Vorder- und Rückseite den gleichen Text anbringen.

Zeit bei der Montage sparen

Um ein Kennzeichenschild anzubringen wird nun nur noch ein Schritt benötigt – im Gegensatz zur Tüllen-Montage. Die nachträglichen Kennzeichnungsschilder beschleunigen so nicht nur die Montage, sondern sollen auch eine stabile und sichere Befestigung gewährleisten. Ein weiterer Vorteil der direkten und nachträglichen Kennzeichnung von Adern und Leitungen ist die verringerte Fehleranfälligkeit – für Produktion und Anwender. Je nach Art des Kennzeichenschildes montiert der Anwender die tüllenlosen Kennzeichnungsschilder entweder direkt oder per Kabelbinder.

Die Anwendungsbereiche der nachträglichen Kennzeichnung sind vielfältig, z. B. für Fertigungsanlagen in der Automobilindustrie, in Schaltschränken sowie bei einem Retrofitting. Unter Letzterem versteht man die Modernisierung von Maschinen und Anlagen, um diese auf den aktuellen Stand der Technik anzupassen. Die Aufbereitung erfolgt durch Integration neuer elektrischer Bauteile aus den Bereichen Steuerung, Antrieb oder Automatisierung.

Vorteile einer nachträglichen Kennzeichnung im Überblick:

  • Anwenderfreundliche Handhabung,
  • nachträgliche und direkte Montage,
  • ohne Tüllen,
  • Zeitersparnis durch schnelle und werkzeuglose Montage,
  • stabile Befestigung,
  • flexible Positionierung,
  • für unterschiedliche Querschnitte,
  • Beschriftung einzelner Schilder jederzeit möglich.

Die nachträglichen Kennzeichnungsschilder bietet Murrplastik in Polycarbonat und Polypropylen. Aufgrund chemischer Beständigkeit ist Letzteres in hohem Maße geeignet für den Lebensmittel- und Pharmaziebereich. Alle Materialien sind langlebig und gegenüber Umwelteinflüssen sowie mechanischen Belastungen widerstandsfähig.

Die Einsatztemperaturen von KNC, KNC/B, KNQ und KSM aus Polycarbonat liegen zwischen -40 °C und 140 °C. Sie erfüllen die höchste Brandschutzklasse V0 nach UL 94. Die Einsatztemperatur der Schilder aus Polypropylen liegt zwischen -30 °C und 90 °C. Hier wird die Brandschutzklasse HB nach UL94 erfüllt.

Kennzeichnungssysteme müssen zum Test

Die Kennzeichnungssysteme von Murrplastik werden in hauseigenen Prüfanlagen auf Langlebigkeit, Robustheit und wirtschaftlichen Einsatz getestet.
Die Kennzeichnungssysteme von Murrplastik werden in hauseigenen Prüfanlagen auf Langlebigkeit, Robustheit und wirtschaftlichen Einsatz getestet.
(Bild: Murrplastik)

Dauerhaft, fälschungssicher und unverlierbar, das ist das Ziel von Murrplastik. Hauseigene Prüfanlagen testen die Produkte deshalb auf Herz und Nieren, damit die Kennzeichnungssysteme dem harten Betriebsalltag standhalten.

Ein einheitlicher Testablauf sowie standardisierte Messungen sind wichtig, um vergleichbare Ergebnisse zu ermitteln. Laut Angaben von Murrplastik schneiden die Kennzeichnungsschilder KNC, KNC/B, KNQ und KSM dank der Materialien und deren Verarbeitung sehr gut ab. Die Testergebnisse der Klima-, UV-/Arizona- und Vibrationsversuche sollen belegen, dass die nachträglichen Kennzeichnungsschilder durch die hohen Belastungen keine Spannungsrisse oder andere Schäden aufweisen. Dabei zeichnen sich KNC und KSM bedingt durch die Montageart (verschließbarer Clip, Befestigung mit Kabelbindern) besonders im Vibrationstest durch einen sicheren Halt aus. Zudem weisen alle Schilder auch nach langer Zeit keine Verfärbungen auf, sodass die Beschriftung über Jahre lesbar bleibt.

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