Vision-Sensor

So sichert ein Multifunktionssensor die Qualität bei der Produktion von Joghurtbechern

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Ein Sensor ersetzt 25 Einzelsensoren

BVS sind in der Lage, bis zu 25 Merkmale in einem Durchgang zu erfassen. Damit lässt sich beispielsweise anstelle von 25 Einzelsensoren mit nur einem Sensor eine Pralinenschachtel auf Vollständigkeit prüfen.

Darüber hinaus kontrollieren die Sensoren Anwesenheit, Positionen, Dichtungen und Verschlüsse. Sie prüfen Bedruckung, Kontur und Blisterbefüllung, erkennen die Lage und lesen Bar- oder Data-Matrix-Codes.

Insgesamt stehen den Vision-Sensoren dafür acht Auswertewerkzeuge zur Verfügung, wovon sieben jede Gerätevariante gleichzeitig bereithält. Dazu zählen die Prüfung von Helligkeit und Kontur, das Zählen von Kanten, das Erkennen von Mustern, die Kontrolle von Position sowie der Vergleich von Kontrast, Zeichen und Breite bzw. Abstand zwischen zwei Kanten in einem Bild.

Anwesenheitskontrolle per Helligkeitsprüfung

Mit der Funktion der Helligkeitsprüfung lässt sich zum Beispiel die Anwesenheit eines Bechers feststellen. Im Fall Widmann bedeutet die Ausgabe „hell“, dass ein Becher vorhanden ist, bei „dunkel“ fehlt dieser. Der Vergleich mit einer vorgegebenen Breite dient dazu, festzustellen, ob der tiefgezogene Becher auch den nötigen oberen Rand besitzt, auf dem später die Folie verschweißt werden soll.

Sollwert und Toleranz per Software einstellen

Sollwert und Toleranz werden bei der Einrichtung mit der Software ConVis eingestellt. Dies geschieht entweder via PC oder mit einem externen Konfigurator, der mit einem Bildschirm ausgestattet ist. Darauf sieht der Anwender ein Livebild, welches er jederzeit anhalten, speichern und auch für ein späteres Teachen des Sensors wieder öffnen kann. Hierfür ruft er nacheinander die gewünschten Werkzeuge auf, wählt jeweils die entsprechenden Bildbereiche mit der Maus aus, definiert deren Ausdehnung und verschiebt sie bei Bedarf. Innerhalb des Erfassungsbereichs lassen sich die vorhandenen Werkzeuge nicht nur beliebig miteinander kombinieren, sondern auch mehrfach verwenden.

Markierungen in den Farben Rot und Grün signalisieren dem Anwender bereits vor dem Abspeichern und vor dem Wechsel in den automatischen Betrieb, ob die Grenzwerte für den Schaltvorgang jeweils korrekt gesetzt sind oder noch einer Korrektur bedürfen.

Bedienerfreundlich und flexibel – ein Plus für Widmann

Die bedienerfreundliche Anwendung und die Flexibilität sind der Grund für Widmann, die Vision-Sensoren BVS einzusetzen. Andere Sensorik-Lösungen würden bei den ständig wechselnden Füllinhalten oder den variierenden Bechergrößen viel Zeit für deren Justierung benötigen.

Ein einfaches Umschalten der Prüfmerkmale des BVS auf bereits gespeicherte Daten verkürzt die Rüstzeit auf ein Minimum oder eliminiert sie sogar ganz. Auch die Tatsache, dass sich mit ein und demselben System neben Anwesenheit und Platzierung auch der Füllstand prüfen lässt, ist für Widmann ein Zugewinn.

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